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PLUS
Der DHV-Karriere-Newsletter
Ausgabe 06/2020



Nützliches Wissen für den Berufsalltag von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vom Post-Doc bis zum Institutsleiter. Das ist PLUS, der Karriere-Newsletter des DHV.

PLUS erscheint monatlich. Für alle DHV-Mitglieder oder nach Anmeldung.

Digitaler Berufungsvortrag
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Digitaler Berufungsvortrag
Immer mehr Berufungskommissionen machen sich zurzeit darüber Gedanken, laufende Bewerbungsverfahren digital zu absolvieren oder fortzusetzen. Die Berufungskommissionen arbeiten dabei mit unterschiedlichen Online-Tools. Diese Verfahrensumstellung ist für Bewerberinnen und Bewerber besonders herausfordernd, weil sie aus dem Homeoffice heraus eine Berufungskommission überzeugen müssen.

Das digitale Berufungsverfahren ist rechtlich zulässig, solange die Berufungskommission die Inhalte eines wissenschaftlichen Vortrages oder der Lehrprobe sowie das persönliche Auftreten eines Bewerbers unmittelbar wahrnehmen kann.

Allerdings müssen sich alle Bewerber grundsätzlich in derselben Form vorstellen können. Alles andere könnte dem Grundsatz der Chancengleichheit widersprechen. Wenn ein Teil der Bewerber sich bereits persönlich vorstellen konnte und danach sich ein zweiter Teil der Bewerber aufgrund pandemisch bedingter Universitätsschließungen nur noch digital präsentieren kann, wird man eine solche aufgezwungene und nicht von der Berufungskommission verschuldete Ungleichheit aber wahrscheinlich hinnehmen müssen.

Bei einem für alle Bewerber gleichförmigen digitalen Verfahren kann demgegenüber kein Bewerber beanspruchen, sich persönlich der Berufungskommission vorzustellen.

Quelle: Justitiariat DHV
Verbeamtung und Gesundheitsämter
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Verbeamtung und Gesundheitsämter
Der Ruf auf eine verbeamtete Professur ist erteilt, die Verhandlungen sind abgeschlossen, erste Kontakte mit den neuen Kolleginnen und Kollegen aufgenommen, die Lehre geplant - und dann scheitert eine rechtzeitige Verbeamtung am Gesundheitszeugnis.

In Zeiten von Corona kein Einzelfall. Denn auch die Gesundheitsämter fahren an den Hochschulstandorten im Notbetrieb, ursprünglich vereinbarte Untersuchungstermine wurden abgesagt und neue Terminvergaben laufen erst langsam wieder an. Für manche ist der nächste freie Untersuchungstermin zu spät, um noch rechtzeitig zum Dienstantritt verbeamtet zu werden. Um nicht Gefahr zu laufen, seinen Dienst zunächst im Angestelltenverhältnis (ohne finanziellen Ausgleich) leisten zu müssen, empfiehlt es sich, einen Termin beim Gesundheitsamt so früh wie möglich zu vereinbaren, gegebenenfalls mit Unterstützung der Hochschule.

Ein Ausweichen auf das Gesundheitsamt am Heimatort empfiehlt sich nur, wenn der Heimatort im selben Bundesland liegt. Denn zuweilen erteilen Gesundheitsämter anderer Bundesländer Zeugnisse, die mit den landesbeamtenrechtlichen Vorgaben am Hochschulstandort nicht harmonieren.

Quelle: Justitiariat DHV

  DHV-Digital |
DHV Webinar-Angebot
© dhv
Online-Seminarprogramm
DHV Webinar-Angebot im Juni


• Berufungsverhandlungen effektiv führen (08.06)
• Beschäftigung von Mitarbeitenden und Personalverantwortung (09.06)
• 
Juniorprofessur und Tenure Track-Professur kompakt (10.06)
• Berufungsverhandlungen an Medizinischen Fakultäten (22.06)
• Verhandlungen bei Erstberufung (26.06)
• Betreuung von Doktorandinnen und Doktoranden (30.06)



Arbeitszeugnis und Promotion
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Arbeitszeugnis und Promotion
Dumm gelaufen: Eine wissenschaftliche Mitarbeiterin erhält ein sehr gutes Zwischenzeugnis. Danach legt sie ihre Dissertationsschrift vor, der gravierende wissenschaftliche Mängel und wissenschaftliches Fehlverhalten attestiert werden. Kurze Zeit später läuft der Arbeitsvertrag aus. Das damit fällige Arbeitszeugnis fällt aufgrund der entdeckten Mängel erheblich schlechter als das Zwischenzeugnis aus. Die Doktorandin verlangt anwaltlich die Anpassung an das bessere Zwischenzeugnis.

