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Newsletter 1/2020



Inhaltsverzeichnis:

Hochschulpolitik Karriere Barometer Recht aktuell Personalia Vermischtes DHV-Seminare

Termine Publikationen Vorschau F&L DHV-Ticker



Hochschulpolitik

Uni-Barometer 2018: 65 Studierende pro Professur

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Die Zahl der Universitätsprofessorinnen und -professoren hat sich im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes, die für „Forschung & Lehre“ ausgewertet wurden, lehrten 27.378 Professorinnen und Professoren an deutschen Universitäten und ihnen gleichgestellten Hochschulen, darunter 1.576 Juniorprofessorinnen und -professoren. Insgesamt gibt es damit 179 Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer mehr als im Jahr 2017.

Die Zahl der Studierenden ist gegenüber 2017 nahezu gleichgeblieben. An Universitäten und ihnen gleichgestellten Hochschulen studieren mithin zurzeit 1.817.366 Menschen. Damit hat sich das Betreuungsverhältnis minimal verbessert. Es liegt im Durchschnitt bei 65 Studierenden pro Hochschullehrerin bzw. Hochschullehrer. 2017 waren es noch 66 Studierende, 2010 allerdings 60.

Erneut wurden auch die Betreuungsverhältnisse in den einzelnen Bundesländern erhoben. Die beste Betreuungsrelation hat wie im Vorjahr Thüringen mit 44 Studierenden pro Hochschullehrerin bzw. Hochschullehrer. Das Schlusslicht bleibt NRW mit knapp 90 Studierenden pro Hochschullehrerin bzw. Hochschullehrer.
Zum Uni-Barometer:
https://www.forschung-und-lehre.de/lehre/ein-studierender-weniger-pro-professor-2409/


Kempen: „Bund darf sich nicht wieder über den Tisch ziehen lassen“


Der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes (DHV), Professor Bernhard Kempen, hat die Länder aufgefordert, ihren Verpflichtungen aus dem Zukunftsvertrag Studium und Lehre vollumfänglich nachzukommen. Nicht hinnehmbar sei etwa, dass Länder ihre Hochschulbudgets kürzen wollten oder die vertraglich zugesicherte Kofinanzierung des Zukunftsvertrags dadurch zu unterlaufen suchten, dass sie bereits vorhandene Landesgelder als im Vorgriff auf den Zukunftsvertrag verstetigt deklarierten. „Die Länder müssen aufhören, sich ihre Kostenanteile schönzurechnen“, betonte Kempen. „Die für Bildung und Wissenschaft zugesagten Mittel dürfen nicht in den Landeshaushalten versickern.“

Der DHV-Präsident forderte den Bund vor diesem Hintergrund dazu auf, „sich nicht über den Tisch ziehen zu lassen“. Bereits bei der Verwendung der rund 1,2 Milliarden Euro, die für die Länder nach der vollständigen Übernahme der Kosten für die Ausbildungsförderung durch den Bund im Jahr 2015 frei geworden seien, hätten die meisten von ihnen die Zusage, die Mittel vorwiegend den Hochschulen zukommen zu lassen, gebrochen. Längst nicht ausgemacht sei auch, ob die Länder beim Bund-Länder-Programm für den wissenschaftlichen Nachwuchs Wort hielten und den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern durch die Schaffung 1.000 zusätzlicher Professuren in Form von Tenure-Track-Stellen realistische Zukunftsperspektiven gäben. „Der Zukunftsvertrag Studium und Lehre ist die nächste Nagelprobe. Der Bund muss diesmal Ernst machen und darf sich nicht auf der Nase herumtanzen lassen“, so Kempen. „Taschenspielertricks der Länder darf er auf keinen Fall durchgehen lassen.“ Dazu beitragen könnten beispielsweise Rückzahlungsforderungen, die der Bund erheben könne, sollten die Länder hinter ihren vertraglichen Zusagen zurückbleiben. Notfalls müsse der Bund auch einmal bei einem vertragswidrigen Bundesland die Bundesmittel einfrieren.
https://www.hochschulverband.de/pressemitteilung.html?&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=326&cHash=c8a6cf3430028de9e91c3f4edc40277d#_


Institutionen-Ranking: Universitäten behaupten sich


Keiner Institution vertrauen die Deutschen mehr als der Polizei, Ärzten und Universitäten. Das ergibt eine Forsa-Umfrage im Auftrag von ntv und RTL, bei der 2.505 Bundesbürgerinnen und -bürger befragt wurden. Während vier von fünf angaben, Polizisten und Ärzten zu vertrauen, waren es bei Universitäten 77 Prozent. Am Ende des Rankings stehen Deutschlands Manager (acht Prozent) und Werbeagenturen (drei Prozent).


15 der betrachteten Institutionen wurde das gleiche oder etwas mehr Vertrauen als vor einem Jahr entgegengebracht. Um fünf beziehungsweise sechs Prozentpunkte stieg das Vertrauen in die Bundeswehr und den Zentralrat der Juden. Um jeweils drei Prozentpunkte wuchs das Vertrauen zu den Ärzten, den Meinungsforschungsinstituten sowie zum Radio und zum Fernsehen. Gleichbleibendes Vertrauen wurde den Universitäten entgegengebracht. Acht Institutionen haben dagegen ein geringeres Vertrauen als vor einem Jahr. Um vier Prozentpunkte ging das Vertrauen zu den Unternehmern und zur katholischen Kirche zurück; um fünf Prozentpunkte das zum Papst und zu den Sparkassen.


Der Umfrage zufolge haben vor allem Anhänger der AfD zu fast allen Institutionen ein geringeres Vertrauen als die große Mehrheit der Bürger ohne diese Parteipräferenz. Lediglich 48 Prozent der AfD-Anhänger vertrauten den Universitäten.
https://www.n-tv.de/politik/Wem-die-Deutschen-trauen-und-wem-nicht-article21490127.html


Vertrag mit Springer Nature unter Dach und Fach


Nach dem Memorandum of Understanding vom 22. August 2019 (vgl. Newsletter 9/2019) hat das Projekt DEAL mit dem Verlag Springer Nature nunmehr auch den nach eigenen Angaben bisher weltweit größten Open-Access-Vertrag unterzeichnet. Die Vereinbarung hat eine Laufzeit von 2020 bis 2022 mit der Option zur Verlängerung bis 2023.

