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PLUS
Der DHV-Karriere-Newsletter
Ausgabe 05/2020



Nützliches Wissen für den Berufsalltag von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vom Post-Doc bis zum Institutsleiter. Das ist PLUS, der Karriere-Newsletter des DHV.

PLUS erscheint monatlich. Für alle DHV-Mitglieder oder nach Anmeldung.

Lehrdeputat und Corona
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Lehrdeputat und Corona
Die Corona-Epidemie allein ist kein Grund für eine Lehrdeputatsermäßigung. Das gilt nach geltendem Recht sogar für Lehrende, die wegen des Shutdowns von Schulen und Kitas zusätzliche Betreuungszeiten haben.

Die Lehrverpflichtungsverordnungen sehen allerdings Flexibilitätsmöglichkeiten vor. Beispielsweise muss das Lehrdeputat nicht in jedem Semester die Regelhöchstgrenze erreichen, sondern kann flexibel über eine Anzahl von Semestern hinweg verteilt werden. Darüber hinaus sehen die entsprechenden Rechtsgrundlagen der Länder Sonderregelungen für elektronische Lehre vor.

Zu bedenken ist auch, dass die Überprüfung, ob das individuelle Lehrdeputat tatsächlich erfüllt wurde, im Corona-Semester mit einem weiten Maßstab geprüft werden sollte, solange das Pflichtlehrangebot nach Maßgabe des Studienplans weitestgehend auf die Beine gestellt werden konnte.

Quelle: Justitiariat DHV
WissZeitVG und Corona
© dhv

WissZeitVG und Corona

Das für alle Länder geltende Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) ist vom Bund mit sofortiger Wirkung bis zum 30. September 2020 coronabedingt verändert worden. Die Höchstbefristungsdauer ist um sechs Monate verlängert worden. Der DHV hat das als „Ermöglichungsnovelle“ bezeichnet, weil durch diese Neuregelung allein kein einziger Angestelltenvertrag im Wissenschaftsbereich verlängert wird. Die Hochschulen haben lediglich die Möglichkeit erhalten, Beschäftigungsverhältnisse, die abzulaufen drohen, coronabedingt um sechs Monate zu verlängern. Ein Rechtsanspruch auf die Verlängerung besteht bislang nicht.

Eine entsprechende Regelung für den befristeten Beamtenbereich (insbesondere Juniorprofessuren auf Zeit) fällt in die gesetzliche Zuständigkeit der einzelnen Bundesländer. Der DHV hat die Länder gemahnt, eine entsprechende Regelung für den beamteten Bereich zu erlassen.

Quelle: Justitiariat DHV

Neu im DHV |
Der DHV erweitert sein Webinar-Angebot
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Online-Seminarprogramm
Der DHV erweitert sein Webinar-Angebot


Aufgrund der Entwicklungen rund um die COVID-19-Pandemie bietet der DHV ein erweitertes Online-Seminarprogramm an.

Angeboten werden sowohl Ersatzveranstaltungen für ausgefallene DHV-Seminare und -Workshops als auch neue Webinare.



Ist Prüfung während der Pandemie Dienstpflicht?
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Ist Prüfung während der Pandemie Dienstpflicht?
Die Abnahme von Prüfungen nach Maßgabe von Prüfungsordnungen ist Dienstpflicht. Gilt das aber auch, wenn der Prüfer zur höchsten Risikogruppe der Corona-Pandemie gehört?

