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Newsletter 5/2020



Inhaltsverzeichnis:

Hochschulpolitik Karriere Barometer Recht aktuell Personalia Vermischtes DHV-Seminare

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Hochschulpolitik

Kempen: "Viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Kindern zurzeit völlig überfordert"


Der Deutsche Hochschulverband (DHV) hat einen umfassenden Maßnahmenkatalog vorgelegt, um die Auswirkungen abzumildern, die die Covid-19-Pandemie auf Forschung und Lehre hat.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf befristeten Qualifikationsstellen sollten auf Antrag einen Anspruch auf Verlängerung von mindestens sechs Monaten erhalten, wenn sie glaubhaft darlegen könnten, dass Arbeits- und Qualifikationsverzögerungen coronabedingt seien. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit Betreuungspflichten von Kindern sollten ohne weiteren Nachweis einen Rechtsanspruch auf Verlängerung ihrer befristeten Verträge und ihrer Evaluationsfristen bekommen. Solange eine Kita-Notbetreuung von der beruflichen Tätigkeit der Eltern abhängig gemacht werde, müssten auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler außerhalb der Universitätsklinika und der Medizinischen Fakultät in den Kreis der Antragsteller aufgenommen werden können.

Fristenanpassungen müssten auch für (beamtete) Juniorprofessorinnen und -professoren vorgenommen werden. „An dieser Stelle sind die Länder am Zug“, betonte DHV-Präsident Professor Bernhard Kempen. „Sie müssen die Verlängerungsoption von bis zu sechs Monaten nutzen, die die Ergänzung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes für Beschäftigungsverhältnisse mit Qualifizierungsaufgaben vorsieht, indem den Betroffenen ein Rechtsanspruch garantiert wird.“ Gerade für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Qualifikationsphase könne eine über Folgesemester hinweg verteilte, reduzierte Lehrverpflichtung einen konstruktiven Beitrag dazu leisten, coronabedingte Nachteile in der wissenschaftlichen Karriere zu kompensieren.

Kempen forderte alle Bundesländer dazu auf, die gesetzlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass in Prüfungsordnungen bislang vorgeschriebene Prüfungsformate durch andere Prüfungsformate ersetzt werden können. Nach nordrhein-westfälischem Vorbild solle die Änderung der Prüfungsordnungen und der Rahmenprüfungsordnungen im Benehmen mit dem zuständigen Fachbereichsrat durch die Rektorate vorgenommen werden und unter dem Vorbehalt stehen, dass die Fachbereiche die Entscheidung der Rektorate über eine Änderung der Prüfungsordnungen durch eigenen Beschluss jederzeit ersetzen können.
Zum Maßnahmenkatalog:
https://www.hochschulverband.de/pressemitteilung.html?&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=339&cHash=0c1bd6e0f7e472aab0a9e14995fa0ee1

Mehr Rücksicht auf junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Quelle: istockphoto.com

Mehrere hundert Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben sich in einem offenen Brief gegen eine Benachteiligung von jüngeren Forschenden, viele von ihnen mit Kindern, gewandt. Ihre Interessen würden in der aktuellen Covid-19-Pandemie nicht ausreichend gehört. Deshalb wollen sie stärker in die politischen Entscheidungen eingebunden werden.


„Die aktuellen Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen treffen gerade Eltern mit maximaler Härte“, schreiben die Verfasserinnen und Verfasser, die nach eigenen Angaben in unterschiedlichen Bereichen forschen und zwischen 25 und 50 Jahre alt sind. Die Betreuung eines kleinen Kindes sei eine Vollzeitaufgabe. Pro Familie falle ein Erwachsener für die Arbeit weitgehend aus. Besonders Frauen würden in das traditionelle Rollenmodell zurückgedrängt und stellten ihre Karriere hinter häuslichen Aufgaben zurück, die Zahl der eingereichten Publikationen von Frauen sinke. Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner des Briefs fordern unter anderem, „der Wiederöffnung von Kitas und Kindergärten in Kleingruppen mehr Priorität zu geben“. Auch müsse bei der Zusammensetzung von Expertengremien stärker auf die Altersstruktur und den Geschlechterproporz geachtet werden.
https://drive.google.com/file/d/1ed6527usfoALbtESKDc07LUS02n79zLa/view


HRK für vollständiges Online-Semester


Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat vor einer übereilten und nicht leistbaren Wiederaufnahme des Präsenzbetriebs an den Hochschulen in Deutschland gewarnt. „Es ist zwar im Grundsatz sehr positiv, dass wir in unserer Gesellschaft wieder mehr Handlungsmöglichkeiten bekommen. Es macht aber aus vielen Gründen wenig Sinn, nun in Wochenfrist wieder einen umfassenden Präsenzbetrieb an den Hochschulen vorzusehen“, erklärte HRK-Präsident Professor Peter-André Alt. Zum einen stünden die räumlichen Möglichkeiten für die unabdingbare Einhaltung der Hygieneregelungen den meisten Hochschulen im notwendigen Umfang gar nicht zur Verfügung. Zum anderen könnten Präsenz- und Online-Betrieb nicht beliebig und kurzfristig gegeneinander ausgetauscht werden. Es wäre daher empfehlenswert, den Präsenzbetrieb nur für Praktika und Übungen zu starten, die digital nicht ersetzt werden können, so die HRK weiter.


Bund und Länder hatten am 7. Mai 2020 beschlossen, angesichts eines rückläufigen Infektionsgeschehens weitere Öffnungen des gesellschaftlichen Lebens zu ermöglichen und den Großteil der inhaltlichen Entscheidungen den Ländern zu übertragen. In einzelnen Ländern wird eine sehr weitgehende und rasche Wiedereröffnung des Präsenzbetriebs an den Hochschulen erwogen. „Auch mit Blick auf die gesellschaftliche und individuelle Planung ist ein schrittweises Vorgehen dringend angeraten. Gerade die Studierenden haben sich weitgehend auf den digitalen Betrieb eingestellt und die entsprechenden Vorkehrungen getroffen, sich zum Teil übergangsweise örtlich verändert. Es wäre in dieser Übergangszeit nun ein problematisches Signal, bei dieser großen und wichtigen gesellschaftlichen Gruppe falsche Erwartungen zu wecken“, betonte Alt.
https://www.hrk.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/meldung/hrk-sommersemester-2020-weiter-als-online-semester-durchfuehren-rueckkehr-zu-praesenzlehre-nur-schri/


Digitales Sommersemester: Hochschulleitungen sehen sich gut gerüstet



Knapp 90 Prozent der Hochschulen fühlen sich gut oder eher gut gerüstet, den Semesterstart übergangsweise mit digitalen Lehrveranstaltungen zu organisieren. Selbst für den Fall, dass im gesamten Sommersemester keine regulären Präsenzveranstaltungen und Prüfungen möglich sein sollten, können drei Viertel der Lehrveranstaltungen und knapp zwei Drittel der Prüfungen digital durchgeführt werden. Das geht aus einer Sonderbefragung des Hochschul-Barometers des Stifterverbandes und der Heinz Nixdorf Stiftung unter 168 Hochschulen hervor.