Ein Zwischenzeugnis bindet den Arbeitgeber für den Zeitraum, für den es erstellt wurde. Abweichendes gilt nach der arbeitsgerichtlichen Rechtsprechung, wenn dem Arbeitsgeber erst nachträglich Umstände bekannt werden, die die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers in einem anderen Licht erscheinen lassen. Zudem muss ein Arbeitszeugnis die Gebote von Wahrheit und Klarheit erfüllen. Theoretisch kann der Arbeitgeber für ein wissentlich falsches Zeugnis in Haftung genommen werden.

Von erheblicher Bedeutung ist es, ob die Eigenqualifikation in Form der Dissertation Teil des Arbeitsverhältnisses ist. Häufig wird befristet beschäftigtem wissenschaftlichen Personal im Rahmen der Arbeitszeit Zeit zur eigenen wissenschaftlichen Qualifikation gegeben. Insofern dürfen und müssen zur Beurteilung der Arbeitsleistung auch die im Zusammenhang mit der eingereichten Dissertationsschrift aufgedeckten Mängel bei der wissenschaftlichen Arbeit berücksichtigt werden.

Quelle: Justitiariat DHV
TVL und Berufserfahrung
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TVL und Berufserfahrung
Der Tarifvertrag der Länder (TV-L) sieht für die Vergütung von Beschäftigten an staatlichen Hochschulen eine Eingruppierung in eine von 15 Entgeltgruppen vor. In den Entgeltgruppen erfolgt eine Stufenzuordnung in sechs Erfahrungsstufen. Beide Faktoren zusammen ergeben das Gehalt. Das System kann dazu führen, dass ein Wissenschaftler mit Entgeltgruppe 14 und niedriger Stufe schlechter verdient als ein Wissenschaftler mit Entgeltgruppe 13 und hoher Erfahrungsstufe.

Werden Beschäftigte im laufenden Arbeitsverhältnis höhergruppiert, schützt der TV-L vor einer Schlechterstellung. Es ist in der höheren Entgeltgruppe mindestens die Stufe zu gewähren, die dem bisherigen Entgelt entspricht.

Bei einer Neueinstellung gibt es keine entsprechende Schutzregelung, eine Schlechterstellung ist grundsätzlich möglich. Der Arbeitgeber muss aber bei einer Einstellung die vorherige einschlägige Berufserfahrung bei der Stufenzuordnung berücksichtigen. Für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind Zeiten mit einschlägiger Berufserfahrung an anderen Hochschulen oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen grundsätzlich anzuerkennen.

Einschlägig ist die Berufserfahrung, wenn sie in der übertragenen oder einer auf die Aufgabe bezogenen entsprechenden Tätigkeit erworben wurde. Berufliche Vorerfahrung in einer niedrigeren Entgeltgruppe gilt nicht als einschlägige Berufserfahrung. Allerdings kann der Arbeitgeber Berufserfahrung, die nicht einschlägig, aber für die neue Tätigkeit förderlich ist, im Rahmen einer Ermessensentscheidung bei der Stufenzuordnung berücksichtigen. Es ist  empfehlenswert, diese Fragen vor der Einstellung zu klären.

Quelle: Justitiariat DHV

Wann ist die Professur „sicher“?
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Ruferteilung
Wann ist die Professur „sicher“?


Nach Ruferteilung und erfolgreich geführten Verhandlungen ist die Ernennung zur Professorin und zum Professor regelmäßig nur noch Formsache. Doch genau auf diese Form kommt es entscheidend an. Denn weder der Ruf noch der Abschluss der Berufungsverhandlungen geben einen rechtssicheren Anspruch auf die Professur. Für die Begründung einer Professur im Beamtenverhältnis bedarf es der Form der Ernennung, d.h. der Aushändigung einer Ernennungsurkunde. Erst mit dem Tag der Aushändigung der Ernennungsurkunde wird die Ernennung wirksam und ist die Professur „sicher“. Um möglichst schon früher Sicherheit zu erlangen, kann die Aushändigung einer sog. „Wirkungsurkunde“ erbeten werden, wonach die Wirksamkeit der Ernennung für einen später liegenden Zeitpunkt bestimmt ist.