Für alle elektronisch abnehmbaren Prüfungen ist die Frage unproblematisch zu bejahen. Die Verpflichtung, mündliche Prüfungen als Präsenzprüfungen durchzuführen, muss die verfassungsrechtlich geschützten Rechtsgüter (Funktionsfähigkeit des Staates und seiner Einrichtungen, Dienst- und Treuepflicht des Beamten, Berufsfreiheit der Studierenden mit einem darunter zu fassenden Prüfungsanspruch, sowie das Recht auf körperliche Unversehrtheit) in Ausgleich bringen. Soweit die vom jeweiligen Bundesland angeordneten Maßnahmen zur Eindämmung von Infektionen im öffentlichen Raum bzw. in öffentlichen Gebäuden eingehalten sind, wird man – je nach Maßgabe der Umstände im Einzelnen – grundsätzlich die Abnahme einer solchen Prüfung für zumutbar erachten müssen. Vertretbar ist aber auch im Sinne der Verhältnismäßigkeit im Falle eines Auswahlermessens der Fakultät, wer als Prüfer eingeteilt wird, Angehörige der Höchstrisikogruppe als Prüfer nachrangig einzusetzen.

Betroffene Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer können notfalls gerichtlichen Schutz gegen eine als unzumutbar betrachtete Prüferbestellung anstrengen.

Quelle: Justitiariat DHV
Prüfung eigener Mitarbeiter
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Prüfung eigener Mitarbeiter
Bei Prüfungen im Bachelor- und Master-Studiengang können aus den persönlichen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Prüfling und Prüfenden Befangenheitsgründe hergeleitet werden. Das Prüfungsverfahren ist dann rechtsfehlerhaft. Enthalten Prüfungsordnungen keine Konkretisierungen der Befangenheitsgründe, greifen die allgemeinen gesetzlichen Verwaltungsvorschriften. Danach ist die Besorgnis der Befangenheit berechtigt, wenn ein Grund vorliegt, der geeignet ist, Misstrauen gegen eine unparteiische Ermittlung und Bewertung der Leistungen des Prüflings zu erwecken.

Bei Zweifeln empfiehlt es sich immer, das Prüfungsamt zu unterrichten. Dieses hat dann zu entscheiden, wie weiter zu verfahren ist und ob sich der Prüfer oder die Prüferin einer Mitwirkung an der Prüfung zu enthalten hat bzw. im laufenden Prüfungsverfahren zu ersetzen ist.

Ob diese Grundsätze auch auf Dissertationsprüfungen uneingeschränkt anwendbar sind, ist umstritten.

Quelle: Justitiariat DHV

Unterversichert?
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Haftpflichtversicherung
Unterversichert?


Sie sind Beamtin oder Beamter, deshalb sind alle Risiken beruflichen Handelns vom Staat gedeckt? Grundsätzlich ja, aber es gibt Lücken, für die über eine zusätzliche Absicherung nachgedacht werden sollte.

Für dienstliches Fehlverhalten, das zu einem Schaden führt, haftet der Beamte grundsätzlich nicht gegenüber Dritten. Aber der Staat kann bei vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Handeln den Beamten in Regress nehmen, wenn der Geschädigte den Staat erfolgreich in Anspruch nehmen konnte. Grobe Fahrlässigkeit scheint ein relativ hoher Maßstab zu sein. Aber wenn zum Beispiel der Dienstschlüssel oder der Laborschlüssel verbaselt wurde und die gesamte Schließanlage ausgetauscht werden muss, kann man schon einmal über grobe Fahrlässigkeit nachdenken.

Unbedingt empfehlenswert ist eine zusätzliche Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung für jede Form der Nebentätigkeit. Insoweit haftet der Beamte auch für leichte Fahrlässigkeit, weil diese Nebentätigkeit in der Regel nicht seine Amtspflicht ist. Sehr schnell kann es zu einer falschen Analyse, einer Probenverwechslung im Labor oder auch nur zum Verlust von Dokumenten kommen. Für die Abdeckung solcher Risiken hat der DHV für seine interessierten Mitglieder einen Rahmenvertrag mit der R+V-Versicherung abgeschlossen.



Quelle: Justitiariat DHV

Professor – ohne apl?
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Professor – ohne apl?
Muss der außerplanmäßige Professor auf dem Briefpapier und im Dienstverkehr stets das „apl“ führen? Diese Frage ist nach Maßgabe des Landesrechtes zu beantworten. Maßgeblich ist das Recht des Landes, das die apl-Professur verliehen hat. Auf das Land, in dem zurzeit gearbeitet wird und damit der Titel „geführt“ wird, kommt es nicht an.