Mehr als 90 Prozent der Hochschulen empfinden die aktuelle Situation auch als Chance, sich im Bereich digitalen Lernens und Lehrens langfristig besser aufzustellen. Gefragt, wo sie dringend finanzielle Unterstützung benötigen, erklären die Hochschulleitungen, dass sie fast die Hälfte zusätzlicher finanzieller Mittel in den Ausbau ihrer IT-Infrastruktur und IT-Ausstattung investieren würden. Sie würden jeden vierten Euro für den personellen und technischen Ausbau des mediendidaktischen Supports und im Bereich E-Learning einsetzen. Zu etwa gleichen Teilen würden die Hochschulen zusätzliche finanzielle Mittel für den Aufbau digitaler Beratungs- und Betreuungsangebote für Studierende (15 Prozent) sowie für die Anschaffung von Software-Lizenzen (16 Prozent) ausgeben.

Neben finanzieller Unterstützung wünschen sich die Hochschulen laut Studie auch eine Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen für digitale Prüfungen. Dies gaben 85 Prozent der Hochschulen an. Nur sieben Prozent der Hochschulen sprachen sich für ein sogenanntes „Nicht-Semester“ (vgl. Newsletter 4/2020) aus.
https://www.hochschul-barometer.de/


Wachsendes Vertrauen in die Wissenschaft



Das generelle Vertrauen in Wissenschaft und Forschung ist vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie deutlich gestiegen. Während in den vergangenen Jahren rund die Hälfte der Befragten angab, eher oder voll und ganz in Wissenschaft und Forschung zu vertrauen, erklären dies inzwischen fast drei Viertel. Das geht aus Ergebnissen einer repräsentativen Sonderumfrage im Auftrag der Initiative „Wissenschaft im Dialog“ (WiD) hervor, für die Mitte April rund 1.000 Menschen in Deutschland telefonisch vom Institut „Kantar“ befragt worden sind.


81 Prozent der Deutschen stimmten demnach der Aussage voll und ganz oder eher zu, dass politische Entscheidungen im Umgang mit dem neuartigen Coronavirus auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen sollten. Bei der Frage, ob Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sich selbst in die Politik einmischen sollten, liefert das Wissenschaftsbarometer ein gemischtes Stimmungsbild: 39 Prozent sahen dies als Aufgabe der Wissenschaft, 26 Prozent waren unentschieden und 32 Prozent der Befragten sagten, dass sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nicht in die Politik einmischen sollten. Kontroversen zwischen Forschenden bewertete die Bevölkerung dagegen in Zeiten der Covid-19-Pandemie eher positiv: Rund zwei Drittel der Befragten teilten die Auffassung, dass Kontroversen zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hilfreich seien, damit sich gesicherte Ergebnisse durchsetzen.
https://www.wissenschaft-im-dialog.de/projekte/wissenschaftsbarometer/wissenschaftsbarometer-corona-spezial/


Überbrückungshilfen für Studierende

Quelle: istockphoto.com

Bundesministerin Anja Karliczek hat schnelle finanzielle Hilfe für Studierende angekündigt, die durch die Covid-19-Pandemie ihre Einkünfte durch Nebenjobs verloren haben. Vom 8. Mai 2020 bis März 2021 können Studierende bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau online ein zinsloses Darlehen in Höhe von bis zu 650 Euro pro Monat beantragen. Für ausländische Studierende ist dies ab Juli 2020 möglich. Insgesamt steht laut Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ein Darlehensvolumen von bis zu einer Milliarde Euro hierfür bereit. Für akute Notfälle sollen Studierende zudem unmittelbar „nichtrückzahlbare“ Unterstützung aus einem Sonder-Nothilfefonds erhalten. Dem Deutschen Studentenwerk stellt das BMBF dafür 100 Millionen Euro zur Verfügung.


Beim BAföG und bei den Stipendien der Begabtenförderungswerke hat das Bundesministerium bereits zuvor Erleichterungen vorgenommen. So sollen BAföG-Geförderte u.a. ihre Ausbildungsförderung bis auf Weiteres auch erhalten, wenn der Lehrbetrieb an Schulen und Hochschulen wegen der Covid-19-Pandemie zeitweilig ausgesetzt ist. Promotionsstipendien der Begabtenförderungswerke können um bis zu ein Jahr verlängert werden, wenn die Stipendiatinnen und Stipendiaten glaubhaft machen, dass ihre Dissertation wegen der Corona-Pandemie Verzögerungen erlitten hat.
https://www.bmbf.de/de/karliczek-wir-mildern-die-corona-beeintraechtigungen-fuer-studierende-und-wissenschaft-ab-11331.html


Sorge um Kürzungen der EU-Förderung


„Freunde des ERC“ haben nach einem Bericht der „University World News“ ihre Sorge vor einer Budgetkürzung für den Europäischen Forschungsrat (ERC) geäußert. In dem offenen Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, EU-Ratspräsident Charles Michel und EU-Parlamentspräsident David Maria Sassoli forderten sie, das ERC-Budget in den kommenden sieben Jahren auf bisherigem Niveau zu halten.


