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Newsletter 12/2020


Inhalt:
Hochschulpolitik Karriere Barometer Recht aktuell Personalia Vermischtes Seminare Publkationen
Forschau F&L DHV-Ticker Kooperationspartner


Hochschulpolitik

Haushaltsausschuss sperrt Hochschulpaktgelder

Quelle: istockphoto.com

In seiner jährlichen Bereinigungssitzung hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages rund 190 Millionen Euro aus dem Hochschulpakt, die nächstes Jahr zur Auszahlung anstanden, vorerst gesperrt. Grund dafür ist die Kritik des Bundesrechnungshofs an Ausgabenresten der Länder und Hochschulen in Milliardenhöhe (vgl. Newsletter 10/2020). Das berichtet der Journalist Jan-Martin Wiarda in seinem Blog.


Außerdem verfügte das Gremium, dass auch die Finanzierung des Bund-Länder-Programms für „Künstliche Intelligenz in der Hochschulbildung“ auf Eis gelegt wird, bis ein Konzept vorgelegt werde. In einem weiteren Grundsatzbeschluss hält der Haushaltsausschuss fest, dass „die Bundesregierung bei künftigen Bund-Länder-Verhandlungen vor Abschluss einer Verwaltungsvereinbarung [dem Haushaltsausschuss] Gelegenheit zur Stellungnahme gibt. Ohne eine angemessene Information und Beteiligung des Haushaltsausschusses wird er keine Mittel für Bund-Länder-Vereinbarungen mehr freigeben.“
https://www.jmwiarda.de/2020/11/26/haushaltsausschuss-sperrt-190-millionen-euro-hochschulpakt-gelder-f%C3%BCrs-kommende-jahr/


So bewerten Wissenschaftler ihre Lage


Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigen sich mit dem Zustand des Wissenschaftssystems weitgehend zufrieden. Vor allem die Autonomie und Forschungsfreiheit, aber auch die Innovationsfähigkeit und die Relevanz der Forschung für die Gesellschaft werden überwiegend positiv eingeschätzt. Etwa zwei Drittel der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bemängeln dagegen die Leistungsgerechtigkeit des Systems. Das geht aus dem aktuellen Barometer für die Wissenschaft hervor, für das das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) in einer repräsentativen Erhebung 8.822 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an deutschen Universitäten befragt hat.

Die von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geleisteten Arbeitsstunden werden demnach etwa zu gleichen Teilen für Forschung und Lehre verwendet. Bei Professorinnen und Professoren überwiegt jedoch der Anteil für Lehre und Betreuung deutlich, während Postdocs und insbesondere Prädocs deutlich mehr Zeit für Forschung haben.

Befragt nach der Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses, sehen Professorinnen und Professoren die größten Schwierigkeiten bei den unsicheren Karriereperspektiven und dem nicht wettbewerbsfähigen Einkommen. Mit Blick auf einen Verbleib in der Wissenschaft wünschten sich Prädocs wie Postdocs Karriereperspektiven außerhalb einer Professur. Gespalten seien die Statusgruppen beim Thema Lehrprofessuren. Dieser Reformvorschlag stößt bei den Professorinnen und Professoren eher auf Ablehnung, während der akademische Mittelbau den Lehrprofessuren aufgeschlossener gegenüber steht. Der Aufwand für Drittmittelanträge, insbesondere derjenige bei EU-Förderern, wird bei den Befragten als zu hoch eingestuft, die Bereitstellung von Forschungsdaten mehrheitlich zwar befürwortet, aber in der Realität zurückhaltend praktiziert. Open Access, der kostenfreie Zugang zu Forschungsergebnissen, spiele für die meisten bei der Auswahl von Fachpublikationen eine untergeordnete Rolle. Entscheidender blieben Reputation und internationale Ausrichtung des Veröffentlichungsorgans.
Zum „Barometer für die Wissenschaft“: https://www.wb.dzhw.eu/downloads/wibef_barometer2020.pdf

Neue Kommission prüft Giffeys Dissertation


Nach dem Verzicht von Bundesministerin Franziska Giffey, ihren wegen Plagiatsvorwürfen umstrittenen Doktorgrad zu führen (vgl. DHV-Newsletter 11/2020), unterzieht die FU Berlin ihre Dissertation einer neuen Prüfung. Es solle nun untersucht werden, ob nach Abschluss des ersten Verfahrens die richtige Entscheidung getroffen worden sei. Im Herbst 2019 hatte sich die FU Berlin gegen eine Aberkennung des Doktorgrads entschieden, Giffey aber eine im Berliner Hochschulgesetz explizit nicht vorgesehene Rüge erteilt (vgl. DHV-Newsletter 11/2019).
Wie die Universität weiter mitteilte, soll durch den zuständigen Promotionsausschuss des Fachbereichs Politik- und Sozialwissenschaften wieder ein Prüfungsgremium eingesetzt werden, das Empfehlungen unterbreitet, über die das FU-Präsidium abschließend befinden muss. Die FU kündigte an, das Verfahren – ungeachtet der Komplexität – möglichst noch in der Vorlesungszeit des Wintersemesters, also bis Ende Februar, abzuschließen.
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2020/fup_20_218_giffey-dissertation-pruefung/index.html
2.948.700 Studierende, darunter 488.600 Erstsemester


Die Zahl der Studierenden an deutschen Hochschulen ist im Wintersemester 2020/21 mit 2.948.700 gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent gestiegen und hat damit einen neuen Höchststand erreicht. Das teilte das Statistische Bundesamt nach ersten vorläufigen Ergebnissen mit. Während dabei an Universitäten die Zahl der Studierenden mit einem Plus von 0,1 Prozent nahezu stagnierte, verzeichneten die Fachhochschulen einen Zuwachs um fünf Prozent.


Die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger an deutschen Hochschulen bewegt sich weiterhin um knapp eine halbe Million, entwickelt sich jedoch mit nunmehr 488.600 rückläufig. Wie das Statistische Bundesamt ausführt, liegt dies auch an der Covid-19-Pandemie. Ausländische Studierende seien ausgeblieben und Hochschulen hätten ihr Studienangebot eingeschränkt.


Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Professor Peter-André Alt, wertete das neue Studierendenhoch als einen „Ausdruck des Vertrauens in die Hochschulen und die Zukunftsfestigkeit der hochschulischen Bildung, auch und gerade in den durch die Corona-Pandemie geprägten Zeiten“ und ergänzte: „Wenn wir die aktuellen Erfahrungen mit digitalen Lehrangeboten nutzen und einen echten Innovationsschub auf diesem Feld ermöglichen wollen, wäre ein flankierendes Bund-Länder-Programm für digitale Infrastrukturen und Personal jetzt äußerst sinnvoll.“
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/12/PD20_497_213.html


Pandemie dämpft gute Stimmung der Hochschulleitungen


Die Covid-19-Pandemie verstärkt die Sorgen der Hochschulleitungen. Das zeigt das aktuelle Hochschul-Barometer, das der Stifterverband und die Heinz Nixdorf Stiftung herausgeben. So befürchten neun von zehn (91,9 Prozent), dass eine sich verschlechternde wirtschaftliche Lage zur Herausforderung für die Hochschulen wird. Vor der Pandemie waren es 73,1 Prozent. Außerdem gehen 61,9 Prozent der Hochschulleitungen von einem Rückgang internationaler Kooperationen aus. Das sind im Juli 2020 über 40 Prozentpunkte mehr als im Winter 2019/2020.

Insgesamt bewertet die große Mehrheit (89,9 Prozent) im Juli 2020 den Verlauf des digitalen Sommersemesters als gut. Bei der Umsetzung fühlten sich die Hochschulleitungen mehrheitlich gut von der Politik unterstützt (56,6 Prozent), zudem erachteten 78,7 Prozent ihre Autonomie während der Pandemie als ausreichend, um wichtige Entscheidungen treffen zu können. Allerdings haben sich die mit der Pandemie verbundenen Einschränkungen aus Sicht der meisten Hochschulleitungen hinderlich auf die eigene Forschung sowie den Transfer und Forschungskooperationen ausgewirkt.