Durch die Vereinbarung können Autorinnen und Autoren der mehr als 700 teilnahmeberechtigten deutschen Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen ihre Manuskripte in Springer Nature Hybrid- oder reinen Open-Access-Zeitschriften veröffentlichen. Im Rahmen der Vereinbarung werden jährlich weit über 13.000 Open-Access-Artikel von deutschen Forscherinnen und Forschern erwartet.

Die transformative Komponente der Vereinbarung greift rückwirkend zum 1. Januar 2020 und berechtigt Autorinnen und Autoren zur Open Access-Veröffentlichung in den 1.900 Hybrid-Zeitschriften von Springer Nature. Gleichzeitig erhalten die teilnehmenden Institutionen dauerhaften Zugriff auf die Zeitschriften-Inhalte von Springer, Palgrave, Adis und Macmillan. Die „Publish and Read (PAR)“-Gebühr in Höhe von 2.750 Euro wird für jeden veröffentlichten Artikel erhoben und zentral abgerechnet.

Die reine Open-Access-Komponente soll ab dem 1. August 2020 in Kraft treten. Sie umfasst Veröffentlichungen im reinen Open-Access-Portfolio von Springer Nature, zu dem „Scientific Reports“ und „Nature Communications“ zählen. Die Abwicklung dieser Veröffentlichungen wird zukünftig ebenfalls zentral geregelt. Zusätzlich erhalten Veröffentlichungen in SpringerOpen und BioMed Central-Zeitschriften einen Preisnachlass von 20 Prozent.
https://www.hrk.de/fileadmin/redaktion/hrk/02-Dokumente/02-02-PM/HRK_PM_DEAL_Springer_Nature_09012020.pdf


„Überhitzung und Überlastung des Wissenschaftssystems“

Foto: dfg

Die neue Präsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Professorin Katja Becker, kritisiert, dass schon junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler „zu wenig Zeit zum Nachdenken“ haben. Die deutsche Wissenschaft sei in den vergangenen Jahren sehr leistungsorientiert geworden. „Aber wenn man vor lauter Exzellenz nicht mehr zum Nachdenken kommt und vor lauter Konkurrenz nicht mehr zur Kooperation, dann machen wir etwas falsch“, erklärte Becker im Interview mit der „Zeit“. „Forscher müssen auch mal einen halben Tag durch den Park gehen und einfach nur nachdenken können.“ Stattdessen müssten Forscherinnen und Forscher permanent Anträge stellen, Forschungsaufsätze schreiben oder sich Begutachtungen stellen.

Nach Ansicht Beckers gibt es „eine Überhitzung und Überlastung des Wissenschaftssystems“. Man müsse „Druck aus dem System nehmen, um kreative Forschung zu ermöglichen“. So könnten Laufzeiten befristeter Projekte verlängert werden und bei Sitzungen stärker über Inhalte als über Leistungsindikatoren diskutiert werden.


Bundesweite Kampagne für den Wert freier Wissenschaft


Unter dem Motto „DFG2020 – Für das Wissen entscheiden“ hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) am 13. Januar 2020 anlässlich des 100. Geburtstages ihrer Vorgängerorganisation, der „Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft“, eine bundesweite Kampagne gestartet. Über das gesamte Jahr hinweg sollen die Prinzipien einer freien und unabhängigen Wissenschaft sowie deren Wert für eine offene und informierte Gesellschaft prominent öffentlich sichtbar gemacht werden. „Wissenschaft kann die Probleme der Welt nicht alleine lösen – aber ein Großteil dieser Probleme kann nur mithilfe der Wissenschaft gelöst werden“, unterstrich die neue DFG-Präsidentin Professorin Katja Becker bei der Vorstellung der Kampagne in Berlin. Dabei ermöglichten nur „die Freiheit des Denkens und die Diversität auf allen Ebenen“ wirklich neue Ideen und Innovationen. Obgleich freie Wissenschaft immer wichtiger werde, sei sie „nicht mehr und überall selbstverständlich“. Deshalb müsse das Bekenntnis für eine unabhängige Wissenschaft in die Gesellschaft getragen werden. Die Menschen hierzulande seien eingeladen, sich ebenfalls dafür zu engagieren.

Geplant seien zahlreiche Aktivitäten und Veranstaltungen mit „durchaus ungewöhnlichen Formaten“, so Becker weiter. Im Mittelpunkt stehe ein Bus, mit dem Performancekünstlerinnen und -künstler auf eine Expedition durch Deutschland gingen. Gemeinsam mit lokalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wollen sie an rund einem Dutzend Standorten mit der Gesellschaft ins Gespräch kommen. Die Reise beginnt im April in Hamburg und endet im November am Bonner Hauptsitz der DFG. Medial begleitet wird die Tour auf Twitter, Instagram und der Kampagnen-Webseite mit Statements von Interessierten.
https://www.dfg.de/service/presse/pressemitteilungen/2020/pressemitteilung_nr_01/index.html


„Doktor Stasi“

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Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, will erreichen, dass frühere Offiziere der Staatssicherheit den Doktorgrad mit dem Zusatz „Stasi“ führen müssen. Da der akademische Grad wegen des Einigungsvertrages nicht aberkannt werden könne, sollten sie wenigstens zu diesem Zusatz verpflichtet werden, erklärte der frühere DDR-Oppositionelle. Die Doktorarbeiten seien Dokumente des Selbstverständnisses der DDR-Behörde gewesen. Erörtert worden seien darin zum Beispiel die Zersetzung des persönlichen Lebens Andersdenkender oder die Bekämpfung der politischen Opposition, so der Bundesbeauftragte weiter. Es gehe nicht darum, Menschen bis in alle Ewigkeit zu verdammen. Wichtig sei vielmehr die Frage, wie Betroffene mit ihrer Vergangenheit umgingen.

Die meisten Doktorgrade wurden Jahn zufolge an der geheimen Hochschule des Ministeriums für Staatssicherheit erworben. Nach außen habe die Einrichtung als Juristische Hochschule Potsdam fungiert. Dort wurden 174 Promotionsarbeiten von insgesamt 485 Autorinnen und Autoren erstellt.
https://www.forschung-und-lehre.de/karriere/promotion/doktor-der-stasi-kennzeichnen-2401/


Universitätsklinika vernachlässigen Publikation in EU-Datenbank



Deutsche Universitäten publizieren die Ergebnisse klinischer Studien nur selten im europäischen Register „EudraCT“ (European Union Drug Regulating Authorities Clinical Trials). Das geht aus einer Analyse der britischen Kampagne „Transparimed“ und der deutschen „Buko-Pharmakampagne“ hervor, über die die „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR berichtet haben.