„Angesichts der aktuellen europäischen Debatte zum nächsten mehrjährigen Finanzrahmen gibt es bedeutenden Grund, eine Kürzung über alle Bereiche von Horizon Europe zu befürchten, und wir gehen davon aus, dass dies auch den ERC beeinflussen würde“, heißt es in einem Brief, der in einer Online-Petition mitunterzeichnet werden kann. Zu den Erstunterzeichnern gehören Nobelpreisträger, Hochschulrektorinnen und –rektoren sowie führende Professorinnen und Professoren aus Norwegen, Schweden, Island, Finnland, Dänemark, Österreich, Deutschland und den Niederlanden.
Zum offenen Brief und zur Online-Petition:
https://friendsoftheerc.w.uib.no/files/2020/04/Open-letter-Friends-of-the-ERC.pdf


https://www.change.org/p/council-of-the-european-union-protect-the-european-research-council-in-the-eu-budget?utm_source=share_petition&utm_medium=custom_url&recruited_by_id=092d77a0-700a-11ea-b562-cbdb09e9eb7f


Noten-Bonus bei schlechterem Abitur

Quelle: istockphoto.com

Der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes, Professor Bernhard Kempen, hat einen Noten-Bonus für den Fall gefordert, dass das diesjährige Abitur infolge der Covid-19-Pandemie schlechter ausfallen sollte als im Durchschnitt der letzten Jahre. „Für den Abiturjahrgang 2020 darf kein Nachteil entstehen“, erklärte Kempen gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es gelte, die besonderen Bedingungen zu berücksichtigen, unter denen das Abitur in diesem Jahr stattfinde. Das neuartige Coronavirus dürfe nicht den Lebenslauf eines ganzen Jahrgangs abwerten.


„Sollten die Leistungen der Schüler am Ende signifikant schlechter ausfallen als im Durchschnitt der letzten Jahre, dann erwarte ich einen Nachteilsausgleich“, so der DHV-Präsident weiter. „Alles andere wäre ungerecht.“ Sollten zum Beispiel die Abiturnoten 2020 im Schnitt 0,4 oder 0,5 Punkte schlechter sein, müssten die Schüler einen Bonus bekommen. Dazu sei es nicht nötig, die Abitur-Zeugnisse zu ändern. „Denkbar wäre zum Beispiel, dass die Hochschulen bei den zulassungsbeschränkten Fächern einen angemessenen Bonus gewähren.” Dazu müssten sich die Länder und die Hochschulrektoren auf eine bundesweit einheitliche Regelung einigen.
https://www.waz.de/politik/coronavirus-wie-abiturienten-den-ausnahmezustand-erleben-id229088179.html


Digitalpakt für Hochschulen


Hessen will die Hochschulen im Land mit einem Digitalpakt fit für die Zukunft machen. Die Initiative sieht nach Angaben von Wissenschaftsministerin Angela Dorn bis einschließlich des Jahres 2024 eine Unterstützung von insgesamt 112 Millionen Euro vor. Vor dem Hintergrund des Hacker-Angriffs auf die Universität Gießen (vgl. DHV-Newsletter 12/2019 und 1/2020) wird ein wichtiger Bestandteil auf der Digitalisierung der Hochschulverwaltung liegen.

Weil das Sommersemester 2020 wegen der Corona-Pandemie ausschließlich mit Online-Vorlesungen begonnen hat, haben das Land und die Hochschulen nach Angaben von Dorn vereinbart, den Schwerpunkt auch finanziell auf Online-Lehre und die durch Covid-19 nötigen Anpassungen zu legen. Die ersten Mittel aus dem Digitalpakt sollen daher gezielt etwa für zusätzliche Streaming-Kapazitäten, die Ausstattung für videobasierte Lehrveranstaltungen sowie einen Notfonds für studentisches Arbeitsmaterial eingesetzt werden.
https://wissenschaft.hessen.de/presse/pressemitteilung/land-staerkt-hessens-hochschulen-im-digitalpakt-mit-112-millionen-euro-fuer-die-zukunft


Öffnung des Promotionsrechts für Fachhochschulen

 

Der Landtag von Sachsen-Anhalt hat am 7. Mai 2020 eine Novelle des Hochschulgesetzes verabschiedet. Diese schafft unter anderem die gesetzliche Grundlage dafür, dass die vier Hochschulen für angewandte Wissenschaften im Land für ihre forschungsstarken Fachbereiche das Promotionsrecht zuerkannt bekommen können. Nach Hessen und Nordrhein-Westfalen ist Sachsen-Anhalt damit das dritte Bundesland, das das Promotionsrecht für Fachhochschulen öffnet.


Um Professuren noch schneller besetzen zu können, wird das Berufungsrecht nunmehr vollständig auf die Hochschulen übertragen; eine Zustimmung des Wissenschaftsministeriums zum konkreten Berufungsvorschlag ist künftig nicht mehr erforderlich. Ebenso können Hochschulen jetzt schneller und flexibler auf Abwerbeangebote für ihre Professorinnen und Professoren reagieren.


Ein weiteres wichtiges Ziel des neuen Gesetzes ist die Verbesserung der Gleichstellung von Frauen und Männern an Hochschulen. Dafür soll die Besetzung von Gremien und Kommissionen nach dem Grundsatz der paritätischen Repräsentanz erfolgen. Bei der Berücksichtigung von Berufungsvoraussetzungen können künftig auch Zeiten von Kindererziehung und Pflege Beachtung finden. Darüber hinaus erhalten die Gleichstellungsbeauftragten der Fachbereiche ein aktives Stimmrecht in den Berufungskommissionen.


Mit dem neuen Gesetz werden zudem die Mitwirkungsrechte der Hochschulgruppen gestärkt, Ausgründungen und wirtschaftliche Beteiligungen erleichtert sowie Gebühren für Langzeitstudierende abgeschafft.
https://mw.sachsen-anhalt.de/news-detail/news/landtag-beschliesst-neues-hochschulgesetz-willingmann-bedeutender-meilenstein-fuer-die-wissenscha/


Lob und Kritik an Koalitionsverhandlungen


SPD und Grüne haben sich in ihren Koalitionsverhandlungen im Bereich Wissenschaft auf eine Erhöhung der Mittel für die Hochschulen geeinigt. Das vermeldet das „Hamburger Abendblatt“. Demnach soll es künftig einen jährlichen Ausgleich für Tarifsteigerungen
und Inflation von maximal zwei Prozent geben. Außerdem sollen weitere Mittel unter anderem für Neubauten und Gebäudesanierung bereitgestellt werden, so dass man auf Steigerungen von jährlich mehr als drei Prozent komme.