Der Stifterverband-Index, der die Gesamtstimmung der Hochschulen auf einer Skala von -100 bis + 100 misst, erreichte mit 29,9 Punkten den höchsten Stand seit 2011. Wachsende Unterschiede existieren demnach zwischen den Universitäten, die durch die Exzellenzstrategie gefördert werden (48,9 Punkte), und jenen, die keine Förderung erhalten (17,1 Punkte). Unter den durch die Exzellenzstrategie geförderten Universitäten liege der Anteil derjenigen, die ihre Wettbewerbsfähigkeit in der Lehre als gut bewerten, um 33 Prozentpunkte über dem Anteil der nicht geförderten Universitäten. Bei der Bewertung der Wettbewerbsfähigkeit in der Forschung betrage der Unterschied sogar 57 Prozentpunkte.
https://www.hochschul-barometer.de/

Deutsche mit hohem, aber sinkendem Vertrauen in die Wissenschaft


Trotz rückläufiger Zustimmungswerte bleibt das Vertrauen der deutschen Bevölkerung in Wissenschaft und Forschung hoch. Das geht aus dem „Wissenschaftsbarometer 2020“ hervor, für das die Organisation „Wissenschaft im Dialog“ im November eine repräsentative Umfrage unter 1.016 Personen durchgeführt hat. So gaben 60 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an, Wissenschaft und Forschung eher oder voll und ganz zu vertrauen. Dieser Wert liegt unter denen der beiden Erhebungen des Wissenschaftsbarometers Corona Spezial im Frühjahr 2020, die im Mai bei 66 Prozent und im April bei 73 Prozent lagen (vgl. DHV-Newsletter 5 und 6/2020), ist aber höher als die Werte der Wissenschaftsbarometer-Befragungen in den Vorjahren.

Als Grund, warum man Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern misstrauen könne, nannten die meisten der Befragten erneut die Abhängigkeit von Geldgebern. Allerdings lag der Anteil derjenigen, die dem eher oder voll und ganz zustimmten, mit aktuell 49 Prozent deutlich niedriger als im Vorjahr (64 Prozent).
Vergleichsweise stabil ist auch die Auffassung geblieben, dass politische Entscheidungen im Umgang mit dem neuartigen Coronavirus auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen sollten. 77 Prozent der Deutschen sehen dies so. Zwei Drittel der Deutschen glaubten zudem, dass sich durch Kontroversen die „richtigen“ Forschungsergebnisse durchsetzen werden. Dass es nicht zu den Aufgaben der Wissenschaft gehöre, sich in Politik einzumischen, meinten inzwischen aber 42 Prozent der Deutschen, nachdem es im Frühjahr noch 32 Prozent waren. Immerhin vier von zehn Deutschen gingen darüber hinaus nunmehr davon aus, „dass Wissenschaftler uns nicht alles sagen, was sie über das Coronavirus wissen", und 15 Prozent äußerten gar, es gebe keine eindeutigen Beweise für die Existenz des Virus.
https://www.wissenschaft-im-dialog.de/projekte/wissenschaftsbarometer/wissenschaftsbarometer-2020/

Rektoren bewerten Micro-Degrees und Badges ambivalent


Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) sieht in Badges und Micro-Degrees „innovative Formate für die Lehre, die viel Potenzial haben, aber auch ihrem Wesen nach Probleme mit sich bringen“.

Micro-Degrees sind kleinste Studieninhalte, die idealerweise so formalisiert sind, dass sie in ein Studium integriert werden können. Sie können laut HRK als Auszeichnungen für voraussetzungslos zugängliche Angebote den Einstieg in einen Studiengang erleichtern, Berufstätige an wissenschaftliche Inhalte und Methoden bzw. internationale Studierende an das deutsche Hochschulsystem heranführen sowie Ergänzungsqualifikationen für Weiterbildungsinteressierte anbieten.

Mit Badges können Studierende dagegen sichtbar machen, dass sie bestimmte Kompetenzen in formellen und auch informellen Kontexten erworben haben. Mit ihnen könnten der HRK zufolge beispielsweise Prüfungsergebnisse, Hausarbeiten, Auszüge eines E-Portfolios und vor allem Schlüsselkompetenzen wie Umgang mit digitalen Daten, soziales Engagement, Projekterfahrungen, Sprachkenntnisse sowie interkulturelle Erfahrungen dokumentiert werden.

Hochschulbildung bleibe allerdings nur begrenzt in Kleinstteile zerlegbar, weil die Gesamtqualifikation nicht allein die Summe von Einzelnachweisen sei, so die HRK weiter. Insbesondere erwachse die akademische Persönlichkeitsbildung nur durch längere inhaltliche Auseinandersetzung mit komplexen fachlichen Inhalten und durch stetige Face-to-Face-Interaktion mit Lehrenden sowie Kommilitoninnen und Kommilitonen.
https://www.hrk.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/meldung/micro-degrees-und-badges-als-digitale-zusatzqualifikationen-4776/

Frauenanteil in wissenschaftlichen Spitzenpositionen steigt nur langsam


In Leitungspositionen des Wissenschaftssystems bleiben Frauen weiterhin unterrepräsentiert. Das geht aus der „24. Fortschreibung des Datenmaterials (2018/2019) zu Frauen in Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen“ hervor, die die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) veröffentlicht hat.

In der Dekade von 2008 bis 2018 hat sich demnach ihr Anteil in allen Qualifikations- und Karrierestufen erhöht: Bei den Promotionen waren es 2008 41,9 Prozent, inzwischen sind es 45,2 Prozent, die Zahl der Habilitationen von Frauen stieg von 23,4 auf 31,6 Prozent, die der Professorinnen von 17,4 auf 24,7 Prozent. Bei den Professuren sinke der Frauenanteil jedoch, je höher die Besoldungsgruppe werde: Der Frauenanteil auf W1-Professuren liegt inzwischen bei 46,6, auf C3/W2-Stellen bei 25,5 und auf C4/W3-Professuren bei 20,5 Prozent.

Bei den außeruniversitären Forschungseinrichtungen ist laut GWK der Frauenanteil in Führungspositionen von 2008 bis 2018 von 11,4 auf 19,6 Prozent gestiegen. Führend sei die Max-Planck-Gesellschaft mit 26,9 Prozent, gefolgt von der Leibniz-Gemeinschaft mit 25,8 und der Helmholtz-Gemeinschaft mit 19,8 Prozent. Weit abgeschlagen rangiere die Fraunhofer-Gesellschaft, bei der nur 4,8 Prozent der Leitungsposten von Frauen bekleidet werden.
https://www.gwk-bonn.de/fileadmin/Redaktion/Dokumente/Pressemitteilungen/pm2020-14.pdf

Qualitätssicherung: Neuer internationaler Preis der Einstein Stiftung


Die Einstein Stiftung hat eine neue Auszeichnung ins Leben gerufen. Der „Einstein Award for Promoting Quality in Research“ wird erstmals im November 2021 vergeben. Er ist mit insgesamt 500.000 Euro dotiert und soll Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Institutionen ehren, die sich für Qualitätssicherung in der Forschung engagieren. Nominierungen sind bis Ende März 2021 möglich.

Mit dem international ausgeschriebenen Preis will die Einstein Stiftung ein Bewusstsein für verlässliche wissenschaftliche Standards schaffen und damit das Vertrauen in die Wissenschaft stärken. Honoriert werden sollen Maßnahmen und Vorhaben aller Fachdisziplinen, die auf eine nachvollziehbare und belastbare Forschung abzielen. Das könnten beispielsweise Open Science Bemühungen sein, qualitätsfördernde Richtlinien oder neue Ansätze zur Validierung von Forschungsdaten.
https://www.einsteinfoundation.de/aktuelles/details/news/neuer-internationaler-preis-der-einstein-stiftung/

Deutscher Erfolg bei „ERC Consolidator Grants 2020“


Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat die Gewinner der „ERC Consolidator Grants 2020“ bekanntgegeben. 327 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Europa erhalten über das „Horizon 2020“-Programm zusammen 655 Millionen Euro Forschungsförderung. Mit dem Geld können die Geförderten bis zu fünf Jahre lang eine eigene Forschungsgruppe aufbauen.
In der aktuellen Förderrunde haben sich laut ERC 2.506 Forschende beworben. 121 Wissenschaftlerinnen kamen zum Zug. Das entsprach etwas mehr als einem Drittel der Geförderten (37 Prozent).


Mit je 50 Geförderten gingen die meisten Stipendien an Personen, die in Deutschland und Großbritannien forschten. Die meisten weiteren Geförderten arbeiteten in Frankreich (34) und den Niederlanden (29). Unter den ausgezeichneten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stammten die meisten aus Italien (47) und Deutschland (45).