In der Datenbank müssen demnach seit 2004 alle klinischen Studien der EU erfasst werden. Seit 2014 müssen darin zudem die Studienergebnisse der internationalen Wissenschaftsgemeinschaft zugänglich gemacht werden, auch rückwirkend bis zum Jahr 2004. Unabhängig davon, ob die Ergebnisse in einem Fachjournal publiziert werden sollen, müssen diese spätestens ein Jahr nach Studienabschluss in der EU-Datenbank eingetragen werden.

Die 35 deutschen Universitätskliniken haben laut „Süddeutscher Zeitung“ seither insgesamt 1.312 Studien in der Datenbank registriert. Von den 477 seit mindestens einem Jahr abgeschlossen Studien seien jedoch nur in 6,7 Prozent der Fälle die Ergebnisse eingetragen. Eine positive Ausnahme stelle das Universitätsklinikum Münster dar: Im Register fänden sich die Ergebnisse von 61 Prozent seiner Studien. In Regensburg, Würzburg, Leipzig und Düsseldorf seien es immerhin 29 bis 20 Prozent.

Von 17 deutschen Universitäten finden sich laut Bericht gar keine Studienergebnisse im europäischen Register. Von der Charité fehlten mit 68 Studien die meisten Resultate. Das Klinikum der Universität München schulde der Öffentlichkeit Daten zu 29, die TU München zu 27 und die Medizinische Hochschule Hannover zu 26 Studien.
https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/veroeffentlichung-studien-1.4737316


Innovationen: Sachsens Hochschulen an der Spitze



Sachsen ist mit Abstand Spitzenreiter im Ländercheck Innovationsmotor Hochschule, den der Stifterverband und die Heinz Nixdorf Stiftung herausgeben. Insgesamt schneiden vor allem ostdeutsche Bundesländer bei Innovationsförderwettbewerben und Patentanmeldungen überdurchschnittlich gut ab. Allerdings fehlen dort häufig noch Drittmittel aus der Wirtschaft.

Laut Stifterverband unterstützt der Staat die Innovationsorientierung der Hochschulen in Deutschland mit einer Reihe von Maßnahmen und Förderprogrammen. Zwischen 2013 und 2018 flossen insgesamt 2,3 Milliarden Euro an die Hochschulen.

Hochschulen in Bayern sind dem Ländercheck zufolge führend bei Forschungskooperationen mit der Wirtschaft gemessen am Anteil von Ko-Publikationen. Ansonsten liegt der Freistaat ebenso wie Baden-Württemberg trotz starken wirtschaftlichen Umfelds eher im Mittelfeld der Bewertungen. Große Erfolge bei den innovationsorientierten Förderwettbewerben zeigen sich hier nicht. In der Schlussgruppe der Gesamtbewertung liegen Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Hamburg und Brandenburg.
https://www.stifterverband.org/pressemitteilungen/2019_12_18_laendercheck_innovationsmotor_hochschule


Auslandsstudium: Vor allem Nachbarländer attraktiv



Unter deutschen Studierenden ist Österreich seit mittlerweile zehn Jahren der beliebteste Zielstaat für ein Auslandsstudium. Im Jahr 2017 haben 28.700 Deutsche dort studiert. Auf den Plätzen zwei und drei folgten die Niederlande mit 21.900 sowie das Vereinigte Königreich mit 15.700 deutschen Studierenden. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Auf die drei genannten Staaten entfiel demnach 2017 knapp die Hälfte der insgesamt 140.400 deutschen Auslandsstudierenden. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Auslandsstudierenden um ein Prozent zurück. Auf 1.000 deutsche Studierende an deutschen Hochschulen kommen gegenwärtig 55 deutsche Studierende im Ausland.

Die Wahl des Studienortes hängt dem Statistischen Bundesamt zufolge oft eng mit dem Studienfach zusammen. Die Auswirkungen des Numerus clausus für Medizin an deutschen Hochschulen sind vor allem an den hohen Anteilen deutscher Studierender dieses Faches in einigen osteuropäischen Staaten ablesbar. In Ungarn, Polen, der Tschechischen Republik und Litauen sind mehr als die Hälfte der deutschen Studierenden in Medizin eingeschrieben.
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2019/12/PD19_497_217.html


Längere Wartezeiten für Visa an deutschen Botschaften

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Ausländerinnen und Ausländer, die in Deutschland studieren wollen, müssen vielerorts Wochen oder gar Monate warten, bis sie einen Termin an der deutschen Botschaft für einen Visumsantrag erhalten. Das berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ unter Berufung auf eine Antwort des Bundesforschungsministeriums auf eine Anfrage der Grünen.

An 24 Botschaften und anderen Auslandsvertretungen mussten demnach angehende Studierende im vergangenen Jahr mehr als acht Wochen warten, bis sie überhaupt einen Termin erhielten. In sieben Vertretungen lag die Wartezeit sogar bei einem ganzen Jahr oder noch länger. Betroffen waren Länder wie Indien, Marokko und Kamerun.

Ein Jahr zuvor hatten ausländische Studierende nur in Teheran derart lange warten müssen, um ein Visum beantragen zu können. Mit Ausnahme der deutschen Botschaften in Ägypten, Tadschikistan und Usbekistan weiteten sich an allen Vertretungen mit langen Fristen die Wartezeiten noch aus.
https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/1972263/auslandsstudenten-muessen-immer-laenger-auf-visa-termin-warten


Lucke-Vorlesung: Bislang 107.000 Euro für den privaten Sicherheitsdienst


Die Makroökonomie-Vorlesungen von Professor Bernd Lucke kosteten die Universität Hamburg bisher 107.000 Euro an Sicherheitskosten. Das berichtet das „Hamburger Abendblatt“. Bei der Summe handle es sich nur um das Geld, das die Universität an einen privaten Sicherheitsdienst zahle, der den Zugang zu den Vorlesungen kontrolliere.

Insgesamt sei die Rückkehr des AfD-Mitbegründers und Ökonomen noch teurer. Die Gesamtkosten ließen sich bis jetzt nicht genau festsetzen, schreibt das „Hamburger Abendblatt“ weiter. Es werde beispielsweise zusätzliches Universitätspersonal zur Sicherung der Veranstaltung eingesetzt.