Der Landesverband Hamburg im Deutschen Hochschulverband (DHV) sieht in den Ergebnissen der Koalitionsverhandlungen Licht und Schatten. „Die Entscheidung, die Finanzierung der Hamburger Wissenschaft zu verbessern, ist richtig und wichtig. Das Koalitionsergebnis, einen jährlichen Ausgleich für Tarifsteigerungen und Inflation von bis zu zwei Prozent vorzusehen, weist in die richtige Richtung und bedeutet eine erste Abkehr vom Schrumpfkurs der letzten sieben Jahre, bei der die Wachstumsrate der Budgets auf 0,88 Prozent begrenzt war“, erklärte der Landesverbandsvorsitzende Professor Peter Burger. „Das nunmehr vorgelegt Resultat bleibt aber leider immer noch weit hinter den tatsächlichen Erfordernissen zurück. Für die Universität Hamburg wird sich beispielsweise ab dem Jahr 2021 weiterhin eine jährliche Deckungslücke von 30 Millionen Euro ergeben, die nicht gestopft werden wird. Das ist enttäuschend.“


Neustrukturierung in Koblenz, Landau und Kaiserslautern


Die geplante Umstrukturierung der Universitätsstandorte Koblenz, Landau und Kaiserslautern wird konkreter. Am 12. Mai 2020 beschloss das rheinland-pfälzische Kabinett den Gesetzentwurf, der das weitere Vorgehen regelt.


Demnach wird die bisherige Universität Koblenz-Landau zum 1. Januar 2023 getrennt. Während Landau mit der TU Kaiserslautern zur neuen Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität (RPTU) verschmilzt, wird Koblenz eigenständig. Falls es bei der Entstehung der RPTU zu Verzögerungen kommen sollte, ist ein Puffer von maximal zwei Jahren vorgesehen. Der Mainzer Verwaltungsstandort der Noch-Universität Koblenz-Landau wird Ende 2024 aufgelöst.


Die Präsidenten der Universität Koblenz und der RPTU sollen den Planungen zufolge zum 1. Januar 2023 neu gewählt werden. Dafür werden schon im Vorfeld Senate und Hochschulräte der beiden neustrukturierten Hochschulen gebildet. Wenn im Fall der RPTU die Grund- und Wahlordnungen nicht rechtzeitig stehen sollten, wird eine Übergangsstruktur mit zwei Campus-Präsidenten in Kaiserslautern und Landau greifen, die dann eine gleichberechtigte Doppelspitze auf Zeit bilden.
https://mwwk.rlp.de/de/service/pressemitteilungen/detail/news/News/detail/ministerrat-beschliesst-gesetzentwurf-zur-neustrukturierung-der-universitaetsstandorte-in-kaiserslaute/


Standorte für 50 neue KI-Professuren



Im Wettbewerb um 50 Professuren für Künstliche Intelligenz (KI) an bayerischen Hochschulen hat die zuständige Kommission ihre Auswahl getroffen. Mit sieben Professuren erhält die Universität Bamberg demnach die meisten Lehrstühle im Wettbewerb. Unter den Hochschulen für angewandte Wissenschaften waren die TH Deggendorf, die OTH Regensburg und die HAW Coburg mit jeweils mindestens zwei Professuren besonders erfolgreich. Darüber hinaus konnten sich zwei Kunsthochschulen – die HFF München und die Hochschule für Musik Nürnberg – durchsetzen.

Insgesamt 175 Bewerbungen hatten Bayerns Hochschulen in dem Wettbewerb eingereicht, die von einer 18-köpfigen Expertenkommission ausgewertet wurden. Die Stellen komplettieren das von Ministerpräsident Markus Söder in der Hightech-Agenda angekündigte Forschungsnetzwerk zur Künstlichen Intelligenz in Bayern.

„Im Ergebnis erhalten alle bayerischen Universitäten jeweils mindestens zwei neue KI-Professuren", erklärte Wissenschaftsminister Bernd Sibler am 15. Mai 2020 in München. Für den Aufbau der Professuren stehen 600 Millionen Euro zur Verfügung.
https://www.stmwk.bayern.de/allgemein/meldung/6521/50-neue-professuren-mit-fokus-auf-kuenstlicher-intelligenz-fuer-hochschulen-in-ganz-bayern.html


Hochschulausgaben steigen weiter


Im Jahr 2018 haben Deutschlands Hochschulen insgesamt 57,3 Milliarden Euro für Lehre, Forschung und Krankenbehandlung ausgegeben. Laut Statistischem Bundesamt entspricht dies einem Plus gegenüber dem Vorjahr von rund sechs Prozent. Größter Ausgabeposten bleiben die Personalausgaben mit 33 Milliarden Euro. Der laufende Sachaufwand betrug 19,5 Milliarden, für Investitionen wurden 4,8 Milliarden Euro aufgewendet.

Auf die Universitäten entfielen der Statistikbehörde zufolge Ausgaben in Höhe von 22,1 Milliarden Euro. Das waren vier Prozent mehr gegenüber dem Vorjahr. Noch mehr gaben die medizinischen Einrichtungen der Universitäten aus: Für Lehre, Forschung und Krankenbehandlung wendeten sie mit 26,9 Milliarden Euro acht Prozent mehr gegenüber dem Vorjahr auf. Die Ausgaben der Fachhochschulen stiegen um sechs Prozent auf 7,4 Milliarden Euro.


Auch die Hochschuleinnahmen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent auf insgesamt 30,6 Milliarden Euro und deckten somit gut die Hälfte der Ausgaben. Die Einnahmen aus wirtschaftlicher Tätigkeit und Vermögen lagen bei 20,4 Milliarden, aus Drittmitteln bei 8,3 Milliarden und aus Studierendenbeiträgen bei 1,3 Milliarden Euro. Die größten Drittmittelgeber der Hochschulen waren die Deutsche Forschungsgemeinschaft mit 2,8 Milliarden, der Bund mit 2,3 Milliarden sowie die gewerbliche Wirtschaft mit 1,5 Milliarden Euro.
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/04/PD20_143_213.html


Immer mehr Geflüchtete studieren


Immer mehr studierfähige Geflüchtete schaffen den Einstieg in das deutsche Hochschulsystem. Inzwischen sind nach aktuellen Schätzungen rund 32.000 Geflüchtete regulär an einer Hochschule eingeschrieben. Das geht aus einer gemeinsamen Studie des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) und des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung hervor, die den Erfolg der DAAD-Hochschulprogramme für Geflüchtete untersucht.