Für Professuren im Angestelltenverhältnis tritt Rechtssicherheit ein, wenn der Anstellungsvertrag durch beide Vertragsparteien unterzeichnet ist. Für den Fall, dass die Vertragsunterzeichnung nicht rechtzeitig vor Ablauf einer für das bisherige Vertragsverhältnis geltenden Kündigungsfrist erfolgt, kann der Abschluss eines Aufhebungsvertrages eine einvernehmliche Lösungsmöglichkeit sein.



Quelle: Justitiariat DHV

  DHV-Coaching |
DHV ProBe
ProBe
Präsentationscoaching für Forschungsgruppen


Das Präsentationscoaching-Angebot ProBe richtet sich an Forschungsgruppen von Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften, außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie Hochschulleitungen. Das Coaching soll dabei helfen, Forschungsvorhaben vor einer Gutachtergruppe im Rahmen eines Drittmittelvergabeverfahrens profilierter, aussagekräftiger und zielführender zu präsentieren. In Corona-Zeiten kann das Coaching auch digital angeboten werden, insbesondere wenn auch die Präsentation digital sein wird.


ProBe führt der DHV in Kooperation mit Frau Dr. Beate Scholz (Scholz CTC GmbH) und Frau Heike Hofmann, M.A. (Körper&Sprache) durch.



Gleitender Übergang in die Rente
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Altersteilzeit
Gleitender Übergang in die Rente


Angestellte, die das 55. Lebensjahr vollendet haben und in den letzten fünf Jahren mindestens an 1.080 Kalendertagen einer versicherungspflichtigen Beschäftigung nachgegangen sind, können einen Antrag auf Altersteilzeit nach dem Altersteilzeitgesetz (AltTZG) stellen. Hierdurch soll ein gleitender Übergang in die Rente ermöglicht werden.

Seit 2010 wird die Altersteilzeit allerdings nicht mehr durch die Bundesagentur für Arbeit mit Zuschüssen gefördert. Ein Tarifvertrag zur Altersteilzeit für den Tarifbereich der Länder existiert nicht. Daher ist eine Altersteilzeitvereinbarung nicht erzwingbar, sondern erfordert eine arbeitsvertragliche Vereinbarung. Oft stehen einer solchen Vereinbarung finanzielle Hürden entgegen. Das AltTZG sieht vor, dass der Arbeitgeber das Regelarbeitsentgelt um mindestens 20% aufstockt und sich auch der Rentenversicherungsbeitrag erhöht.

Wollen Angestellte vor der Rente weniger arbeiten, können sie alternativ einen Antrag auf reguläre Teilzeit nach § 8 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) stellen. Der Antrag muss spätestens drei Monate vor dem beabsichtigten Eintritt in die Teilzeittätigkeit gestellt werden. Betriebliche Gründe dürfen dem Begehr nicht entgegenstehen. Allerdings verringern sich bei einer Teilzeit nach dem TzBfG das Entgelt und entsprechende Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung entsprechend.



Quelle: DHV-Justitiariat

Die Krux des digitalen Prüfens
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Die Krux des digitalen Prüfens
Bei digitalen Prüfungen sind die Spielräume begrenzt. Schriftliche Prüfungen sollten grundsätzlich nur als Hausarbeiten abgenommen werden, rät Rolf Schwartmann, Professor an der TH Köln und Sachverständiger des Deutschen Hochschulverbands für IT- und Datenrecht. Für mündliche Prüfungen seien Videokonferenzen eine Option.

Vorsicht sei jedoch bei Mitschnitten geboten: Diese dürften nur mit Einwilligung aller Beteiligten erfolgen, sofern sie nicht zwingend zur Prüfungsabnahme erforderlich seien. Da Beteiligte die Einwilligung jederzeit zurücknehmen könnten, sei diese jedoch faktisch unbrauchbar. „Hinzu kommt, dass bei Prüfungen ohnehin ein Protokoll zur Dokumentation erstellt werden muss“, so Schwartmann.

Insgesamt rät er Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern, sich an das zu halten, was die Hochschule als rechtmäßig vorgibt. „Zwar gestatten die Lehrfreiheit und die Weisungsfreiheit an Hochschulen im Zweifelsfall Alleingänge. Für die Konsequenzen sind die Lehrenden und Prüfenden datenschutzrechtlich dann aber allein verantwortlich“, betont der Rechtsexperte.