Lucke lehrt seit diesem Wintersemester wieder in Hamburg, nachdem er nicht erneut ins Europaparlament eingezogen war. Die ersten Vorlesungen konnte der Wirtschaftswissenschaftler wegen anhaltender Störungen und Proteste nur unter Polizeischutz abhalten (vgl. Newsletter 11/2019).
https://www.abendblatt.de/hamburg/article228141871/Bernd-Lucke-AfD-Universitaet-Hamburg-Vorlesung-Wachdienst-107-000-Euro-Kosten-Sicherheit.html


Juristische Niederlage für Ministerin Bauer


In der Affäre um die möglicherweise rechtswidrige Vergabe von Leistungszulagen an Professorinnen und Professoren der Verwaltungshochschule Ludwigsburg hat das Verwaltungsgericht Stuttgart eine Verfügung für rechtswidrig erklärt, mit der Wissenschaftsministerin Theresia Bauer 2015 an der Verwaltungshochschule Ludwigsburg einen Beauftragten für die Rektoratsgeschäfte eingesetzt hatte. Der damaligen Rektorin Claudia Stöckle war die Amtsausübung untersagt worden. Wenig später musste sie ihren Posten räumen.

Stöckles Amtsenthebung hat das Gericht bereits 2018 für rechtswidrig erklärt; die Berufung des Landes liegt noch beim Verwaltungsgerichtshof Mannheim. Unabhängig davon bestätigt das neue Urteil der Klägerin nun, dass schon die Einsetzung eines Beauftragten rechtswidrig war. Die Kammer stellte fest, dass das Ministerium aufgrund der damaligen Situation von Rechts wegen nur vorübergehende Lösungen für die Dauer weniger Wochen hätte in Betracht ziehen dürfen, berichtet die „Badische Zeitung“.
https://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/erneute-niederlage-fuer-wissenschaftsministerin-bauer--181192836.html


Rückkehr ins Netz

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Nach dem schweren Cyberangriff im Dezember (vgl. Newsletter 12/2019) werden nach Angaben der Universität Gießen die Systeme schrittweise wieder hochgefahren. Seit dem 6. Januar 2020 sind die Lehrplattform Stud.IP und die Homepage der Universität wieder erreichbar, wenn auch noch mit Einschränkungen. Seit dem Vorlesungsbeginn am 13. Januar 2020 stehen zudem das System der Bibliothek und das Prüfungsverwaltungssystem FlexNow wieder zur Verfügung. Bis alles wieder rund laufe und das Internet funktioniere, könne es allerdings noch eine Weile dauern. Durch das schnelle Herunterfahren der Server nach dem Hackerangriff seien aber weitgehend alle Daten gerettet worden, teilte die Universität mit.
https://www.uni-giessen.de/index.html


Karriere

Bis zu 1.500 Euro Differenz bei tatsächlicher Professorenbesoldung

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Auf bis zu 1.500 Euro können sich inzwischen die realen monatlichen Unterschiede bei den Bruttogehältern von Professorinnen und Professoren in den Ländern summieren. Während der Durchschnittswert der tatsächlich bezogenen Professorenbesoldung bei W3-Professorinnen und Professoren in Bayern 9.190 Euro beträgt, liegt er bei einer W3-Professorin bzw. bei einem W3-Professor in Mecklenburg-Vorpommern bei 7.690 Euro. Dies geht aus einem aktuellen Besoldungsranking des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) hervor, das die Zeitschrift „Forschung & Lehre“ in ihrer Januar-Ausgabe veröffentlicht hat. Dem Besoldungsranking liegen dabei auf Bitte des DHV vom Statistischen Bundesamt ermittelte fächerübergreifende Durchschnittswerte für die Professorenbesoldung an öffentlichen Hochschulen und Berufsakademien (ohne Hochschulkliniken) zugrunde. Berücksichtigt wurden über die Grundgehälter hinaus Familienzuschläge, diverse Leistungsbezüge, z. B. aus Anlass von Berufungen, und auch Sonderzahlungen, soweit diese im Erhebungsmonat Juni 2018 ausgezahlt wurden. Auf diese Weise lässt sich die reale Professorenbesoldung erfassen.

Auch die Unterschiede bei den Durchschnittswerten der Besoldung für Frauen und Männer haben sich bei W3-Professuren weiter verstärkt. Lag 2017 in der Besoldungsgruppe W3 der Abstand bei 650 Euro zu Lasten der Frauen, so liegt er 2018 bereits bei 690 Euro. Bei den W2- und W1-Professuren haben sich die Abweichungen in der realen Durchschnittsbesoldung bei den Geschlechtern dagegen etwas reduziert. Die tatsächlich bezogene Besoldung variierte zu Lasten der Professorinnen bei W2 zuletzt um 290 Euro (2017: 320 Euro) und bei W1 um 130 Euro (2017: 200 Euro). Die Unterschiede in der realen Durchschnittsbesoldung belaufen sich bei W2-Professuren auf bis zu 470 und bei W1-Professuren auf bis zu 710 Euro.
https://www.forschung-und-lehre.de/karriere/bis-zu-1-500-euro-differenz-bei-tatsaechlicher-besoldung-2397/


PLUS: Der neue DHV-Karriere-Newsletter


Nützliches Wissen für den Berufsalltag von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Post-Doc bis zum Institutsleiter. Kurz und bündig, verständlich und klar: Das ist PLUS, der neue Karriere-Newsletter des Deutschen Hochschulverbandes (DHV).


PLUS erscheint monatlich. Für alle DHV-Mitglieder per E-Mail frei Haus oder nach Anmeldung:
https://www.hochschulverband.de/plus

Barometer

Guter Deal?

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Das Projekt DEAL hat mit Springer Nature eine Open-Access-Vereinbarung unterzeichnet. Ist es aus Ihrer Sicht ein guter Deal?


Zur Abstimmung:
https://www.hochschulverband.de/


Sorge um Unabhängigkeit der Forschung?

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Der Deutsche Hochschulverband hat die Newsletter-Leserinnen und -Leser im Dezember gefragt, ob sie die Unabhängigkeit der Forschung dadurch in Gefahr sähen, dass die TU München ihre Kooperation mit dem Softwareunternehmen SAP ausbaut. 91 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer antworteten mit Ja und 9 Prozent mit Nein.