Die „ERC Consolidator Grants“ werden an herausragende und vielversprechende Forscherinnen und Forscher vergeben, die über sieben bis zwölf Jahre Berufserfahrung nach der Promotion verfügen.
https://erc.europa.eu/news/CoG-recipients-2020


32,1 Milliarden Euro für die Hochschulen

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Die Bildungsausgaben von Bund, Ländern und Gemeinden sind im Jahr 2019 auf 150,1 Milliarden Euro gestiegen. Das waren 8,8 Milliarden Euro oder 6,3 Prozent mehr als 2018. Dies geht aus dem Bildungsfinanzbericht 2020 hervor, den das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Daten der öffentlichen Haushalte vorgelegt hat.


In die Schulen floss demnach mit 73,8 Milliarden Euro knapp die Hälfte (49,2 Prozent) der öffentlichen Bildungsausgaben. 33,6 Milliarden Euro entfielen auf die Kindertagesbetreuung (22,4 Prozent) und 32,1 Milliarden Euro auf die Hochschulen (21,4 Prozent).


Insgesamt steigerten die Länder ihre Ausgaben im Bildungsbereich 2019 um 7,2 Milliarden Euro (+7,3 Prozent). Die Gemeinden gaben 1,8 Milliarden Euro (+5,4 Prozent) mehr für Bildung aus. Die Ausgaben des Bundes im Bildungsbereich sanken 2019 leicht um 0,1 Milliarden Euro beziehungsweise ein Prozent. Damit beteiligten sich 2019 die Länder mit 105,3 Milliarden Euro an den öffentlichen Bildungsausgaben und die Gemeinden mit 35 Milliarden Euro. Der Bund finanzierte einen Anteil von 9,9 Milliarden Euro.


Mit dem Ausgabenplus ging auch ein Aufwuchs der durchschnittlichen Monatsbruttogehälter einher. So verdienten die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die 2019 mehr als 40 Prozent des Hochschulpersonals ausmachten, monatlich im Durchschnitt 4.800 Euro brutto. Professorinnen und Professoren auf W3-Stellen, die rund sieben Prozent des Hochschulpersonals ausmachten, erhielten ein durchschnittliches Monatsbruttogehalt von 10.700 Euro.
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/12/PD20_495_217.html


Haushaltseinigung: EU-Forschungsmittel können fließen


Die EU-Staaten haben ihren Haushaltsstreit beigelegt. Polen und Ungarn hatten zuvor einem Kompromiss zwischen Ministerrat und Parlament widersprochen, weil die Vergabe von Geldern an Rechtsstaatlichkeitsprinzipien geknüpft werden sollte (vgl. DHV-Newsletter 11/2020). Im Rahmen einer Sondervereinbarung wurde dieser Kritikpunkt nun entschärft.


Für das EU-Forschungsprogramm „Horizon Europe“ sind im Haushalt insgesamt 84,9 Milliarden Euro vorgesehen, für „Erasmus+“ 23,4 Milliarden Euro. Das Europäische Parlament konnte zuletzt eine Erhöhung der Mittel erwirken. Diese fällt jedoch zum Leidwesen der Wissenschaft weiterhin geringer aus als zunächst angekündigt.


Vor diesem Hintergrund hat die Hochschulrektorenkonferenz dafür plädiert, insbesondere bei dem Aufbau paneuropäischer Studienangebote in Europäischen Hochschulallianzen und bei der Grundlagenforschung Prioritäten zu setzen. Letztere bilde das Fundament und schaffe einen Wissensvorrat, „aus dem überhaupt erst innovative Lösungen entwickelt werden können, um künftige Krisen und Herausforderungen zu bewältigen“.
https://www.hrk.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/meldung/entscheidung-zum-eu-finanzrahmen-forschungsmittel-mit-weitsicht-investieren-4784/


Proteste gegen geplante Hochschulreform


Insgesamt 300 Menschen haben am 1. Dezember 2020 in München und Nürnberg gegen das geplante Hochschulinnovationsgesetz der Bayerischen Staatsregierung demonstriert, obwohl dazu bislang kein ausformulierter Entwurf, sondern lediglich ein Eckpunktepapier vorliegt (vgl. Newsletter 11/2020). Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. Zu den Kundgebungen aufgerufen hatte die Initiative Geistes- und Sozialwissenschaften, die Nachteile für ihre Disziplinen befürchtet, weil die Staatsregierung vorhabe, vermehrt auf die ökonomische Verwertbarkeit von Forschung abzustellen. Eine Online-Petition der Initiative ist bislang von mehreren Tausend Menschen unterschrieben worden.


In einem Offenen Brief, den hunderte Professorinnen und Professoren unterzeichnet haben, und einer Resolution, die der Münchner Historiker Professor Martin Schulze Wessel mit weiteren Kolleginnen und Kollegen initiiert hat, wird ebenfalls deutliche Kritik an den bisherigen Eckpunkten geübt und vor einem überbordenden Machzuwachs der Hochschulpräsidien bei gleichzeitiger Aushöhlung der akademischen Selbstverwaltung gewarnt.


Bereits im Oktober hatte Professor Max-Emanuel Geis, Vorsitzender des Landesverbandes Bayern im Deutschen Hochschulverband (DHV), bei einer Anhörung im Landtag ausgeführt, dass das Managerprinzip an Hochschulen verfassungswidrig sei: „Vermarktbarkeit und Wissenschaftsfreiheit sind Widersprüche“, hatte er dort laut „Abendzeitung München“ verlauten lassen.


Zum Artikel der „Süddeutschen Zeitung“ mit weiteren Verlinkungen:
https://www.sueddeutsche.de/bayern/muenchen-nuernberg-demonstration-hochschulreform-1.5133415
Zu den Ausführungen des DHV-Landesverbandvorsitzenden:
https://www.abendzeitung-muenchen.de/bayern/neues-hochschulgesetz-professoren-aufstand-gegen-markus-soeder-art-688124


Wissenschaft macht gegen Kürzungen bei Hochschulen mobil


Die Landeshochschulkonferenz Niedersachsen (LHK), die Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen sowie die in Niedersachsen ansässigen Institute und Zentren der Max-Planck-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Fraunhofer Gesellschaft und der Leibniz-Gemeinschaft haben sich mit einer gemeinsamen Erklärung an die Politik gewandt. Kern ihrer Forderungen ist, die niedersächsischen Hochschulen von der Globalen Minderausgabe, die die Landesregierung für das Jahr 2020 in Höhe von rund 24 Millionen Euro beschlossen hat, auszuklammern. Die Landesregierung plane, diese Kürzung auch in den kommenden Jahren fortzuschreiben. Darin sehen die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner eine Gefährdung des Wissenschaftsstandortes Niedersachsen, der Planungssicherheit brauche und im nationalen wie internationalen Vergleich weiter zurückzufallen drohe. „Ohne Forschung und Fachkräfte“ habe das Land keine gute Zukunft, erklärte der LHK-Vorsitzende Professor Wolfgang-Uwe Friedrich. „Eine Politik des „Gürtel-enger-Schnallens“ reicht nicht aus, um aus der Pandemie-Krise gestärkt hervorzugehen. Wir brauchen ein großes Innovationsprogramm, in dem die Hochschulen eine zentrale Funktion einnehmen. (…) Wir müssen auf 2030 und 2040 schauen und danach die Prioritäten ausrichten.“
https://www.lhk-niedersachsen.de/aktuelles/aktuelles/niedersachsen-koppelt-sich-ab/
Zur Gemeinsamen Erklärung:
https://www.lhk-niedersachsen.de/fileadmin/user_upload/201119_gem_Erkl%C3%A4rung_WKN_LHK.pdf


1,7 Milliarden Euro für den Hochschulbau


Hessens Hochschulen können bis 2031 mit 1,7 Milliarden Euro zusätzlich vom Land für ihre Neubauten und Modernisierungen rechnen. Wie Wissenschaftsministerin Angela Dorn am 25. November 2020 in Wiesbaden erläuterte, wird das von 2021 bis 2026 laufende Hochschulbauprogramm Heureka II um weitere 250 Millionen Euro auf 1,25 Milliarden Euro aufgestockt. Das sich anschließende Förderprogramm Heureka III werde dann für die Jahre 2027 bis 2031 mit weiteren 1,435 Milliarden Euro ausgestattet.
Zusätzlich zu Heureka erhalten die Hochschulen bis zum Jahr 2027 noch weitere bis zu 210 Millionen Euro aus einem Infrastrukturprogramm von Bund und Ländern, vordringlich für die Sanierung von Lehr- und Lernflächen. Darüber hinaus unterstützt ein 2018 aufgelegtes Förderprogramm bis 2025 die energetische Sanierung von Hochschulgebäuden.
https://wissenschaft.hessen.de/presse/pressemitteilung/17-milliarden-euro-fuer-sanierung-und-neubau-an-hessens-hochschulen

Neustart als Hochschule für Künstliche Intelligenz


Die Jacobs University Bremen (JUB) steht vor einer grundlegenden Neuausrichtung. Ein Konsortium aus dem deutschen Software-Riesen SAP, dem ebenfalls in der Software-Entwicklung tätigen chinesischen Unternehmens Neusoft und des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz will die JUB einem Bericht des „Weser-Kuriers“ zufolge zu einem Hochschul- und Weiterbildungskomplex im Bereich Künstliche Intelligenz umwandeln. Die derzeit von der Privatuniversität betriebenen Studiengänge sollen mittelfristig auslaufen.