Quelle: Forschung & Lehre
Mobbing
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Mobbing
Immer mehr Hochschulen entwickeln Richtlinien für ein respektvolles Miteinander auf dem Campus. Zu Mobbing kommt es häufig dennoch; teils mit erheblichen psychischen und physischen Folgen für die Betroffenen. Fühlen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemobbt, finden sie Unterstützung in der psychologischen Beratung ihrer Hochschule. Bringt das keine Besserung, kann ein Beschwerdeverfahren eine Option sein. Dabei müssen Betroffene genau begründen, inwiefern sie gemobbt werden und von wem.

Psychologische Beraterinnen und Berater wollen vermeintliches, angebliches oder tatsächliches Mobbing möglichst früh besprechen, um Konflikte zu lösen, bevor sie weiter eskalieren. "In vielen Situationen resultieren Konflikte am Arbeitsplatz aus unklaren Rollenverteilungen", erklärt die psychologische Beraterin Edeltraud Schmandt. In ihrer Beratung wollen sie und andere psychologische Berater an Hochschulen Betroffene stärken und sie dabei unterstützen, ihre Bedürfnisse und Empfindungen klar zu artikulieren und gleichzeitig sensibler für andere Perspektiven zu werden.

Welche rechtlichen Schritte betroffene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gegen Mobbing einleiten können, erklärt die Hamburger Arbeitsrechtlerin Professorin Claudia Schubert in der aktuellen Ausgabe von Forschung & Lehre.

Quelle: Forschung & Lehre

Semesterapparat
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DHV-Infobrief
Semesterapparat


Was dürfen Dozenten ihren Studenten an Lehrmaterialien zur Verfügung stellen? Was dürfen sie unter Nutzung fremder urheberrechtlich geschützter Werke zur Verfügung stellen oder öffentlich zugänglich machen? Wie steht es mit Beiträgen aus wissenschaftlichen Zeitschriften? Und wie mit Filmclips? Unterstehen auch amtliche Texte dem Schutz des Urheberrechtes? Muss eine elektronische Zurverfügungstellung von Lehrmaterialen passwortgesichert sein?

Zu diesen und anderen Fragen hat der DHV für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen Infobrief zusammengestellt.



Toilettengang im Homeoffice
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Arbeitsunfallschutz
Toilettengang im Homeoffice


Für den Toilettengang bei der Arbeitsstelle formulierte das Bundessozialgericht 1989, dass es sich dabei um eine regelmäßig unaufschiebbare notwendige Handlung handele, die der Fortsetzung der Arbeit direkt im Anschluss daran diene und somit auch im mittelbaren Interesse des Arbeitgebers liege – und bejahte damit das Vorliegen eines Arbeitsunfallschutzes.

Wer jedoch beim Gang zur Toilette im Homeoffice einen Unfall erleidet, steht nach einem aktuellen, allerdings noch nicht rechtskräftigen Urteil des Sozialgerichts München nicht unter gesetzlichem Unfallversicherungsschutz. Dabei argumentiert das Gericht, dass der Arbeitgeber in der privaten Wohnung keinen Einfluss auf die Ausgestaltung und damit Sicherheit der Einrichtung habe. Das Homeoffice sei nicht als Teil der Betriebsstätte des Arbeitgebers zu sehen, weshalb die Betriebsbezogenheit des Weges zu und von der Toilette fehle.

Ob sich die Rechtsprechung, wonach die der privaten Wohnung innewohnenden Risiken nicht der Arbeitgeber, sondern der Versicherte selbst zu verantworten hat, im Fall des bewilligten Homeoffice wird halten können, darf bezweifelt werden. Und dies nicht nur, weil in Coronazeiten die Zahl der Homeoffice-Arbeitsplätze wächst. Denn ein von der Rechtsprechung geforderter sachlicher Zusammenhang zur versicherten Tätigkeit besteht beim Toilettengang im Homeoffice nicht mehr und nicht weniger als beim Gang im Büro.




Humboldt-Scouts
© humboldt-stiftung
Forschungsstipendienprogramm
Humboldt-Scouts


Die Alexander von Humboldt-Stiftung eröffnet mit dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten Henriette Herz-Scouting-Programm einen weiteren Zugangsweg in das Humboldt-Forschungsstipendienprogramm. Mit einem neuen, aktiven Gewinnungsverfahren werden erfolgreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland in die Lage versetzt, stark umworbene, internationale junge Forschende aus dem Ausland aktiv anzusprechen und sie zur Durchführung gemeinsamer Forschungsvorhaben an ihre Einrichtungen einzuladen.