Recht aktuell

Etappensieg für Journalisten im Rechtsstreit gegen mutmaßliche Plagiatorin

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Der Journalist Jochen Zenthöfer, der unter anderem auch für die „FAZ“ schreibt, darf namentlich über die Plagiatsvorwürfe gegen eine ehemalige Vizepräsidentin der Universität Flensburg berichten. Diese hatte 2017 eine einstweilige Verfügung gegen einen von ihm geplanten Artikel erwirkt. Das Landgericht Frankfurt am Main entschied daraufhin, dass dem Journalisten ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro oder eine Ordnungshaft von bis zu sechs Monaten drohen, wenn er weiter mit Namensnennung über den Fall berichte. Der ehemaligen Vizepräsidentin der Universität Flensburg war 2016 von der Plattform VroniPlag vorgeworfen worden, sowohl bei ihrer Dissertation wie auch bei ihrer Habilitation plagiiert zu haben.

Wie der Journalist Jan-Martin Wiarda in seinem Blog berichtet, hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main nun dem vorangegangenen Urteil widersprochen: „Nach Auffassung des Senats hat die Öffentlichkeit ein berechtigtes Interesse an der Veröffentlichung des Namens der Autorin dieser wissenschaftlichen Schriften, weil gerade hierin ein besonderer zusätzlicher Informationswert liegt, der ohne die namentliche Nennung nicht berücksichtigt würde.“ Ohne die Namensnennung würde eine wissenschaftliche Auseinandersetzung „mit Übernahme aus fremden Texten, die als solche nicht gekennzeichnet sind“ zu einer „Perpetuierung dieser Plagiate (führen), was gegen wissenschaftliche Interessen verstößt.“ Gegen das Urteil steht der Klägerin die Revision offen.
https://www.jmwiarda.de/2020/01/15/kein-recht-auf-vergessenwerden/


Übergangsvorschriften bei Prüfungen


Eine Klage gegen einen Bescheid, mit dem das endgültige Nichtbestehen einer Studentin im Bachelorstudiengang Sport an der Universität Koblenz-Landau festgestellt worden war, endete vor dem Verwaltungsgericht Koblenz durch Vergleich (Az.: 4 K 575/19.KO).

Die Klägerin hatte vorgetragen, die Anforderungen an die von ihr abzulegende Modulprüfung seien im Verlaufe ihres Studiums durch Änderungen der Prüfungsordnungen immer wieder angepasst worden, ohne dass dies stets erkennbar gewesen sei. Die Universität hielt dem entgegen, konkrete Übergangsvorschriften seien zwar nicht in der letzten Änderung der Prüfungsordnung geregelt, jedoch durch Aushänge den Studierenden mitgeteilt worden.

In der mündlichen Verhandlung teilte das Gericht seine Rechtsauffassung mit, wonach eine Übergangsvorschrift bei Änderung von Prüfungsordnungen auch in der Prüfungsordnung selbst vorgesehen sein müsse. Nach dem von den Beteiligten geschlossenen Vergleich wird der Nichtbestehensbescheid aufgehoben, so dass die Klägerin ihr Studium nun an einer anderen Universität fortsetzen kann; ein weiteres Studium an der Universität Koblenz-Landau ist nach dem Vergleich ausgeschlossen.
https://vgko.justiz.rlp.de/de/startseite/detail/news/News/detail/fehlende-uebergangsvorschriften-bei-sportpruefungen-an-der-universitaet-koblenz-landau/


Bußgeldbescheide für Krebsforscher nach Tierversuchen


Zwei Krebsforscher haben nach Experimenten mit Mäusen am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg Bußgeldbescheide erhalten. Die Bußgelder liegen im dreistelligen Bereich, wie das Regierungspräsidium Karlsruhe mitteilte. Die Wissenschaftler, die nicht mehr am DKFZ arbeiten, hätten eine Verlängerung eines Experiments mit Mäusen um sechs Wochen nicht ordnungsgemäß angezeigt. Das Verfahren gegen eine dritte Person wurde eingestellt; ihr sei keine Beteiligung nachzuweisen.

Im Juni hatte die Staatsanwaltschaft Heidelberg ihre Ermittlungen wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingestellt (vgl. Newsletter 7/2019). Nicht nur der Verein Ärzte gegen Tierversuche, sondern auch das Regierungspräsidium Karlsruhe hatten zuvor Anzeige erstattet. Das Ordnungswidrigkeitsverfahren war an das Regierungspräsidium als Genehmigungsbehörde für Tierschutzversuche abgegeben worden.

Bei dem Versuch sollte die Wirksamkeit einer Virentherapie gegen das besonders bösartige Ewing-Sarkom an Mäusen untersucht werden. An diesen Tumoren leiden vor allem Kinder. Moniert wurde vom Regierungspräsidium nur die Durchführung des Versuchs, nicht der Inhalt.
https://www.forschung-und-lehre.de/recht/krebsforscher-muessen-fuer-tierexperimente-strafe-zahlen-2404/


Studienkosten bei Erstausbildung bleiben nicht voll steuerlich absetzbar


Studierende können die Ausgaben für ihr Erststudium weiterhin beim Finanzamt nicht als Werbungskosten geltend machen. Das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden. Es konnte keinen Grundgesetzverstoß durch das seit 2004 geltende sogenannte Abzugsverbot erkennen (Az. 2 BvL 22/14 u.a.). Hiernach können Studierende die Kosten meist nur als Sonderausgabe geltend machen. Abzugsfähig sind jedoch maximal 6.000 Euro, sofern bereits eine Steuerpflicht besteht.


Der Bundesfinanzhof hatte die Praxis für verfassungswidrig gehalten und dem Bundesverfassungsgericht zur Entscheidung vorgelegt (vgl. Newsletter 11/2014). Denn Ausgaben für ein Zweitstudium oder eine Weiterbildung können als Werbungskosten angesetzt werden. Laut Bundesverfassungsgericht ist die erste Ausbildung aber anders zu bewerten. Sie vermittle nicht nur Berufswissen, sondern präge in einem umfassenderen Sinne, indem sie die Möglichkeit biete, sich seinen Begabungen und Fähigkeiten entsprechend zu entwickeln und allgemeine Kompetenzen zu erwerben, die nicht zwangsläufig für einen künftigen konkreten Beruf notwendig seien.
https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2020/bvg20-002.html

Personalia

Neue Vorsitzende

BMBF/Laurence Chaperon

Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, übernimmt im Jahr 2020 turnusmäßig den Vorsitz in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz. Stellvertretender Vorsitzender ist Professor Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz.