Ein Teil der Länder, z.B. Baden-Württemberg, bestimmt im Landeshochschulgesetz, dass der außerplanmäßige Professor immer als solcher geführt werden muss. Andere Länder, z.B. Nordrhein-Westfalen, erlauben die einheitliche Führung des Titels „Professor“.

Eine andere Frage ist, ob in der Praxis das rechtswidrige Weglassen des „apl“ Konsequenzen zeitigt. Die Praxis – gerade in der Medizin – toleriert weitgehend eine Verkürzung auf „Professor“. Wer sich als Universitätsprofessor angesichts dieser Rechts- und Sachlage abgrenzen will, sollte – was der DHV empfiehlt – die Amtsbezeichnung „Universitätsprofessor“ führen.

Quelle: DHV-Justitiariat
„Nebentäter“
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„Nebentäter“
Ein beamteter Hochschullehrer wird von einer anderen Hochschule gebeten, als Dozent gegen Honorar einen Ausbildungsabschnitt zu betreuen. Bedarf es dafür einer Genehmigung?

Eine zusätzliche Vortragstätigkeit ist eine Nebentätigkeit, allerdings eine nicht genehmigungspflichtige. Allerdings kann es je nach Bundesland notwendig sein, vor Aufnahme dem Dienstherrn unter Angabe der voraussichtlichen Höhe der Entgeltvorteile eine schriftliche Anzeige zu übermitteln. Soweit es sich nicht um eine Vergütung im öffentlichen Dienst desselben Bundeslandes handelt, ist das Honorar in aller Regel nicht abzuführen.

Quelle: DHV-Justitiariat

Transferierbarkeit von Drittmitteln
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Komplex
Transferierbarkeit von Drittmitteln


Können laufende Drittmittelprojekte im Falle der Berufung an die neue Universität „mitgenommen“ werden? Sind es DFG-Mittel, ist der Mitnahmewunsch der DFG anzuzeigen. Die DFG wird ihm in der Regel zustimmen. Auch die abgebende Hochschule, die die Drittmittel bisher verwaltet hat, muss dem Transfer zustimmen. Das wird sie nur insofern tun, als Drittmittel nicht durch Arbeitsverträge gebunden sind. 

Sind von den Drittmitteln Gerätschaften finanziert worden, sind diese in das Eigentum der Hochschule gelangt. Sollen sie transferiert werden, bedarf es des Einverständnisses des Eigentümers Hochschule. Mitunter will die abgebende Universität von der aufnehmenden Universität für die Übernahme der Geräte einen Kaufpreis. Einen Rechtsanspruch auf Eigentumsübertragung haben weder die aufnehmende Hochschule noch der einzelne Hochschullehrer oder die einzelne Hochschullehrerin. Daraus folgt, dass der gesamte Vorgang Gegenstand von Berufungsverhandlungen sein sollte. 

Näheres findet sich in Drittmittelleitfäden der DFG und der einzelnen Hochschulen (z. B. Universitätsklinika Tübingen)



Quelle: DHV-Justitiariat

Forschungsprojekt als Sonderurlaub
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Forschungsprojekt als Sonderurlaub
Die Durchführung eines von Dritter Seite finanzierten Forschungsprojekts ist in der Regel für beamtete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Haupttätigkeit. In gesondert gelagerten Fällen kann die Drittmitteltätigkeit auch im Wege des Sonderurlaubs durchgeführt werden. Der Sonderurlaub wird in den Hochschulgesetzen in Verbindung mit den Urlaubsverordnungen geregelt (bspw. Art. 3 Abs. 1 BayHSchPG i.V.m. § 13 Abs. 2 Bayer. Urlaubs- und Mutterschutzverordnung). Diese sehen regelmäßig die Möglichkeit vor, dass während des Sonderurlaubs – bei Einvernehmen der zuständigen Ministerien – die Dienstbezüge weiterhin gewährt werden können.