Nach Schätzungen haben dem DAAD zufolge seit 2015 rund 170.000 junge Menschen mit einem ersten Hochschulabschluss einen Asylantrag in Deutschland gestellt. Insgesamt mehr als 24.000 Studierende mit Fluchthintergrund haben sich laut der Studie im Wintersemester 2018 an einer deutschen Hochschule eingeschrieben, 2015 waren es noch rund 15.700. Die meisten stammten 2018 aus Syrien (rund 8.800), dem Iran (rund 7.400) und Pakistan (rund 4.300), gefolgt von Nigeria, Afghanistan, Irak, Eritrea und Somalia. 
https://www2.daad.de/presse/pressemitteilungen/de/76489-der-einstieg-ins-fachstudium-gelingt/?page=1&t=fluechtlinge



Gütesiegel für den Fachbereich Medizin der Universität Frankfurt/Main


Dem Fachbereich Medizin der Goethe-Universität Frankfurt und dem Universitätsklinikum Frankfurt ist bundesweit als erstem medizinischen Standort das Gütesiegel des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) für faire und transparente Berufungsverfahren in der Hochschulmedizin zugesprochen worden.

Bei den „harten“ wie „weichen“ Faktoren wüssten der Fachbereich Medizin und das Universitätsklinikum zu punkten. Insbesondere die Ernennung von Bewerberinnen und Bewerbern zu beamteten Universitätsprofessorinnen und –professoren wird vom DHV positiv bewertet, weil dadurch die grundgesetzlich verbürgte Freiheit von Forschung und Lehre umfassend abgesichert werde. Die Berufungsverfahren seien gut organisiert und würden unter Federführung der Klinik- und Fachbereichsleitung umsichtig geführt. Die Verhandlungen mit den Rufinhaberinnen und Rufinhabern verliefen wertschätzend. Die positive Atmosphäre mit der Fachbereichs- und Klinikleitung werde auch von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern als überdurchschnittlich gut wahrgenommen. Die Integration neuer Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer in den ersten hundert Tagen verlaufe nach Einschätzung des DHV ebenfalls vorbildlich. Neben umfänglichen Beratungs- und Coachingangeboten gebe es z.B. auch bei der Kinderbetreuung und der Stellensuche für Dual- Career-Paare engagierte Unterstützung.

Der DHV sieht noch Nachbesserungsbedarf und Entwicklungspotential. Mit der Implementierung eines Berufungsverfahrensmonitors könne es Bewerberinnen und Bewerbern um eine Professur noch mehr erleichtert werden, sich jederzeit über den Stand ihres Verfahrens zu informieren. Als weitere Maßnahme zur Steigerung der Transparenz empfiehlt der DHV auch die Erstellung eines Berufungsverhandlungs-Leitfadens. Vertragsrechtlich regt der DHV ferner an, die festen Vergütungsbestandteile in den klinischen Verträgen zumindest an tarifliche Entwicklungen anzupassen. Ebenso sollten künftig Personalentscheidungen im Bereich der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht nur im Benehmen, sondern im Einvernehmen mit den Professorinnen und Professoren getroffen werden.
Weitere Informationen unter:
https://www.hochschulverband.de/guetesiegel_start0.html


Universität nach Hacker-Angriff größtenteils offline


Die Universität Bochum hat in der Nacht vom 6. auf den 7. Mai 2020 einen Computerangriff von außen auf die zentrale Infrastruktur registriert. Ein Großteil der IT-Infrastruktur habe deswegen außer Betrieb genommen werden müssen, teilte die Universität mit. Nicht betroffen seien aktuell Dienste zur Durchführung digitaler Lehre wie etwa die Plattform Moodle oder Zoom, da sie auf dezentralen Servern liefen. Auch die Universitätswebseite ist weiterhin online.
Erst im Dezember war die Universität Gießen Opfer eines Hackerangriffs geworden. Mehr als eine Woche waren die 28.000 Studierenden und 5.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Justus-Liebig-Universität offline (vgl. DHV-Newsletter 12/2019 und 1/2020).
https://news.rub.de/presseinformationen/servicemeldungen/2020-05-07-digitale-lehre-laeuft-weiter-cyber-angriff-auf-die-ruhr-universitaet-bochum



Karriere

Neu: Humboldt-Scouts


Die Alexander von Humboldt-Stiftung will neue Wege für die direkte Rekrutierung von Talenten für den Forschungsstandort Deutschland gehen. Mit dem Henriette Herz-Scouting-Programm eröffnet sie einen alternativen, direkten Zugang zum renommierten Humboldt-Forschungsstipendium.


Ab sofort können sich erfolgreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland im Rahmen des neuen Programms um die Position eines Scouts bewerben. Als Humboldt-Scouts können sie bis zu drei internationale Wunschkooperationspartner direkt mit einem Humboldt-Forschungsstipendium für eine Zusammenarbeit nach Deutschland holen. Dabei soll auch der Anteil der im Humboldt-Forschungsstipendienprogramm geförderten Frauen erhöht werden. Denn das erste der jeweils drei Stipendien soll an eine Wissenschaftlerin gehen.


Jährlich werden etwa 40 Personen als „Scouts“ in einem kompetitiven Peer-Review-Verfahren ausgewählt, die anschließend selbstständig Nachwuchsforschende aus dem Ausland der Stiftung zur Förderung vorschlagen. Dadurch sollen jährlich bis zu 100 zusätzliche Humboldt-Forschungsstipendien vergeben werden. Die erste Auswahl findet Anfang Dezember 2020 statt. Bewerberinnen und Bewerber sollten eine Professur oder eine vergleichbare Position in Deutschland innehaben, fachlich hervorragend und international gut vernetzt sein sowie bereits Erfahrung in der Betreuung von Nachwuchsforschenden haben.
Weitere Informationen unter:
https://www.humboldt-foundation.de/web/henriette-herz-scouting-programm.html


PLUS: Der DHV-Karriere-Newsletter


Nützliches Wissen für den Berufsalltag von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Post-Doc bis zum Institutsleiter. Kurz und bündig, verständlich und klar: Das ist PLUS, der neue Karriere-Newsletter des Deutschen Hochschulverbandes (DHV).