Um die genannten Personen, deren Promotion nicht mehr als 12 Jahre zurückliegen darf, für Forschungsaufenthalte zu gewinnen, möchte die Humboldt-Stiftung das Wissen, die internationalen Verbindungen und das Engagement ausgewählter Forschender in Deutschland nutzen: Jährlich werden etwa 40 Personen als „Scouts“ in einem kompetitiven Peer-Review-Verfahren ausgewählt, die anschließend selbstständig Nachwuchsforschende aus dem Ausland der Stiftung zur Förderung vorschlagen. Dadurch sollen jährlich bis zu 100 zusätzliche Humboldt-Forschungsstipendien vergeben werden.

Die erste Auswahl findet Anfang Dezember 2020 statt. Bewerberinnen und Bewerber sollten eine Professur oder eine vergleichbare Position in Deutschland innehaben, fachlich hervorragend und international gut vernetzt sein sowie bereits Erfahrung in der Betreuung von Nachwuchsforschenden haben.



Zusätzliche Personal- und Sachmittel
©  dfg
DFG Förderung
Zusätzliche Personal- und Sachmittel


Die Covid-19-Krise gefährdet ihr von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Projekt? Bei der DFG sind in einer Reihe von Förderverfahren Zusatzmittel beantragbar, damit Forschungsarbeiten, die aufgrund der aktuellen Situation nicht in der geplanten Weise und Produktivität durchgeführt werden konnten, fortgesetzt und abgeschlossen werden können.

Die jetzt beschlossene Finanzhilfe gilt zunächst für Projekte, deren Förderung zwischen dem 1. April 2020 und dem 30. Juni 2021 endet. Falls Ihnen keine bewilligten Mittel mehr zur Verfügung stehen, können Sie zusätzlich für drei Monate bis zu 80 Prozent der Mittel beantragen, die Ihnen während der Förderung durchschnittlich für dieselbe Zeit bewilligt worden waren.

Bei den großen Forschungsverbünden können Sonderforschungsbereiche, deren jetzige Förderperiode zwischen dem 30. Juni 2020 und dem 30. Juni 2021 endet und deren Fortsetzung nicht beantragt werden kann, eine pauschale Zusatzfinanzierung für drei Monate in Höhe von 80 Prozent der ursprünglich im Durchschnitt für diesen Zeitraum gewährten Mittel erhalten. Für indirekte Projektkosten kommt die übliche Programmpauschale von 22 Prozent hinzu. Ausgenommen von pandemiebedingten Hilfen bleiben Förderzusagen im Rahmen der Exzellenzstrategie und von Großgeräten.

Bereits im März hatte die DFG bekanntgegeben, die Fristen von Ausschreibungen und Projekten sowie die Laufzeiten von Stipendien und Doktorandenverträge zu verlängern (vgl. PLUS 03/2020).


Coachingecke
Bewerben und Verhandeln bei Tenure Track-Professuren
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Berufungsverfahren
Bewerben und Verhandeln bei Tenure Track-Professuren


Nicht erst seit dem Bund-Länder-Programm für Tenure Track-Professuren stellen sich völlig neuartige Fragen für Bewerberinnen und Bewerber, aber auch für Berufungskommissionen für den Ablauf von Berufungsverfahren.

Was muss eine Berufungskommission im Blick haben, wenn sie die Bewerbungen für eine Tenure Track-Professur sichtet? Gibt es Unterschiede, wenn das befristete Einstiegsamt eine Juniorprofessur (W1) oder eine Universitätsprofessur (W2) ist? Wie können die Entscheidungskriterien für einen transparenten Tenure Track fixiert werden, was sollte keineswegs akzeptiert werden? Können bei einer Verhandlung die Rahmenbedingungen für die unbefristete Professur (im Falle von Tenure) bereits zu Beginn – also bei Berufung auf die befristete (Junior-) Professur – mitverhandelt werden?

Der DHV gibt auf diese und andere Fragen im Rahmen seiner Webinar-Angebote, in der Berufungsberatung und den hierauf bezogenen Individualcoachings weiterführende Antworten.


Aktuelle Stellenangebote
Professur (W1) Angewandte Werkstofftechnik
Helmholtz-Zentrum Geesthacht / Zentrum für Material und Küstenforschung GmbH (HZG) / Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU/uniBwH)

Juniorprofessur (W1 mit Tenure Track nach W2) Sichere IT-Systeme
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Juniorprofessur für "Raumfahrtantriebe" (W1 mit Tenure Track nach W2)
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