In diesem Fall ist die Beurlaubung für ein fremdes Forschungsprojekt auch ruhegehaltfähige Dienstzeit. Bei einer Beurlaubung ohne Dienstbezüge gilt dies nur dann, wenn spätestens bei Beendigung der Beurlaubung schriftlich zugestanden wird, dass der Sonderurlaub dienstlichen Interessen oder öffentlichen Belangen dient. Bei einer Sonderbeurlaubung für wissenschaftliche Zwecke sollte dies regelmäßig zugestanden werden. Die Gewährung des Sonderurlaubs als ruhegehaltsfähige Dienstzeit ist unabhängig davon, ob sich die Wissenschaftlerin oder der Wissenschaftler in einem Beamtenverhältnis auf Zeit oder auf Lebenszeit befindet.

Quelle: DHV-Justitiariat
Fahrt zur Familie als Dienst
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Fahrt zur Familie als Dienst
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Familienwohnung in größerer Entfernung zur Hochschule haben nicht selten am Hochschulstandort oder in dessen Nähe noch eine Unterkunft.

Als Beamte sind auch Wissenschaftler gehalten, von der zur Dienststelle nächsten Wohnung aus ihre Fahrt zur Hochschule zu machen, wenn sie unter dem Schutz eines Dienstunfalls stehen soll. § 31 Absatz 2 des Beamtenversorgungsgesetzes macht von dieser Regel jedoch eine Ausnahme und bezieht die Fahrt von und zur Familienwohnung in den Dienstunfallschutz mit ein.

Auch der Kindergartenumweg gilt noch als „Dienst“. Voraussetzung ist, dass sich der Umweg in einem vertretbaren Umfang hält. Dies wird regelmäßig anerkannt, wenn die unmittelbare Fahrt zur bzw. von der Dienststelle nicht über ein Drittel erweitert wird.
In jedem Fall sollte ein Dienstunfall unmittelbar gemeldet werden, weil Fristen zu beachten sind, damit Unfallfürsorgeansprüche entstehen können. Nach Anerkennung eines Dienstunfalls kann ein Antrag auf Kostenerstattung geltend gemacht werden.

Quelle: DHV-Justitiariat

Kita-Notbetreuung – Wer ist systemrelevant?
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Verordnungen der Bundesländer
Kita-Notbetreuung – Wer ist systemrelevant?


Kinder von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern können zurzeit in Kindertageseinrichtungen betreut werden, wenn sie der Personensorge mindestens einer Person unterliegen, die beruflich in einem sogenannten systemrelevanten Tätigkeitsbereich arbeitet. Darüber hinaus können auch Alleinerziehende, die erwerbstätig sind oder sich in der Abschlussprüfung befinden, die Notbetreuung in Anspruch nehmen. Das Nähere regeln Verordnungen der Bundesländer, beispielsweise in Nordrhein-Westfalen die Coronabetreuungsverordnung vom 27. April 2020.

Von allen Tätigkeiten in der Hochschule und in wissenschaftlichen Einrichtungen gehören in NRW nur solche zum privilegierten Kreis, die für den Betrieb von sicherheitsrelevanten Einrichtungen und für unverzichtbare Aufgaben zuständig sind oder Forschung und Entwicklung in der jeweiligen Krisenlage umfassen. In jedem Fall unterliegen Universitätsklinika und Medizinische Fakultäten der Privilegierung.

Allerdings sind die weiteren Hürden hoch: Die Entscheidung zur Aufnahme in ein Kindertagesbetreuungsangebot treffen die Leitungen der jeweiligen Einrichtungen. Zwingende weitere Voraussetzungen für diese Entscheidung sind:

•   Eine andere Betreuung kann nicht anderweitig verantwortungsvoll organisiert werden oder eine Ermöglichung flexibler Arbeitszeiten oder Arbeitsgestaltungen (Homeoffice) kann nicht gewährleistet werden.