Voraussichtlich zum Jahresende, spätestens aber wohl Mitte nächsten Jahres werde das Konsortium die Mehrheitsanteile an der JUB übernehmen und mit der inhaltlichen Umgestaltung beginnen, heißt es in dem Bericht weiter. Innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre wolle die Dreierallianz einen zweistelligen Millionenbetrag investieren. Die Zahl der Studierenden soll sich auf 3.000 verdoppeln, tendenziell seien sogar 5.000 angepeilt.


Wie die Zeitung weiter berichtet, zeigte sich der sechsköpfige Fakultätsrat der JUB in einem Offenen Brief zwar „dankbar“, dass sich der Senat „proaktiv um die langfristige finanzielle Absicherung“ bemühe. Doch gäbe es bislang keine Informationen darüber, welche Konsequenzen dies für die etwa 400 Beschäftigten bedeute. Zudem forderte das Gremium, „unmittelbar und frühzeitig“ an allen Planungen zur künftigen akademischen Ausrichtung beteiligt zu werden.
https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-neustart-fuer-die-jacobs-university-in-bremennord-_arid,1944544.html
https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-professoren-der-jacobsuni-fordern-mitspracherecht-bei-umbau-_arid,1946107.html

Karriere

Verlängerung für pandemiebedingte Überbrückungshilfen


Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die finanzielle Unterstützung für von ihr geförderte Forschungsarbeiten ausgeweitet. Angesichts der andauernden Beeinträchtigungen der Forschung durch die Covid-19-Pandemie könnten für Projekte nun Soforthilfen oder eine kostenneutrale Verlängerung beantragt werden, teilte die Förderorganisation mit. Das sei auch möglich, wenn bereits eine Verlängerung oder Kostenerweiterung stattgefunden habe oder abgelehnt wurde.


Die Anpassungen gelten für den Großteil der DFG-geförderten Projekte, insbesondere für Sachbeihilfen, Forschungsgruppen und Schwerpunktprogramme. Unterstützt werden Projekte, die zwischen dem 1. April 2020 und dem 30. Juni 2021 endeten oder ablaufen werden. Wie bisher stellt die DFG bei pandemiebedingten zeitlichen Verzögerungen in den Projekten für bis zu drei Monate zusätzliche Personal- und Sachmittel bereit. https://www.dfg.de/foerderung/info_wissenschaft/2020/info_wissenschaft_20_93/index.html


Präsentationscoaching für Forschungsgruppen


Das Präsentationscoaching-Angebot ProBe richtet sich an Forschungsgruppen von Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften, außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie an Hochschulleitungen. Das Coaching soll dabei helfen, Forschungsvorhaben vor einer Gutachtergruppe im Rahmen eines Drittmittelvergabeverfahrens profilierter, aussagekräftiger und zielführender zu präsentieren.


Vor dem Hintergrund, dass aktuell viele Begutachtungen digital durchgeführt werden, wird das Coaching sowohl digital als auch vor Ort angeboten.
ProBe führt der DHV in Kooperation mit Frau Dr. Beate Scholz (Scholz CTC GmbH) und Frau Heike Hofmann, M.A. (Körper&Sprache) durch.
https://www.hochschulverband.de/probe


PLUS: Der DHV-Karriere-Newsletter


Nützliches Wissen für den Berufsalltag von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Post-Doc bis zum Institutsleiter. Kurz und bündig, verständlich und klar: Das ist PLUS, der neue Karriere-Newsletter des Deutschen Hochschulverbandes (DHV).


PLUS erscheint monatlich. Für alle DHV-Mitglieder per E-Mail frei Haus oder nach Anmeldung: https://www.hochschulverband.de/plus

Barometer

Haushaltskürzungen in Niedersachsen als Vorbote für die zukünftige Hochschulpolitik der Länder nach der Pandemie?

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Niedersachsens Hochschulen sehen sich empfindlichen Haushaltskürzungen gegenüber. Ist das aus Ihrer Sicht ein Vorbote für die zukünftige Hochschulpolitik der Länder nach der Pandemie?

Zur Abstimmung:
https://www.hochschulverband.de/

Knappe Mehrheit hat kein Verständnis für Protest gegen Digitalsemester

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Der Deutsche Hochschulverband hat die Leserinnen und Leser im November gefragt, ob sie Verständnis für den Protest Lehrender der Universität Hamburg gegen ihre Hochschulleitung haben, die entschieden hatte, trotz vorliegender Schutzkonzepte nahezu alle Präsenzveranstaltungen vor Ort zu streichen. 49 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer antworteten mit Ja, 51 Prozent mit Nein.
Recht aktuell

Klage zu Lehrdeputatssenkung bei FH-Professuren nicht zugelassen

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Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hat einen Normenkontrollantrag von Fachhochschulprofessorinnen und -professoren als unzulässig abgewiesen, weil die Antragsfrist nicht gewahrt worden sei. Die Hochschullehrerinnen und -lehrer hatten moniert, dass ihr Lehrdeputat deutlich höher liege als das von Universitätsprofessorinnen und -professoren. In der Regel müssen Professorinnen und Professoren an Fachhochschulen 18 Semesterwochenstunden pro Woche anbieten, ihre Kolleginnen und Kollegen an Universitäten dagegen acht. Der Hochschullehrerbund Niedersachsen, der den Antrag vergangenes Jahr gestellt hatte, hatte dies als eine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung gewertet und eine Absenkung des Lehrdeputats auf maximal zwölf Stunden pro Woche gefordert (vgl. DHV-Newsletter 9/2019).


Die Stundenregelung ist seit 1996 in der Lehrverpflichtungsverordnung des Landes Niedersachsen festgelegt. Die Neufassung der Regelung von 2018, gegen die sich der Antrag richtete, ging nicht weiter zu Lasten der Fachhochschulprofessoren und -professoren, führte ein Sprecher des Gerichts Medienberichten zufolge aus. Eine Revision wurde nicht zugelassen, die Möglichkeit der Beschwerde gegen die Nichtzulassung besteht aber (Az.: 2 KN 644/19).
https://www.forschung-und-lehre.de/recht/antrag-von-fh-professoren-abgewiesen-3270/


Universität muss Geldgeber nicht nennen


Die Universität Hamburg muss nach einem Urteil des Hamburger Oberverwaltungsgerichts (OVG) ihre finanziellen Zuwendungen nicht offenlegen (Az.: 3 Bf 183/18). Damit hat das Gericht einer Berufung der Universität gegen eine vorangegangene Entscheidung des Verwaltungsgerichts Hamburg vom 21. März 2018 (Az.: 17 K 459/16) stattgegeben, die eine Auskunftspflicht vorgesehen hatte.

Die Transparenzinitiative „FragDenStaat.de“ hatte die Hochschule aufgefordert, Angaben über die von 2012 bis 2014 erhaltenen und über den Wert von 1.000 Euro übersteigenden Sponsoring-Leistungen, Spenden, Schenkungen und Werbezuwendungen zu machen. Genannt werden sollten dabei auch der Name des Geldgebers, die Höhe der finanziellen Zuwendung sowie Art und Wert der materiellen Zuwendung. Die Universität gab daraufhin die Informationen nur teilweise weiter. Spendernamen wurden nicht genannt, sofern sie einer Veröffentlichung nicht zugestimmt hatten.