PLUS erscheint monatlich. Für alle DHV-Mitglieder per E-Mail frei Haus oder nach Anmeldung:
https://www.hochschulverband.de/plus

Barometer

Digital gerüstet?

istockphoto.com

Deutschlands Hochschulleitungen sehen sich überwiegend für das digitale Semester gerüstet. Teilen Sie diese Ansicht?


Zur Abstimmung:
https://www.hochschulverband.de/


Furcht vor „Chaos-Semester“

istockphoto.com

Der Deutsche Hochschulverband hat die Newsletter-Leserinnen und -Leser im April gefragt, ob das Sommersemester ein „Chaos-Semester“ wird. 87,7 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sagten Ja und 12,3 Prozent Nein.

Recht aktuell

Anonymisierte Versichertendaten für die Forschung?


Das Bundesverfassungsgericht will die neuen Möglichkeiten der Auswertung von Krankenversichertendaten für die medizinische Forschung und Gesundheitsversorgung (vgl. DHV-Newsletter 11/2019) kritisch prüfen. „Aufgrund des sensiblen Charakters vieler erfasster Daten und deren flächendeckender Erhebung“ könnten damit „tiefe Eingriffe in das Persönlichkeitsrecht verbunden sein“, teilte das Gericht mit. Es lehnt es aber ab, die Ende 2019 beschlossenen Vorschriften im Eilverfahren außer Kraft zu setzen. Dies wäre ein „erheblicher Eingriff in die Gestaltungsfreiheit des Gesetzgebers“, der dem Sachverhalt nicht angemessen erscheine.

Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen nach aktueller Rechtslage Versichertendaten anonymisiert oder unter Pseudonym auswerten. Dabei geht es um Alter, Geschlecht oder Wohnort, aber auch um bestimmte Gesundheitsdaten. Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen sammelt die Daten und soll sie an ein noch einzurichtendes Forschungszentrum weitergeben. Dieses soll die Datensätze dann auf Antrag zur Verfügung stellen.
https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2020/bvg20-029.html

Nicht bestandene Prüfung in Corona-Zeiten


(Uf.) Die Universität des Saarlandes will Freiversuchsregelungen für das Sommersemester 2020 im Kontext der Covid-19-Pandemie einführen. Dabei sollen nicht bestandene Prüfungen nicht als Fehlversuch gewertet werden. Dies soll sich aber nicht auf Bachelor- und Masterarbeiten beziehen.

Wie die "Saarbrücker Zeitung" berichtet, soll dies mit einer zeitlich befristeten Ordnung und entsprechender Rechtsgrundlage, die die Rechte der Fakultäten berücksichtigt, beschlossen werden.
https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/hochschule/studium-corona-krise-freischussregelung-fuer-studenten-der-universitaet-des-saarlandes_aid-51056531
Personalia

Neuer Präsident

Foto: Universität Bamberg

Professor Kai Fischbach ist am 8. Mai 2020 für die nächsten sechs Jahre zum Präsidenten der Universität Bamberg gewählt worden. Seine Amtszeit beginnt am 1. Oktober 2020. Der Wirtschaftsinformatiker folgt auf Professor Godehard Ruppert, der Ende September in Ruhestand gehen wird.


Communicator-Preis 2020


Der Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Stifterverbandes geht in diesem Jahr an Professor Robert Arlinghaus, einen Experten für Integratives Fischereimanagement. Der Wissenschaftler von der HU Berlin und dem Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei erhält die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung für sein vielseitiges Engagement in der Wissenschaftskommunikation. Den einmaligen „Sonderpreis für herausragende Kommunikation der Wissenschaft in der Covid-19-Pandemie“ in Höhe von 50.000 Euro erhält der Virologe Professor Christian Drosten von der Charité – Universitätsmedizin Berlin.
(Foto oben: Prof. Dr. Robert Arlinghaus (c) IGB/David Ausserhofer
Foto unten: Prof. Dr. Christian Drosten (c) Charité)


Eugen und Ilse Seibold-Preis

Foto: Michael Kretzschmar

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) zeichnet in diesem Jahr gleich vier Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit dem Eugen und Ilse Seibold-Preis aus. Der Chemiker Professor Shigeyoshi Inoue von der TU München, die Japanologin Professorin Regine Mathias von der Universität Bochum, der Materialphysiker Professor Hidenori Takagi vom Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart sowie die Rechtswissenschaftlerin Professorin Kanako Takayama von der Universität Kyoto erhalten die mit jeweils 15 000 Euro dotierte Auszeichnung. Mit ihrem jahrelangen Engagement haben sie laut DFG erfolgreich zum deutsch-japanischen Wissenschaftsaustausch ebenso wie zu einem kulturellen Austausch beigetragen. Der Seibold-Preis wird 2020 zum letzten Mal vergeben, weil der von Eugen und Ilse Seibold im Jahr 1997 gestiftete Fonds nach dieser Preisrunde aufgezehrt sein wird.


Vermischtes

Brad Pitt als Professor Anthony Fauci


Schauspieler Brad Pitt ist für die TV-Show „Saturday Night Live“ in die Rolle des Virologen Professor Anthony Fauci geschlüpft, der die US-Regierung in der Covid-19-Pandemie berät und sich auch nicht scheut, Präsident Donald Trump zu widersprechen. Mit grauem Haar, Anzug und Brille imitierte Pitt Faucis New Yorker Akzent sowie dessen etwas rauchige Stimme.