•   Nachweis, dass mindestens ein Elternteil nicht in der Lage ist, die Betreuung zu übernehmen.

•   Schriftliche Erklärung des Arbeitgebers, dass die Präsenz des jeweiligen Elternteils am Arbeitsplatz für das Funktionieren des jeweiligen Bereichs oder Betriebs zwingend notwendig ist (Unabkömmlichkeit). Selbständige können eine Eigenerklärung abgeben.



Quelle: DHV-Justitiariat

Tipps für die digitale Lehre
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Tipps für die digitale Lehre
Das Hochschulforum Digitalisierung hat eine Informationsseite „Hochschulen und Corona: Was jetzt?“ eingerichtet. Hier finden Lehrende nützliche Hinweise, wie sie ihre Lehre trotz gesperrter Hörsäle aufrechterhalten können, oder Antworten zu Rechtsfragen und zum Datenschutz für digitale Lehr- und Prüfungsformate. Neben Linksammlungen zu Leitfäden und Tipps für konkretes Vorgehen in Zeiten geschlossener Lehreinrichtungen bietet das Hochschulforum auch eine Auswahl zahlreicher Tools für die Umsetzung digitalisierter Lehre. Zusätzlich schafft das Hochschulforum auf der internen Kommunikationsplattform Mattermost einen Raum, in dem sich Hochschullehrende unmittelbar über ihre Lehrerfahrungen in der Corona-Sondersituation austauschen können.

Das Hochschulforum Digitalisierung ist eine gemeinsame Initiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, des CHE Centrum(s) für Hochschulentwicklung und der Hochschulrektorenkonferenz. Gefördert wird es vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Quelle: Hochschulforum Digitalisierung
Corona-Pandemie: Aktuelle Fristverlängerungen
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Corona-Pandemie: Aktuelle Fristverlängerungen
Die Corona-Pandemie hat starke Auswirkungen auf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler: Forschungsreihen können nicht durchgeführt werden, Reisen nicht angetreten werden, im Home-Office bleibt neben Arbeit, Kinderbetreuung oder Pflege kaum Zeit zur Antragsstellung für neue Projekte. Viele nationale und internationale Förderer reagieren darauf und passen ihre Richtlinien an. Zu den aktuellen Informationen:

•   Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

•   Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und Projektträger

•   EU-Kommission

•   Volkswagenstiftung

•   Alexander von Humboldt-Stiftung

Quelle: PLUS-Redaktion

Wissenschaftler in Wikipedia
© wikimedia foundation
Relevanzkriterien
Wissenschaftler in Wikipedia


Eine Aufnahme in Wikipedia, dem am häufigsten genutzten Nachschlagewerk der Welt, gilt vielen als prestigeträchtig. Die Versuchung, über sich selbst zu schreiben, mag groß sein. Sie ist in der Regel jedoch keine gute Idee, wenngleich eine Selbstdarstellung auf der Plattform prinzipiell nicht ausgeschlossen ist. Wikipedia schreibt über sich selbst, kein allgemeines Personen-, Vereins-, Organisationen- oder Unternehmensverzeichnis zu sein. Deshalb gibt es hohe Hürden für einen Eintrag: Artikel müssen neutral formuliert und mit aussagekräftigen Quellen belegt sein. Nur solche, die als „enzyklopädisch relevant“ eingestuft werden, haben eine Chance aufgenommen zu werden. Relevanz kann eine lebende Person beispielsweise für sich beanspruchen, wenn sie in einem anerkannten biographischen Nachschlagewerk (etwa Munzinger-Archiv, Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender, Deutsches Biographisches Archiv) verzeichnet ist.