Nach Auffassung des OVG erfasst die im Hamburger Transparenzgesetz aufgeführte Ausnahme, wonach keine Informationspflicht für die Grundlagenforschung oder anwendungsbezogene Forschung besteht, nicht nur den Kernbereich der Wissenschaftsfreiheit, sondern schließt auch wissenschaftsrelevante Angelegenheiten und somit Informationen über Drittmittel zu Forschungszwecken ein.
https://justiz.hamburg.de/aktuellepresseerklaerungen/14674018/pressemitteilung/


Besoldung kinderreicher Beamter

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(Det.) Das Bundesverfassungsgericht hat die Besoldungsvorschriften des Landes Nordrhein-Westfalen zur Alimentation von kinderreichen Richtern und Staatsanwälten in Nordrhein-Westfalen für teilweise verfassungswidrig erklärt (BVerfG, 2 BvL 6/17). Die Besoldungsvorschriften seien mit dem verfassungsrechtlich gewährleisteten Alimentationsprinzip unvereinbar. Dies betreffe die Jahre 2013 bis 2015 und Richter und Staatsanwälte der Besoldungsgruppe R2. Die den Richtern und Beamten ab dem dritten Kind gewährten Zuschläge müssten ihr Nettoeinkommen so erhöhen, dass den Richtern und Beamten für jedes dieser Kinder mindestens 115 Prozent des so genannten grundsicherungsrechtlichen Gesamtbedarfs zur Verfügung stünde. Daher hat das Bundesverfassungsgericht den Gesetzgeber des Landes Nordrhein-Westfalen nun verpflichtet, bis spätestens zum 31. Juli 2021 eine verfassungskonforme Regelung zu treffen. Die Kläger hatten in den Ausgangsverfahren geltend gemacht, dass ihre Besoldung im Hinblick auf ihre Kinderzahl verfassungswidrig zu niedrig bemessen sei. Die Verfahren waren vom Verwaltungsgericht Köln ausgesetzt und dem Bundesverfassungsgericht vorgelegt worden. Das Verfassungsgericht hat letztlich ausgeführt, der Dienstherr sei verpflichtet, seinen Richtern und Beamten und ihren Familien lebenslang eine amtsangemessene Alimentation zu gewähren. Dabei dürften Richter und Beamte nie vor die Wahl gestellt werden, entweder eine ihrem Amt angemessene Lebensführung aufrechtzuerhalten oder aber eine Familie und Kinder zu haben oder nicht. Deshalb sei bei der Beurteilung der amtsangemessenen Besoldung auch die Zahl der Kinder zu berücksichtigen. Bei der Bemessung des Bedarfs für das dritte und die weiteren Kinder könne der Gesetzgeber von den Leistungen der sozialen Grundsicherung ausgehen. Allerdings müsse die Alimentation über diesem Niveau liegen. Die Frage, ob die Dienstbezüge noch amtsangemessen seien, beurteile sich nach dem Nettoeinkommen. Im Ergebnis hielt das Bundesverfassungsgericht fest, dass in den Jahren 2013 bis 2015 in der Besoldung der Richter und Staatsanwälte der Besoldungsgruppe R2 noch nicht einmal der grundsicherungsrechtliche Gesamtbedarf durch die bei steigender Kinderzahl gewährten Nettomehrbeträge ausgeglichen war. Daher treffe den Gesetzgeber die Verpflichtung, die Rechtslage verfassungsgemäß umzugestalten.

Änderung der Beihilfeverordnung Bund

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(Uf.) Die Neunte Änderungsverordnung der Bundesbeihilfeverordnung, die zum 1. Januar 2021 in Kraft tritt, enthält einige wesentliche Änderungen. So wird die Einkommensgrenze für berücksichtigungsfähige Personen (z.B. Ehegatten) auf 20.000 Euro angehoben. Gleichzeitig fällt die Übergangsregelung weg und es erfolgen regelmäßige Anpassungen unter Berücksichtigung der Entwicklung der allgemeinen wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse. Geschaffen wird auch eine Rechtsgrundlage zur elektronischen Direktabrechnung zwischen Feststellungsstellen und Krankenhäusern. Der Beihilfesatz für beihilfeberechtigte Personen, die Elternzeit in Anspruch nehmen, erhöht sich auf 70 Prozent. Weitere Regelungen betreffen die wirkungsgleiche Übertragung von aktuellen Leistungsverbesserungen aus dem Bereich der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Dazu gehört etwa die Anhebung der Beihilfefähigkeit der Aufwendungen für Material- und Laborkosten von 40 auf 60 Prozent.

Die Beihilfeverordnung Bund gilt nur für Bundesbeamtinnen und -beamte. Für Landesbeamtinnen und -beamte gelten eigene Regelungen nach den entsprechenden Landesbeihilfeverordnungen.

Personalia

Stabwechsel

Foto: brandenburg.de
Im kommenden Jahr wird die brandenburgische Bildungsministerin Britta Ernst von ihrer rheinland-pfälzischen Amtskollegin Stefanie Hubig die Präsidentschaft der Kultusministerkonferenz (KMK) übernehmen. Hubig wird Vizepräsidentin der KMK. Weitere Vizepräsidentinnen für das Jahr 2021 sind die schleswig-holsteinische Ministerin Karin Prien und die Berliner Senatorin Sandra Scheeres.

Neue Rektorin

Foto: uni-konstanz.de
Professorin Katharina Holzinger ist neue Rektorin der Universität Konstanz. Die Politikwissenschaftlerin folgt auf Professorin Kerstin Krieglstein, die seit dem 1. Oktober 2020 an der Spitze der Universität Freiburg steht.

Neuer Präsident I

Foto: IAD/TU Darmstadt
Professor Ralph Bruder aus Darmstadt wird zum 1. August 2021 Präsident der Universität Oldenburg. Der Arbeitswissenschaftler und bisherige Vizepräsident der TU Darmstadt folgt auf Professor Hans Michael Piper.

Neuer Präsident II

TU Ilmenau/Michael Reichel
Professor Kai-Uwe Sattler wird neuer Präsident der TU Ilmenau. Der Informatiker folgt auf Professor Peter Scharff.

Führungswechsel

Foto: Jacobs University
Der Präsident der Jacobs University, Professor Antonio Loprieno, legt zum Ende des Jahres sein Amt nieder. Das teilte die Jacobs University in einer Pressemitteilung ohne Angabe von Gründen mit. Die derzeitige Geschäftsführerin Andrea Herzig-Erler und Provost Professor Thomas Auf der Heyde sollen die Universität künftig gemeinsam leiten.

Neue Sprecherin

HHU/Susanne Kurz
Professorin Anja Steinbeck, Rektorin der Universität Düsseldorf, ist seit dem 1. Dezember 2020 Sprecherin der Mitgliedergruppe Universitäten in der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und Vizepräsidentin der HRK. Die Juristin folgt auf den Rektor der Universität Duisburg-Essen, Professor Ulrich Radtke, der sich nach zwei Amtszeiten nicht erneut zur Wahl stellte. Als stellvertretenden Sprecher wurde Professor Volker Epping, Präsident der Universität Hannover, bestätigt. Professor Karim Khakzar, Präsident der Hochschule Fulda, bleibt Sprecher der Mitgliedergruppe Fachhochschulen.

Neue Vorsitzende

Foto: Oliver Dietze
Als erste Frau in der hundertjährigen Geschichte des Deutschen Juristen-Fakultätentages übernimmt Professorin Tiziana Chiusi von der Universität des Saarlandes dessen Vorsitz. Sie übernimmt das Amt von Professor Joachim Lege von der Universität Greifswald.

Acht neue Humboldt-Professuren ausgewählt


Drei Wissenschaftlerinnen und fünf Wissenschaftler sind für die Alexander von Humboldt-Professur ausgewählt worden. Der mit jeweils bis zu fünf Millionen Euro dotierte Preis wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Mit der Alexander von Humboldt-Professur sollen weltweit führende und im Ausland tätige Forscherinnen und Forscher die Möglichkeit erhalten, langfristig zukunftsweisende Forschung an deutschen Hochschulen durchzuführen.