Neuer Minister I

Foto: CDU-Fraktion Sachsen

Sebastian Gemkow ist am 20. Dezember 2019 in Dresden zum Staatsminister für Wissenschaft vereidigt worden. Der bisherige Justizminister folgt auf Eva-Maria Stange.


Neuer Minister II

Foto: BKA / Andy Wenzel

Professor Heinz Faßmann, in Düsseldorf gebürtiger Geograf, kehrt nach kurzer Unterbrechung als österreichischer Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung zurück. Der Amtsinhaber der Jahre 2017 bis 2019 folgt auf Iris Eliisa Rauskala.


Neuer Präsident

Foto: Koziel/TUK

Professor Arnd Poetzsch-Heffter wird zum 1. Juli 2020 neuer Präsident der TU Kaiserslautern. Der Informatiker und bisherige Vizepräsident für Forschung und Lehre folgt auf Professor Helmut Schmidt, der seit 2002 an der Spitze der Universität steht.


Präsident/in gesucht I


An der Universität Hildesheim ist zum 1. Januar 2021 die Position der/des Präsidenten/Präsidentin zu besetzen. Von der zukünftigen Stelleninhaberin/dem zukünftigen Stelleninhaber wird erwartet, dass sie/er die Potentiale der Universität mit ihren unterschiedlichen Wissenschaftskulturen weltoffen und mit visionärer Kraft erkennt, bündelt und fördert. Dabei kommen einem integrativen und partizipativen Führungsstil sowie Kommunikationsstärke eine besondere Bedeutung zu. Gesucht wird eine herausragende und engagierte Führungspersönlichkeit, die über folgendes Profil verfügt:


- ausgewiesene Erfahrung und Kompetenz im Management und in der Strategieentwicklung,
- mindestens fünfjährige Leitungserfahrung in einer Stellung mit herausgehobener Verantwortung in Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft oder Verwaltung,
- Erfahrungen und herausgehobene Kompetenzen in der wissenschaftlichen Forschung und Lehre, in der Regel erworben im Rahmen einer Tätigkeit als Professorin oder Professor an einer Universität oder einer anderen renommierten Wissenschaftseinrichtung,
- profunde Kenntnisse der nationalen und internationalen Hochschullandschaft,
- Erfahrungen im Umgang und in Kooperationen mit Akteuren in herausgehobener Verantwortung aus Wissenschaft, Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur.


Bewerbungsschluss ist der 10. Februar 2020. Diese Stellenanzeige finden Sie in der Februar-Ausgabe 2020 von „Forschung & Lehre“ und auf academics.de, dem Karriereportal für Wissenschaft & Forschung von der ZEIT und der Zeitschrift „Forschung & Lehre“, unter:
https://www.academics.de/jobs/praesident-m-w-d-stiftung-universitaet-hildesheim-hildesheim-1018641


Präsident/in gesucht II


Für die Leitung der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Präsidentin/ein Präsident gesucht. Für die verantwortungsvolle Aufgabe sucht die BTU eine Persönlichkeit mit Innovations- und Gestaltungswillen, mehrjähriger Leitungserfahrung im Universitäts- oder Wissenschaftsbereich, die sich durch strategische Fähigkeiten und Managementkompetenz sowie ein klares wissenschaftliches Profil auszeichnet. Gesucht wird eine Bewerberin/ein Bewerber mit Überzeugungskraft, Motivationsvermögen sowie Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit. Die Präsidentin/Der Präsident soll den eingeschlagenen Weg in der Stärkung des Profils der Universität in Forschung und Lehre fortsetzen, die Vernetzung mit wissenschaftlichen Partnern stärken sowie die Position der BTU im nationalen und internationalen Wettbewerb erfolgreich ausbauen. Bei der Gestaltung der Zukunft der Lausitz soll die Präsidentin/der Präsident die BTU weiterhin als verlässliche wissenschaftliche Partnerin einbringen und den Strukturwandlungsprozess als Vertreterin/Vertreter der Universität aktiv begleiten.


Bewerbungsschluss ist der 14. Februar 2020. Diese Stellenanzeige finden Sie in der Februar-Ausgabe 2020 von „Forschung & Lehre“ und auf academics.de, dem Karriereportal für Wissenschaft & Forschung von der ZEIT und der Zeitschrift „Forschung & Lehre“, unter:
https://www.academics.de/jobs/praesident-m-w-d-brandenburgische-technische-universitaet-cottbus-senftenberg-btu-cottbus-1018418


Vermischtes

Namenspatronin für die Universität Passau?


Keine einzige Universität in Deutschland trägt einen Frauennamen. Das will Professor Holm Putzke von der Universität Passau an der eigenen noch namenlosen Alma Mater ändern. Der Strafrechtslehrer und CSU-Kreisvorsitzende hat im „Bayerischen Rundfunk“ einen Wettbewerb zur Namensfindung angeregt. Er selbst macht sich für die niederbayerische Volksdichterin Emerenz Meier als Namensgeberin stark: „Für die Universität Passau ist das eine große Chance. Wir könnten bundesweit eine Vorreiterrolle einnehmen – das wäre ein starkes Signal“, so der Hochschullehrer gegenüber dem „Bayerischen Rundfunk“. Parteifreund Konrad Kobler, niederbayerischer Bezirksvorsitzender der Europa-Union Bayern, hält Emerenz Meier für
zu unbekannt und plädiert stattdessen für Gisela von Bayern.
https://www.br.de/nachrichten/bayern/emerenz-meier-bekommt-die-uni-passau-einen-frauennamen,RmtLrow

DHV-Seminare

DHV-Seminare und Workshops im Februar/März 2020



Personalauswahl in Berufungsverfahren

Berlin, Dienstag, 11. Februar 2020, 11:00-17:00 Uhr
https://www.dhvseminare.de/index.php?module=010700&event=60

Einsatz digitaler Medien in der Hochschullehre
Mannheim, Dienstag, 11. Februar 2020, 10:00-18:00 Uhr
https://www.dhvseminare.de/index.php?module=010700&event=74

Digitalisierung der Lehre
Mannheim, Mittwoch, 12. Februar 2020, 10:00-17:00 Uhr
https://www.dhvseminare.de/index.php?module=010700&event=78

Praxistraining für Berufungsverhandlungen
Bonn, Donnerstag/Freitag, 13./14. Februar 2020, Donnerstag 11:00 – Freitag 15:30 Uhr
https://www.dhvseminare.de/index.php?module=010700&event=21