Berechtige Hoffnungen auf einen Eintrag können sich auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler machen. Das gilt insbesondere, wenn sie Hochschulen leiten, Professorinnen und Professoren anerkannter Einrichtungen oder Trägerinnen und Träger renommierter Wissenschaftspreise sind. Aber auch hier muss der Eintrag erst die engmaschigen Kontrollmechanismen der sehr agilen und gegenüber Selbstvermarktung besonders kritischen Wikipedia-Community erfolgreich durchlaufen. Allein die einzelnen Stationen des Lebenslaufs aufzuzählen, genügt nicht. Vielmehr muss im Artikel auch die Bedeutung der Arbeit einer Wissenschaftlerin oder eines Wissenschaftlers deutlich werden: Die Fallstricke für den selbstverfassten biographischen Eintrag bleiben also groß.



Quelle: Wikipedia

Noether-Programm reagiert auf Corona
©  dfg
DFG Förderung
Noether-Programm reagiert auf Corona


Das Emmy Noether-Programm eröffnet besonders qualifizierten Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit, sich durch die eigenverantwortliche Leitung einer Nachwuchsgruppe über einen Zeitraum von sechs Jahren für eine Hochschulprofessur zu qualifizieren. Aufgrund der Covid-19-Pandemie und der damit verbundenen Arbeitseinschränkungen verlängert die Deutsche Forschungsgemeinschaft nun die individuellen Antragsfristen, die bis zum Jahresende 2020 ablaufen werden, um pauschal drei Monate.

Ab 1. Juli 2020 wird zudem die Anrechnung von Kinderbetreuungszeiten auf die Antragsfrist im Emmy Noether-Programm geändert. Ab diesem Zeitpunkt werden Zeiten der Kinderbetreuung innerhalb der Frist für Wissenschaftlerinnen mit pauschal zwei Jahren pro Kind angerechnet, während Wissenschaftlern pauschal ein Jahr pro Kind angerechnet wird. Mit entsprechendem Nachweis von Kinderbetreuungszeiten, die über ein Jahr hinausgehen, ist auch für Wissenschaftler eine Fristverlängerung bis zu zwei Jahre pro Kind möglich. Die maximale Verlängerung der Antragsfristen aufgrund von Kindererziehung ist auf sechs Jahre begrenzt.


Coachingecke
Führung und Gesundheit
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Einstellungsformalitäten
Führung und Gesundheit


Der Ruf auf die Professur ist angenommen. Jetzt müssen die Einstellungsformalitäten erledigt werden. Insbesondere für die Verbeamtung ist ein polizeiliches Führungszeugnis vorzulegen. Im Inland wird das Führungszeugnis beim Einwohnermeldeamt beantragt. Beim Bundesamt für Justiz kann das Führungszeugnis auch online und damit aus dem In- und Ausland beantragt werden.

Für das ebenfalls für eine Verbeamtung notwendige Gesundheitszeugnis ist der Amtsarzt des Gesundheitsamtes am Wohnort aufzusuchen. Bei einem ständigen Wohnsitz der Berufenen im Ausland kann ein amtsärztliches Gesundheitszeugnis der Vertrauensärztin/des Vertrauensarztes der zuständigen Auslandsvertretung der Bundesrepublik Deutschland vorgelegt werden. Den Kontakt zum Arzt stellt die Deutsche Botschaft im Ausland oder das Konsulat her. Das amtsärztliche Zeugnis muss die Feststellung enthalten, dass der Bewerber oder die Bewerberin gesundheitlich als Hochschullehrer oder Hochschullehrerin geeignet ist. Liegen Vorerkrankungen oder chronische Erkrankungen vor, ist es hilfreich, ein positives Votum des behandelnden Arztes oder der Ärztin dem amtsärztlichen Dienst vorzulegen, aus dem hervorgeht, dass die Vorerkrankung ausgeheilt oder die chronische Erkrankung derart gut behandelt wird, dass eine dienstliche Beeinträchtigung nicht zu erwarten ist.

Auch für die Begründung eines Angestelltenverhältnisses kann ein Gesundheitszeugnis verlangt werden. Viele Hochschulen machen von diesem Recht aber keinen Gebrauch.


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