Die ausgewählten Preisträgerinnen und Preisträger treten nun in Berufungsverhandlungen mit den deutschen Universitäten, die sie für den Preis nominiert haben: Die Wissenschaftshistorikerin Professorin Andrea Bréard von der Université Paris-Saclay wurde von der Universität Nürnberg-Erlangen und der Stoffwechselphysiologe Christian Frezza von der University of Cambridge von der Universität zu Köln vorgeschlagen. Der Chemiker Professor Ive Hermans von der University of Wisconsin-Madison soll künftig an der RWTH Aachen, der Psychologe Professor Stefan G. Hofmann von der Boston University an der Universität Marburg und der Mathematiker Professor Gustav Holzegel vom Imperial College London an der Universität Münster arbeiten. Der Medizintechniker Professor Jan Huisken von der University of Wisconsin-Madison soll an die Universität Göttingen, die Robotik-Expertin Professorin Angela Schoellig von der University of Toronto an die TU München und die KI- und Roboterethikerin Professorin Aimee van Wynsberghe von der Delft University of Technology an die Universität Bonn wechseln.
https://www.humboldt-foundation.de/entdecken/newsroom/neue-alexander-von-humboldt-professorinnen-ausgewaehlt


Leibniz-Preise 2021


Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat vier Wissenschaftlerinnen und sechs Wissenschaftlern den Leibniz-Preis 2021 zugesprochen. Sie waren zuvor aus 131 Vorschlägen ausgewählt worden. Von den zehn Preisträgerinnen und Preisträgern kommen je zwei aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, den Naturwissenschaften und aus den Ingenieurwissenschaften sowie vier aus den Lebenswissenschaften.


Ausgezeichnet werden in einem virtuellen Rahmen am 15. März 2021 Asifa Akhtar vom Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg, die Informatikerin Professorin Elisabeth André von der Universität Augsburg, der Nachrichtentechniker Professor Giuseppe Caire von der TU Berlin, der Biodiversitätsforscher Professor Nico Eisenhauer von der Universität Leipzig, die Klimawissenschaftlerin Professorin Veronika Eyring vom DLR Oberpfaffenhofen und der Universität Bremen, die Paläoanthropologin Professorin Katerina Harvati-Papatheodorou von der Universität Tübingen und dem Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment in Tübingen, der Soziologe Professor Steffen Mau von der HU Berlin, der Biologe Professor Rolf Müller vom Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland und von der Universität des Saarlandes, der Immunologe Professor Jürgen Ruland von der TU München und Professor Volker Springel vom Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching. Alle Preisträgerinnen und Preisträger erhalten ein Preisgeld von jeweils 2,5 Millionen Euro für kommende Forschungsarbeiten.


Wissenschaftspreise des Landes Niedersachsen


Der niedersächsische Wissenschaftsminister Björn Thümler hat am 17. November 2020 in Hannover die diesjährigen Wissenschaftspreise des Landes verliehen. Die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung als herausragender Wissenschaftler an einer niedersächsischen Universität erhielt der Göttinger Strafrechtler Professor Kai Ambos. Der Preis für Nachwuchswissenschaftler und Nachwuchswissenschaftlerinnen in Höhe von 20.000 Euro ging an die Metrologin Professorin Stefanie Kroker von der TU Braunschweig und der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Covid-19-Pandemie wurde erstmals ein mit 10.000 Euro dotierter Sonderpreis für Innovationen in der digitalen Lehre verliehen. Ausgezeichnet wurden die Schulpädagogin Professorin Katharina Müller und ihr Team von der Universität Hannover für das Projekt #LernenVernetzt, bei dem angehende Lehrerinnen und Lehrer Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler beim digitalen Lernen unterstützen.
https://www.mwk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presseinformationen/minister-thumler-verleiht-den-mit-119-000-euro-dotierten-wissenschaftspreis-2020-194648.html

Heinz Gumin Preis für Mathematik

Foto: mpg.de
Professor Wolfgang Hackbusch, emeritierter Direktor des Leipziger Max-Planck-Instituts für Mathematik in den Naturwissenschaften, ist am 27. November 2020 mit dem Heinz Gumin Preis für Mathematik der Carl Friedrich von Siemens Stiftung ausgezeichnet worden. Gewürdigt wurden damit seine bahnbrechenden Beiträge zur numerischen Mathematik. Die Auszeichnung ist mit 50.000 Euro der höchst dotierte Mathematikpreis in Deutschland.

Schelling-Preis

Foto: King‘s College London
Der mit 25.000 Euro dotierte Schelling-Preis der Bayerischen Akademie der Wissenschaften geht an Professor Peter Adamson, der an der LMU München und am King‘s College London lehrt und forscht. Der Philosophiehistoriker habe mit seinen Arbeiten das Spektrum der Forschungen zur islamischen Welt markant erweitert, hieß es zur Begründung.

Schader-Preis 2021

Foto:  LMU/Marc Müller
Professor Armin Nassehi von der LMU München erhält den mit 15.000 Euro dotierten Schader-Preis 2021. Mit seinen wegweisenden Arbeiten im Bereich der Kultursoziologie, der politischen Soziologie und der Wissens- und Wissenschaftssoziologie werde er gleichermaßen in der fachlichen und nicht-fachlichen Öffentlichkeit rezipiert, hieß es zur Begründung. Der herausragende Analytiker sei in exemplarischer Weise ein Brückenbauer zwischen öffentlichem Diskurs und Fachwissenschaft.

Post-Doc-Preis des Landes Brandenburg


Annett Salzwedel und Martin Stolterfoht von der Universität Potsdam sind am 7. Dezember 2020 mit dem Postdoc-Preis des Landes Brandenburg in Höhe von jeweils 20.000 Euro ausgezeichnet worden. Die Sozialwissenschaftlerin Salzwedel wurde für eine Arbeit geehrt, in der sie sich mit den Bedingungen für eine erfolgreiche Rehabilitation nach schweren Herzkrankheiten beschäftigte. Der Physiker Stolterfoht erhielt den Preis für eine Publikation über die Optimierung von Perowskit-Solarzellen.
Vermischtes

Kleinster Weihnachtsbaum der Welt


45 Meter hoch, 40 Tonnen schwer und mit 48.000 Lämpchen geschmückt: Wegen der Covid-19-Pandemie wird der größte Weihnachtsbaum der Welt in diesem Jahr nicht wie gewohnt auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt erleuchten können. Da trifft es sich gut, dass die Ruhrgebietsstadt laut Buch der alternativen Rekorde seit nunmehr dreizehn Jahren auch den kleinsten Weihnachtsbaum der Welt beherbergt.


Die künstliche Fichte misst lediglich 14 Millimeter. Sie ist damit kleiner als eine Ein-Euro-Münze und trotzdem feierlich mit zehn Mini-LEDs geschmückt. Außerdem zieren blattvergoldetes Lametta und vergoldete Weihnachtsanhänger den Baum, auf dessen Spitze ein kleiner Engel thront.


Das filigrane Gewächs steht in einer weihnachtlichen Schneelandschaft neben einer Modelleisenbahn und einem Rentierschlitten. Bis zum 29. Dezember 2020 ziert es noch das Schaufenster der Galerie Lamers in der Dortmunder Fußgängerzone nahe der Reinoldikirche.

Foto: Kreativ-Weltrekordteam, Holger Späing

DHV-Seminare

Aktuelle DHV-Online-Seminare

Lehrkompetenz und Forschungserfahrung im Bewerbungsverfahren
Montag, 11. Januar 2021, 10:00-12:15 Uhr
https://www.dhvseminare.de/lehrkompetenz_und_forschungserfahrung_online-seminar

Wissenschaftszeitvertragsgesetz und TV-L
Dienstag, 12. Januar 2021, 9:30-14:30 Uhr
https://www.dhvseminare.de/wissenschaftszeitvertragsgesetz_tv-l_online-seminar

Berufungsverhandlungen an Medizinischen Fakultäten
Donnerstag, 14. Januar 2021, 10:00-14:30 Uhr
https://www.dhvseminare.de/berufungsverhandlungen_medizinische_fakultaet_online-seminar

Wissenschaftlerinnen auf dem Weg zur Professur
Freitag, 15. Januar 2021, 9:00-13:30 Uhr
https://www.dhvseminare.de/wissenschaftlerinnen_professur_online-seminar

Verhandlungen bei Erstberufung
Montag, 18. Januar 2021, 9:30-14:30 Uhr
https://www.dhvseminare.de/erstberufung_online-seminar

Berufungsverhandlung an privaten Hochschulen
Dienstag, 19. Januar 2021, 9:30-13:00 Uhr
https://www.dhvseminare.de/index.php?module=010700&event=190&catalog_id=3&category_id=17&language_id=