Fauci hat dem „Spiegel“ zufolge die Darbietung gefallen. Der Virologe hatte sich Pitt zuvor als möglichen Darsteller für sich gewünscht.
https://www.spiegel.de/panorama/leute/virologe-anthony-fauci-lobt-brad-pitt-ein-typ-mit-klasse-a-8bd61525-0765-4770-8873-38c42f6922a5

Zum Clip:
https://twitter.com/nbcsnl/status/1254252640399249408


DHV-Seminare

DHV-WEBINARE Mai bis Juli 2020



Social Media in der Wissenschaftskommunikation
Dienstag/Mittwoch, 26./27. Mai 2020, jeweils 9:00-12:30 Uhr
https://www.dhvseminare.de/index.php?module=010700&event=130

Berufung auf eine Juniorprofessur oder Tenure-Track-Professur W 1
Mittwoch, 3. Juni 2020, 10:00-12:00 Uhr
https://www.dhvseminare.de/index.php?module=010700&event=127

Das kleine ABC des Arbeitsrechtes und der Vergütung für wissenschaftliche MitarbeiterInnen
Donnerstag, 4. Juni 2020, 10:00-12:15 Uhr
https://www.dhvseminare.de/index.php?module=010700&event=122

Beschäftigung von Mitarbeitenden und Personalverantwortung
Dienstag, 9. Juni 2020, 9:30-13:00 Uhr
https://www.dhvseminare.de/index.php?module=010700&event=124

Juniorprofessur und Tenure Track-Professur kompakt: Rechte, Pflichten und Perspektiven
Mittwoch, 10. Juni 2020, 10:00-13:30 Uhr
https://www.dhvseminare.de/index.php?module=010700&event=128

Berufungsverhandlungen an Medizinischen Fakultäten
Montag, 22. Juni 2020, 10:00-14:30 Uhr
https://www.dhvseminare.de/index.php?module=010700&event=119

Zielvereinbarungen in Besoldungsverhandlungen und bei Ausstattungsangeboten
Dienstag, 23. Juni 2020, 10:00-11:15 Uhr
https://www.dhvseminare.de/index.php?module=010700&event=125

Die Professur- Rechte und Pflichten
Montag, 6. Juli 2020, 9:00-13:00 Uhr
https://www.dhvseminare.de/index.php?module=010700&event=133

Bewerbungen an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften/ Fachhochschulen
Dienstag, 7. Juli 2020, 9:30-13:00 Uhr
https://www.dhvseminare.de/index.php?module=010700&event=132

Bewerbung auf eine Professur
Donnerstag, 16. Juli 2020, 13:00-17:00 Uhr
https://www.dhvseminare.de/index.php?module=010700&event=115

Alle Termine, Programme und aktuelle Informationen finden Sie auch unter https://www.dhvseminare.de
Publikationen
Vierte erweiterte Auflage
Dirk Siepmann: "Wörterbuch Hochschule. Forschung, Lehre und Management" (Deutsch-Englisch/Englisch-Deutsch) 


NEU: Mehr als 500 neue Einträge, davon viele aus dem Bereich Prüfungsordnungen

Ob Sie „Berufungsleistungsbezüge“ oder „Zulassungsbeschränkung“ ins Englische übersetzen wollen: Das „Wörterbuch Hochschule“ von Dirk Siepmann ist ein verlässliches Nachschlagewerk für alle Bereiche des Hochschullebens.

Dirk Siepmann ist Professor für Fachdidaktik des Englischen an der Universität Osnabrück. Er verfügt über eine jahrzehntelange Erfahrung in Fremdsprachendidaktik, Übersetzungswissenschaft und Lexikographie.

Gebundene Ausgabe, vierte überarbeitete und erweiterte Auflage 2019, 352 Seiten
ISBN: 978-3-944941-02-8
Preis: 19,90 Euro (für Mitglieder des Deutschen Hochschulverbandes 17,90 Euro) inkl. Porto Inland.

Zu bestellen über: Deutscher Hochschulverband, Rheinallee 18-20, 53173 Bonn, E-Mail: dhv@hochschulverband.de, Fax: 0228-90 266 80.


Lioba Werth/Klaus Sedlbauer:
In Forschung und Lehre professionell agieren


Die Leiter von Lehrstühlen stehen heute vor neuen Herausforderungen. Längst sind sie nicht mehr nur Wissenschaftler, sondern zu Managern geworden. Sie sehen sich gestiegenen Ansprüchen der Studierenden, einer zunehmenden Internationalisierung der Forschungslandschaft, der Beschaffung von Drittmitteln und einer entsprechenden Außendarstellung in der Öffentlichkeit gegenüber.

Mit dem Handbuch "In Forschung und Lehre professionell agieren" haben die Autoren ein Werk geschaffen, das anhand von Checklisten, Vorlagen, Leitfäden und vielen Beispielen aus der Praxis zeigt, wie mit den neuen Anforderungen souverän, professionell und ergebnisorientiert umgegangen werden kann.

Siebte unveränderte Auflage, geb., 100 Abb., 844 Seiten
ISBN: 978-3-924066-97-0
Preis: 79 Euro (für Mitglieder des Deutschen Hochschulverbandes 70 Euro) inkl. Porto Inland.

Zu bestellen über: Deutscher Hochschulverband, Rheinallee 18-20, 53173 Bonn, E-Mail: dhv@hochschulverband.de, Fax: 0228-90 266 80.

Vorschau F&L

In der aktuellen Ausgabe


Mobbing

Mit Beiträgen von Svenja Goltermann, Claudia Schubert, Dieter Zapf u.a.


Weitere Beiträge

David Johann, Heiko Rauhut, Antonia Velicu
Coautorenschaft von wissenschaftlichen Publikationen
Kooperation und Konflikte


Rolf Schwartmann
Was beim digitalen Prüfen rechtlich zu beachten ist

Doris Weßels
Original oder Plagiat?
Hochschulen und wissenschaftliche Arbeiten im Zeitalter künstlicher Intelligenz(en)

u.a.

"Forschung & Lehre" online


Immer etwas entdecken: die Website von "Forschung & Lehre", der auflagenstärksten hochschul- und wissenschaftspolitischen Zeitschrift Deutschlands. Im modernen und ­responsiven Design erwarten Sie aktuelle Nachrichten, Hinter­grundberichte, Interviews und Essays zu hochschulpolitischen und -rechtlichen Fragen. Ergänzende Ratgeber informieren über Karriereperspektiven und Karrierepraxis in Hochschule und Wissenschaft. Das alles jederzeit, tagesaktuell und ­optimiert für jedes Endgerät.

Mit dem Karriereportal "academics" bietet "Forschung & Lehre" darüber hinaus gemeinsam mit der "ZEIT" einen attraktiven und nutzer­zentrierten akademischen Stellenmarkt.

Schauen Sie vorbei auf:
DHV-Ticker

Mitglieder werben lohnt sich


(Wi.) Sie sind mit dem Deutschen Hochschulverband (DHV) zufrieden? Sie kennen und schätzen Stärken und Vorzüge einer DHV-Mitgliedschaft? Dann empfehlen Sie uns weiter. Im Rahmen der Aktion „Mitglieder werben Mitglieder“ bedankt sich der DHV bei seinen Mitgliedern auch im Jahr 2020 wieder mit attraktiven Prämien für die Gewinnung neuer Mitglieder.