Potentiale nutzen! – Bewerbungstraining für Geistes und Sozialwissenschaftlerinnen
Bonn, Donnerstag/Freitag, 13./14. Februar 2020, Donnerstag 9:30 – Freitag 16:30 Uhr
https://www.dhvseminare.de/index.php?module=010700&event=13

Die Steuererklärung für Wissenschaftler/innen
Bonn, Montag, 17. Februar 2020, 11:00-16:00 Uhr
https://www.dhvseminare.de/index.php?module=010700&event=39

Science in plain English
Mannheim, Donnerstag/Freitag, 17./18. Februar 2020, Donnerstag 10:00 – Freitag 16:30 Uhr
https://www.dhvseminare.de/index.php?module=010700&event=82

Befristungsrecht an der Hochschule
Mannheim, Dienstag, 18. Februar 2020, 10:00-17:00 Uhr
https://www.dhvseminare.de/index.php?module=010700&event=88

Der TV-L in der Wissenschaft
Mannheim, Mittwoch, 19. Februar 2020, 10:00-17:00 Uhr
https://www.dhvseminare.de/index.php?module=010700&event=89

Konfliktmanagement an der Hochschule
Berlin, Dienstag/Mittwoch, 25./26. Februar 2020, Dienstag 10:00 – Mittwoch 17:00 Uhr
https://www.dhvseminare.de/index.php?module=010700&event=49

Die Professur - Rechte und Pflichten
Donnerstag, 27. Februar 2020, 10:00-18:00 Uhr
https://www.dhvseminare.de/index.php?module=010700&event=26

Gemeinsame Berufungen
Mannheim, Freitag, 28. Februar 2020, 10:00-17:00 Uhr
https://www.dhvseminare.de/index.php?module=010700&event=24

Charisma-Analyse
Berlin, Dienstag, 3.März 2020, 10:00-18:00 Uhr
https://www.dhvseminare.de/index.php?module=010700&event=109

Forschungsförderung strategisch nutzen
Mannheim, Donnerstag, 5. März 2020, 10:00-18:00 Uhr
https://www.dhvseminare.de/index.php?module=010700&event=54

Humor in der Lehre
Mannheim, Donnerstag/Freitag, 13./14. März 2020,
Donnerstag 10:00 – Freitag 16:00 Uhr
https://www.dhvseminare.de/index.php?module=010700&event=73

Rhetorik in der Lehre
Mannheim, Donnerstag/Freitag, 12./13. März 2020,
Donnerstag 10:00 – Freitag 16:00 Uhr
https://www.dhvseminare.de/index.php?module=010700&event=72

Forschungsmanagement
Bonn, Donnerstag/Freitag, 19./20. März 2020,
Donnerstag 12:00 – Freitag 12:30 Uhr
https://www.dhvseminare.de/index.php?module=010700&event=65

Bewerbung und Berufung – Bewerbungstraining für Natur- und Ingenieurwissenschaftler/innen
Bonn, Donnerstag/Freitag, 26./27. März 2020, Donnerstag 10:00 – Freitag 16:00 Uhr
https://www.dhvseminare.de/index.php?module=010700&event=10

Die aktuelle Seminarbroschüre des Deutschen Hochschulverbandes mit allen Terminen bis Ende 2020 kann kostenlos angefordert werden unter seminare@hochschulverband.de
Alle Termine und Programme finden Sie auch unter www.dhvseminare.de
Termine

Veranstaltung „Vorwürfe ohne Absender. Umgang und Verfahren der Wissenschaft mit (anonymen) Anschuldigungen“ am 20./21. Februar 2020 an der Universität Passau


Der (häufig) anonyme Vorwurf eines faktischen oder insinuierten Fehlverhaltens hat in der Vergangenheit wiederholt zur Zurückhaltung von Forschungspreisen, Auflösung von Arbeitsverhältnissen oder Entfernung aus Führungspositionen geführt.

Das System „Wissenschaft“ ist für anonyme Vorwürfe besonders anfällig, da Forschungsergebnisse in der Regel hochinnovativ und zum Teil spekulativ sind, so dass der Qualität des Forschungsprozesses und der Reputation der Forschenden ein besonderes Gewicht zukommen. Die Schädigung des öffentlichen Ansehens kann deswegen schwerwiegende Konsequenzen für die Betroffenen haben, während ein solches Vorgehen für die Personen, die die Vorwürfe in die Welt setzen, nur mit geringen persönlichen Risiken verbunden ist. Diese Asymmetrie könnte die Austragung von Konflikten mittels anonymer Vorwürfe attraktiv und zu einer bedenkenlos geübten Praxis der Machtausübung machen. Dadurch ist eine erhebliche Gefahr für die Wissenschaftsfreiheit zu befürchten.

Die Universität Passau will das Phänomen „(Anonyme) Anschuldigungen in der Wissenschaft“ mit dieser Tagung thematisieren und analysieren. Dazu scheint ein Diskurs über den Umgang und die Verfahren von wissenschaftlichen Einrichtungen und Organisationen mit solchen „Vorwürfen ohne Absender“ geeignet, der an unterschiedlichen Ebenen ansetzt.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Deutschen Hochschulverband, der Hochschulrektorenkonferenz  und der Forschungsstelle für Wissenschafts- und Hochschulrecht der FAU Erlangen-Nürnberg statt.


Veranstaltung „Freiheit der Wissenschaft? Anspruch und Wirklichkeit eines Grundrechts“

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Wissenschaftsfreiheit ist ein Grundrecht, das freiheitliche Demokratien auszeichnet. In Deutschland hat sie deshalb Verfassungsrang und ist in Wissenschaft und Gesellschaft fest verankert. Dennoch bedarf es immer wieder der Aufmerksamkeit, um Gefährdungen entgegenzutreten, wie aktuelle Beispiele zeigen.

Vor diesem Hintergrund führen die Konrad-Adenauer-Stiftung und der Deutsche Hochschulverband ein gemeinsames Symposium „Freiheit der Wissenschaft? Anspruch und Wirklichkeit eines Grundwertes“ durch.

Neben renommierten Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Hochschulen wirken von politischer Seite u. a. Bundesministerin Anja Karliczek und Schleswig-Holsteins Wissenschaftsministerin Karin Prien mit.