Berufungsverhandlungen effektiv führen
Dienstag, 26. Januar 2021, 9:30-14:10 Uhr
https://www.dhvseminare.de/berufungsverhandlungen_effektiv_fuehren_online-seminar

Digitalisierung der Lehre
Freitag, 29. Januar 2021, 10:00-15:00 Uhr
https://www.dhvseminare.de/digitalisierung_lehre_online-seminar

Lehre und Prüfen in Zeiten von Corona
Montag, 1. Februar 2021, 9:00-13:15 Uhr
https://www.dhvseminare.de/lehren_pruefen_corona_digitales_semester_online-seminar

Basiswissen Pensionierung
Dienstag, 2. Februar 2021, 11:00-14:30 Uhr
https://www.dhvseminare.de/pensionierung_online-seminar

Stressmanagement
Donnerstag, 4. Februar 2021, 9:00-17:00 Uhr
https://www.dhvseminare.de/index.php?module=010700&event=193&catalog_id=3&category_id=19&language_id=

Dekaninnen/Dekane und ihre Leitungsaufgaben
Freitag, 5. Februar 2021, 9:30-14:30 Uhr
https://www.dhvseminare.de/dekanInnen_leitungsaufgaben_online-seminar

Alle Termine, Programme und aktuelle Informationen finden Sie unter www.dhvseminare.de. Auch InHouse-Veranstaltungen sind möglich.
Publikationen

Vierte erweiterte Auflage
Dirk Siepmann: "Wörterbuch Hochschule. Forschung, Lehre und Management" (Deutsch-Englisch/Englisch-Deutsch)


NEU: Mehr als 500 neue Einträge, davon viele aus dem Bereich Prüfungsordnungen

Ob Sie „Berufungsleistungsbezüge“ oder „Zulassungsbeschränkung“ ins Englische übersetzen wollen: Das „Wörterbuch Hochschule“ von Dirk Siepmann ist ein verlässliches Nachschlagewerk für alle Bereiche des Hochschullebens.

Dirk Siepmann ist Professor für Fachdidaktik des Englischen an der Universität Osnabrück. Er verfügt über eine jahrzehntelange Erfahrung in Fremdsprachendidaktik, Übersetzungswissenschaft und Lexikographie.

Gebundene Ausgabe, vierte überarbeitete und erweiterte Auflage 2019, 352 Seiten
ISBN: 978-3-944941-02-8
Preis: 19,90 Euro (für Mitglieder des Deutschen Hochschulverbandes 17,90 Euro) inkl. Porto Inland.

Zu bestellen über: Deutscher Hochschulverband, Rheinallee 18-20, 53173 Bonn, E-Mail: dhv@hochschulverband.de, Fax: 0228-90 266 80.

Wörterbuch der allgemeinen Wissenschaftssprache


Sie schreiben einen wissenschaftlichen Artikel in englischer Sprache und wollen zum Beispiel Forschungslücken aufzeigen oder Ergebnisse kommentieren? Sie müssen auf Englisch vortragen? Das „Wörterbuch der allgemeinen Wissenschaftssprache. Wörter, Wendungen und Mustertexte“ von Dirk Siepmann bietet in komprimierter Form zahlreiche griffige und direkt einsetzbare Formulierungsalternativen auf Deutsch und Englisch.


Dirk Siepmann ist Professor für Fachdidaktik des Englischen an der Universität Osnabrück. Er verfügt über eine jahrzehntelange Erfahrung in Fremdsprachendidaktik, Übersetzungswissenschaft und Lexikographie.

Gebundene Ausgabe, 352 Seiten, 34,90 Euro inkl. Porto, für DHV-Mitglieder zum Sonderpreis von 29,90 Euro inkl. Porto.
ISBN: 978-3-944941-06-6

Ihre Bestellung richten Sie bitte an:
Deutscher Hochschulverband, Rheinallee 18-20, 53173 Bonn, Tel.: 0228/90 266 66, Fax: 0228/90 266 80 oder per Mail: dhv@hochschulverband.de

Lioba Werth/Klaus Sedlbauer:
In Forschung und Lehre professionell agieren


Die Leiter von Lehrstühlen stehen heute vor neuen Herausforderungen. Längst sind sie nicht mehr nur Wissenschaftler, sondern zu Managern geworden. Sie sehen sich gestiegenen Ansprüchen der Studierenden, einer zunehmenden Internationalisierung der Forschungslandschaft, der Beschaffung von Drittmitteln und einer entsprechenden Außendarstellung in der Öffentlichkeit gegenüber.

Mit dem Handbuch "In Forschung und Lehre professionell agieren" haben die Autoren ein Werk geschaffen, das anhand von Checklisten, Vorlagen, Leitfäden und vielen Beispielen aus der Praxis zeigt, wie mit den neuen Anforderungen souverän, professionell und ergebnisorientiert umgegangen werden kann.

Siebte unveränderte Auflage, geb., 100 Abb., 844 Seiten
ISBN: 978-3-924066-97-0
Preis: 79 Euro (für Mitglieder des Deutschen Hochschulverbandes 70 Euro) inkl. Porto Inland.

Zu bestellen über: Deutscher Hochschulverband, Rheinallee 18-20, 53173 Bonn, E-Mail: dhv@hochschulverband.de, Fax: 0228-90 266 80.
Vorschau F&L

In der aktuellen Ausgabe: Groß und Klein


Gerd Grözinger
Groß ist gut, klein bloß charmant?
Hochschulgröße als Erfolgsfaktor

Thomas Junker
Evolutionäres Wettrüsten
Über die Vor- und Nachteile, groß zu sein


Hanna A. Genau | Gerhard Blickle
Kompetenter, dominanter und charismatischer?
Körpergröße und Berufserfolg


Wolfgang Kemp
Die kritische Größe Größe
Eine kleine Notiz aus kunstgeschichtlicher Sicht


Weitere Beiträge

Berufungen

„Wer klagt, ist verbrannt”
Vignetten aus der Berufungspraxis

Interview mit Susanne Menzel-Riedl
Berufungsverfahren an der Universität Osnabrück

Hubert Detmer
Die „reale“ W-Besoldung
Tendenz steigend, aber föderale Schere öffnet sich immer weiter


"Forschung & Lehre" online

istockphoto.com
Immer etwas entdecken: die Website von "Forschung & Lehre", der auflagenstärksten hochschul- und wissenschaftspolitischen Zeitschrift Deutschlands. Im modernen und ­responsiven Design erwarten Sie aktuelle Nachrichten, Hinter­grundberichte, Interviews und Essays zu hochschulpolitischen und -rechtlichen Fragen. Ergänzende Ratgeber informieren über Karriereperspektiven und Karrierepraxis in Hochschule und Wissenschaft. Das alles jederzeit, tagesaktuell und ­optimiert für jedes Endgerät.

Mit dem Karriereportal "academics" bietet "Forschung & Lehre" darüber hinaus gemeinsam mit der "ZEIT" einen attraktiven und nutzer­zentrierten akademischen Stellenmarkt.

Schauen Sie vorbei auf:
www.forschung-und-lehre.de
DHV-Ticker

Neue DHV-Homepage


(Uf.) Die Homepage des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) hat ein neues Design erhalten. Sie ist übersichtlicher gegliedert und bietet nach wie vor umfangreiche Informationen. Es gibt einen internen Download-Bereich für die DHV-Mitglieder und eine einfache Bedienoberfläche, mit der schnell und unkompliziert das gesamte Spektrum des DHV eingesehen werden kann. Neue Navigationsmöglichkeiten erleichtern den Zugriff auf die verschiedenen Inhalte. Außerdem wurden erweiterte Suchmöglichkeiten geschaffen.

https://www.hochschulverband.de/


Blitzaktion für DHV-Neumitglieder


(Wi.) Wer jetzt entschlussfreudig ist, kann sparen. Die ersten 100 Neumitglieder, die bis zum 31. Dezember 2020 dem Deutschen Hochschulverband (DHV) beitreten, sparen 50 Prozent des Mitgliedsbeitrages. Es lohnt sich daher, schnell zu sein und sich bereits jetzt die Vorteile als DHV-Mitglied für 2021 sichern!