Jedes DHV-Mitglied, das im Jahr 2020 mindestens zwei neue Mitglieder wirbt, erhält eine Prämie nach Wahl (z.B. Beitragsfreiheit für ein Jahr, Gutschein eines DHV-Sponsoringpartners im Wert von 150 Euro u.a.).

Darüber hinaus wird ein Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro an das Mitglied vergeben, das 2020 die meisten Mitglieder wirbt.
Schließlich wird unter allen Mitgliedern, die erfolgreich ein Mitglied im Jahr 2020 geworben haben, ein Laptop im Wert von 500 Euro verlost.

Es lohnt sich also nicht nur, Mitglied zu sein, sondern auch neue Mitglieder zu gewinnen. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage des DHV (https://www.hochschulverband.de/mitglied-werden.html) oder bei der Geschäftsstelle.



Hochschulconsult - Die DHV-Organisationsberatung


Hochschulconsult - Die DHV-Organisationsberatung ist ein Beratungsangebot für Hochschulen, das ihnen Unterstützung bei der strategischen Planung und Umsetzung von strukturellen Veränderungen auf zentraler oder dezentraler Ebene bietet.

Zu den Zielgruppen zählen je nach Themenbereich und Ausrichtung der Hochschule Hochschulleitungen, Führungskräfte in Dekanaten, die mittlere Führungsebene in der Zentralverwaltung, Baubeauftragte, Personalentwickler/innen, Gleichstellungsbeauftragte, weitere Funktionsträger/innen sowie Fakultäten, Fachbereiche, Institute oder Arbeitsgruppen.


Das Angebot umfasst derzeit sechs unterschiedliche Themenbereiche mit jeweils individuell kombinierbaren Bausteinen:


- Hochschulrecht
- Personalentwicklung
- Fakultätsmanagement
- Bau- und Liegenschaftsmanagement
- Krisen- und Risikomanagement
- Gleichstellung


Die Beratungsinhalte werden für die einzelnen Fragestellungen maßgeschneidert. Umfang und zeitliche Dauer des Consultings richten sich nach den entsprechenden Anforderungen.


Die Beraterinnen und Berater von Hochschulconsult - Die DHV-Organisationsberatung sind Expertinnen und Experten des DHV-Netzwerks. Zu diesem Netzwerk gehören neben Persönlichkeiten mit umfassender Leitungserfahrung an Hochschulen (Kanzler/in, Rektor/in, Präsident/in) auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Expertinnen und Experten aus dem Wissenschaftsmanagement, der Hochschuldidaktik und der Organisationsberatung.


Weitere Informationen zu Hochschulconsult - Die DHV-Organisationsberatung finden Sie unter:
http://www.dhv-hochschulconsult.de
Ansprechpersonen:
Dr. Ulrich Josten, Tel.: 0228/9026634, E-Mail: josten@hochschulverband.de
Dipl.-Päd. Mirjam Cuno, Tel.: 0228/9026624, E-Mail: cuno@hochschulverband.de

Kooperationspartner des DHV

DHV und Adobe

Adobe Stock

(Gü.) Digitale Handouts mit der Adobe Scan App erstellen


Notizen, Skizzen und Arbeitsblätter schnell und einfach digitalisieren: Mit der kostenlosen Adobe Scan App lassen sich Forschung und Lehre produktiver gestalten – auch in Distance-Learning-Situationen.

Wandeln Sie Dokumente aller Art mit dem Smartphone oder Tablet und nur wenigen Klicks in hochwertige, durchsuchbare und editierbare PDF-Dateien um und verbessern Sie den Informationsaustausch mit Ihren Studierenden.

Erfahren Sie mehr:
https://blogs.adobe.com/creative/2020_05_adobe-scan-app/

DHV und Technische Unternehmensberatung Jastrob


(Gü.) Krisenmanagement an Hochschulen
Bomben- und Amokdrohungen, Besetzungen und Demonstrationen, tödliche Unfälle, Gewalttaten oder auch Mord, Stalking und sexuelle Belästigungen, größere Brände, Gebäudeschäden infolge von Starkregen und Überschwemmungen, schwerer Vandalismus sowie andere Gefahren und Schäden sind keine abstrakten Szenarien, sondern finden vielfach auch im universitären Raum in Deutschland statt.

- Unversehrtheit von Menschen
- störungsfreier Lehrbetrieb
- rechtliche Absicherung von Verantwortlichen

Um qualifiziert die Sicherheit der Studierenden und Mitarbeiter und die Fortführung der Lehre sicher zu stellen, sind geeignete Organisationsstrukturen und Vorbereitungen im Rahmen eines individuellen Krisen- und Notfallmanagementsystems notwendig. Dies ist auch gesetzlich im Rahmen des ArbSchG - § 10 „Erste Hilfe und sonstige Notfallmaßnahmen“ oder der DGUV Vorschriften gefordert.
Krisen- und Notfallmanagementsysteme dienen sowohl zur Vorbereitung auf mögliche, individuelle Gefahrenlagen (z.B. Gefahrstoffaustritt aus Laboren) und Situationen mit vergleichsweise höheren Eintrittswahrscheinlichkeiten (z.B. Sturm).

Kontakt:
https://www.Jastrob.de
Tel.: +492271837630
service@jastrob.de


DHV und Altruja


(Gü.) Vier KOSTENFREIE Online Workshops

Warum Sie jetzt unbedingt eine erfolgreiche Digital-Strategie brauchen.
Wie Sie jetzt neue Spender gewinnen, Ihre Dauerspender binden und mehr Zeit für Ihre Projekte übrig bleiben.


Erfolgshebel #1 Keine Ressourcen oder wie wir Ihnen Zeit schenken
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Jetzt kostenfrei anmelden:
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Redaktion

Dr. Michael Hartmer

Dr. Matthias Jaroch

presse@hochschulverband.de


Weitere Mitarbeiter dieser Ausgabe: 

Jacqueline Güldenring (Gü.)

Angelika Wirth (Wi.)

Birgit Ufermann (Uf.)


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