Tagungstermin ist der 12. Februar 2020, 17:00 Uhr bis 20:45 Uhr, Tagungsort die Konrad-Adenauer-Stiftung, Tiergartenstraße 35, in 10785 Berlin.
Weitere Informationen unter:
https://www.kas.de/de/web/politik-und-beratung/veranstaltungen/detail/-/content/freiheit-der-wissenschaft-anspruch-und-wirklichkeit-eines-grundwertes

Publikationen
Dritte erweiterte Auflage
Dirk Siepmann: "Wörterbuch Hochschule. Forschung, Lehre und Management" (Deutsch-Englisch/Englisch-Deutsch) 


Ob Sie "Berufungsleistungsbezüge" oder "Zulassungsbeschränkung" ins Englische übersetzen wollen: Das "Wörterbuch Hochschule" von Dirk Siepmann ist ein verlässliches Nachschlagewerk für alle Bereiche des Hochschullebens.

Dirk Siepmann ist Professor für Fachdidaktik des Englischen an der Universität Osnabrück. Er verfügt über eine jahrzehntelange Erfahrung in Fremdsprachendidaktik, Übersetzungswissenschaft und Lexikographie.

Gebundene Ausgabe, dritte aktualisierte und erweiterte Auflage 2016, 492 Seiten
ISBN: 978-3-944941-02-8
Preis: 19,90 Euro ( für Mitglieder des Deutschen Hochschulverbandes 17,90 Euro) inkl. Porto Inland.

Zu bestellen über: Deutscher Hochschulverband, Rheinallee 18-20, 53173 Bonn, E-Mail: dhv@hochschulverband.de, Fax: 0228-90 266 80.


Lioba Werth/Klaus Sedlbauer:
In Forschung und Lehre professionell agieren


Die Leiter von Lehrstühlen stehen heute vor neuen Herausforderungen. Längst sind sie nicht mehr nur Wissenschaftler, sondern zu Managern geworden. Sie sehen sich gestiegenen Ansprüchen der Studierenden, einer zunehmenden Internationalisierung der Forschungslandschaft, der Beschaffung von Drittmitteln und einer entsprechenden Außendarstellung in der Öffentlichkeit gegenüber.

Mit dem Handbuch "In Forschung und Lehre professionell agieren" haben die Autoren ein Werk geschaffen, das anhand von Checklisten, Vorlagen, Leitfäden und vielen Beispielen aus der Praxis zeigt, wie mit den neuen Anforderungen souverän, professionell und ergebnisorientiert umgegangen werden kann.

Siebte unveränderte Auflage, geb., 100 Abb., 844 Seiten
ISBN: 978-3-924066-97-0
Preis: 79 Euro (für Mitglieder des Deutschen Hochschulverbandes 70 Euro) inkl. Porto Inland.

Zu bestellen über: Deutscher Hochschulverband, Rheinallee 18-20, 53173 Bonn, E-Mail: dhv@hochschulverband.de, Fax: 0228-90 266 80.

Vorschau F&L

Schwerpunkt: Künstliche Intelligenz


Daniel Bellingradt
Eine kleine Kulturgeschichte der Handschrift (in Europa)

Susanne Lin-Klitzing /Cornelia Schwartz
Zum Erwerb einer flüssigen Handschrift in der Schule

Sandra Richter
Welche Rolle spielt die Handschrift im ästhetischen Schaffensprozess? Ein Interview

Uwe Peter Kanning
Graphologie: Von der legitimen Hypothese zur Pseudowissenschaft

u.a.

Weitere Beiträge 

Andrea Abele-Brehm/Karolin Benker-Kuchenreuther
Modell FAU
Erfassung von überfachlichen Kompetenzen in Berufungsverfahren

Hubert Detmer
Sprungbrett oder Trostpreis?
Die „Apl. Prof. “ als Karrierefaktor

u.a.


"Forschung & Lehre" online


Neu entdecken: die neue Website von "Forschung & Lehre", der auflagenstärksten hochschul- und wissenschaftspolitischen Zeitschrift Deutschlands. Im modernen und ­responsiven Design erwarten Sie aktuelle Nachrichten, Hinter­grundberichte, Interviews und Essays zu hochschulpolitischen und -rechtlichen Fragen. Ergänzende Ratgeber informieren über Karriereperspektiven und Karrierepraxis in Hochschule und Wissenschaft. Das alles jederzeit, tagesaktuell und ­optimiert für jedes Endgerät.

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Schauen Sie vorbei auf:

DHV-Ticker

DHV-Gruppe Marburg


(Hell.) In Marburg ist die DHV-Ortsgruppe neu gewählt worden: Professor Hans-Detlef Horn (Fachbereich Rechtswissenschaften) ist als Sprecher der Hochschulverbandsgruppe wiedergewählt worden. Professor Marcel Saß (Fachbereich Evangelische Theologie) ist neu in die Hochschulverbandsgruppe gewählt worden.


Mitgliederwerbung lohnt sich - attraktive Prämien


(Wi.) Sie sind mit dem Deutschen Hochschulverband (DHV) zufrieden? Sie kennen und schätzen Stärken und Vorzüge einer DHV-Mitgliedschaft? Dann empfehlen Sie uns weiter. Im Rahmen der Aktion „Mitglieder werben Mitglieder“ bedankt sich der DHV bei seinen Mitgliedern auch im Jahr 2020 wieder mit attraktiven Prämien für die Gewinnung neuer Mitglieder.

Jedes DHV-Mitglied, das im Jahr 2020 mindestens zwei neue Mitglieder wirbt, erhält eine Prämie nach Wahl (z.B. Beitragsfreiheit für ein Jahr, Gutschein eines DHV-Sponsoringpartners im Wert von 150 Euro u.a.).

Darüber hinaus wird ein Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro an das Mitglied vergeben, das 2020 die meisten Mitglieder wirbt.

Schließlich wird unter allen Mitgliedern, die erfolgreich ein Mitglied im Jahr 2020 geworben haben, ein Laptop im Wert von 500 Euro verlost.

Es lohnt sich also nicht nur, Mitglied zu sein, sondern auch neue Mitglieder zu gewinnen. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage des DHV (https://www.hochschulverband.de/mitglied-werden.html) oder bei der Geschäftsstelle.





Redaktion

Dr. Michael Hartmer

Dr. Matthias Jaroch

presse@hochschulverband.de


Weitere Mitarbeiter dieser Ausgabe: 

Dr. Martin Hellfeier (Hell.)

Angelika Wirth (Wi.)


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