Weitere Informationen unter:
https://www.hochschulverband.de/blitzaktion

Kooperationspartner

DHV und Allianz


(Gü.) Wichtiger als Du denkst: Die Pflegevorsorge der Allianz

In Deutschland werden drei von vier Frauen sowie mehr als jeder zweiter Mann im Laufe ihres Lebens pflegebedürftig.
Um im Pflegefall die eigene Autonomie und Lebensqualität zu erhalten, den Angehörigen nicht zur Last zu fallen und ihnen etwas hinterlassen zu können, ist eine private Pflegevorsorge sinnvoll.
Lassen Sie sich zu unseren Pflegetagegeld-Versicherungen (www.allianz.de/pflege) sowie Pflegerentenversicherungen (https://www.allianz.de/gesundheit/pflegerentenversicherung/) beraten, um Ihre Pflegeabsicherung individuell und umfassend zu gestalten. Selbstverständlich profitieren Sie dabei als DHV-Mitglied von Sonderkonditionen.

DHV und Spektrum der Wissenschaft


(Gü.) Die Spektrum eBookFlat

Die Spektrum eBookFlat – Lernen Sie jetzt unsere Spektrum eBookFlat kennen! Mit der Spektrum eBookFlat erhalten Sie Zugriff auf eine Auswahl von zwölf E-Books (PDF-Format) des Sachbuchprogramms von Springer Spektrum aus den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaften. Jeden Monat wird ein Buch ausgetauscht, so dass Sie alle vier Wochen auf ein Neues zugreifen können. Sichern Sie sich jetzt unser Weihnachtsangebot: 13 für 12 Monate:
https://www.spektrum.de/shop/spektrum-der-wissenschaft/abo/spektrum-ebookflat-jahreabo/1791602?utm_source=DHV&utm_medium=AZ&utm_campaign=DHV_AZ_EBF

DHV und wbg


(Gü.) Die wbg – Entdeckungsreisen in die Welt des Wissens

Werden Sie Teil der größten geisteswissenschaftlichen Gemeinschaft Deutschlands. Entdecken Sie die Highlights aus der Welt des Wissens und exklusive Editionen, die wir selbst verlegen. Unser Fokus ist nicht kommerziell, Gewinne werden reinvestiert. Wir wollen Themen sichtbar machen, die Wissenschaft und Gesellschaft bereichern. Tauschen Sie sich aus und bringen Sie sich ein. Durch Ihren Beitrag unterstützen Sie uns als einen der größten Förderer von Wissenschaft, Bildung und Kultur. In unseren Verlags-Labels erscheinen jährlich rund 120 Publikationen, darunter viele Werke, die ansonsten auf dem Buchmarkt nicht möglich wären. Seit 2019 vergeben wir den höchstdotierten deutschsprachigen WISSEN!-Sachbuchpreis.

wbg-Premium-Vorteile für nur 2,50 Euro im Monat:
- Wahl eines Gratis-Begrüßungsbuches
- 20 Prozent Preisvorteil auf 3.000 wbg-Bücher und 1.500 eBooks
- 10 Euro Guthaben pro Jahr für Ihren Einkauf im wbg-Shop

DHV und Adobe


(Gü.) Der Bildungspodcast zum Thema Digitalisierung

Kann hybrides Lernen unser Bildungssystem revolutionieren? Sind Chancengleichheit und Inklusion auch eine Sache der Kreativität? Welche künstlerischen Entfaltungsmöglichkeiten bieten uns neue digitale Räume? Diesen und vielen weiteren Fragen widmen sich drei spannende neue Folgen im Adobe Bildungspodcast.

Journalist und Moderator Mirko Drotschmann diskutiert mit dem Kulturwissenschaftler Professor Stephan Porombka, dem Mediendidaktiker Axel Krommer und der Bloggerin Niloufar Behradi-Ohnacker über Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung im Bildungsbereich.

Jetzt reinhören:
https://blogs.adobe.com/creative/bildungs-podcast-adobe-wer-lernen-will-muss-hoeren/

DHV und Technische Unternehmensberatung Jastrob


(Gü.) Sicherheit im Umgang mit der Pandemie

Hygiene- & Rechtsberatung
Betreiber und Verantwortliche stellen die neue Gefährdungslage und kurzfristig erlassene behördliche Auflagen vor organisatorische und materielle Herausforderungen. Unser interdisziplinäres Team aus Hygienefachkräften, Ingenieuren und Veranstaltungsmeistern hat bereits vor der Pandemie die Veranstaltungshygiene als Segment der gesamtheitlichen Besuchersicherheit analysiert und umgesetzt. Wir begleiten Sie bei der Analyse, Umsetzung und Schulung unter Einbeziehung bereits getroffener Maßnahmen.

ERSTELLUNG von objekt-/veranstaltungsbezogenen Gefährdungsbeurteilungen und Hygienekonzepten unter Beachtung individueller Gegebenheiten und Handlungsabläufen

VALIDIERUNG bereits erstellter Konzepte und ergriffener Maßnahmen

BERATUNG hinsichtlich Technik und rechtlichen Fragen*

DOKUMENTATION – Einführung einer rechtssicheren, geeigneten und ressourcenschonenden Dokumentation

INSTRUKTION & SCHULUNG von Mitarbeitern (bspw. z. Hygienebeauftragten)

AUSSTATTUNG & INFRASTRUKTUR

KONTROLLE & AUFSICHT des Hygienemanagements

www.Hyg-Consult.de
+49 2271 837630
service@jastrob.de

*durch Prof. Dr. M. Risch-Kerst / Kanzleikooperation EventLawyers

DHV und QLOCKTWO


(Gü.) Wie in einer schwäbischen Manufaktur in liebevoller Handarbeit ein neues Zeitgefühl entsteht

Wer sich schöpferischen Dingen mit Leidenschaft widmet, braucht Muße. Für die Künstler und Gründer von QLOCKTWO, Marco Biegert und Andreas Funk, liegt das Geheimnis bei der Schöpfung ihrer Zeitobjekte im bewussten Arbeiten am Objekt, dem Wissen und der Präzision des Handwerks und einer besonderen Hingabe bei der Veredelung der Oberflächen. In der Manufaktur entstehen so Zeitobjekte, die ihren künftigen Besitzern beim Betrachten den Moment auf unverwechselbare Weise zugänglich machen. Wie ein guter Freund erinnern sie daran, das Hier und Jetzt zu erleben und mehr Bewusstsein für die Vergänglichkeit der Zeit zu entwickeln. Die Grundlagen für dieses neue Zeitgefühl werden im Atelier der beiden Künstler gelegt und die Objekte anschließend in Zusammenarbeit mit regionalen Kunsthandwerkern, der hauseigenen Schreinerei sowie der Manufaktur in Schwäbisch Gmünd in liebevoller Handarbeit vollendet. Mehr zur Entstehung der Zeitobjekte erfahren Sie in diesem Beitrag:
https://qlocktwo.com/magazine/the-manufactory


DHV und Brother


(Gü.) Brother wird in der Liste der „Weltbesten Arbeitgeber 2020“ geführt


Brother Industries, Ltd. (Präsident: Ichiro Sasaki) gibt bekannt, dass das Unternehmen vom Forbes Magazine in Zusammenarbeit mit Statista in die Liste der „Weltbesten Arbeitgeber 2020“ (Nr. 130 unter 750 multinationalen Unternehmen und Konzernen mit Hauptsitz in 45 Ländern) aufgenommen wurde.


„Wir fühlen uns geehrt, dass Brother als einer der weltbesten Arbeitgeber gelistet wurde", sagte Präsident Ichiro Sasaki. „Es ist ein Zeugnis unserer Werte und unseres Engagements für unsere Mitarbeiter, die das Brother Versprechen ,at your side‘ jeden Tag mit Leben erfüllen.“


Die Rangliste basierte auf Umfrageergebnissen von 160.000 Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten in 58 Ländern, die für Unternehmen mit Betrieben in mehreren Ländern und Regionen arbeiten. Die Befragten bewerteten ihre Bereitschaft, ihren eigenen Arbeitgeber an Familie und Freunde weiterzuempfehlen, sowie die Reaktionen ihres Unternehmens auf die Covid-19-Pandemie und andere Aspekte wie das Image ihres Unternehmens, den wirtschaftlichen Fußabdruck, die Talentförderung, die Gleichstellung der Geschlechter und die soziale Verantwortung.


DHV und a&o


(Gü) Flexibel. Sicher. Einfach. So lässt sich das kundenfreundlichste Angebot für Gruppenbuchungen im Markt zusammenfassen. Bei einer Buchung für das nach wie vor sehr unsichere Jahr 2021 befreien wir von a&o unsere Kunden von jeglichem finanziellen Risiko und nehmen es komplett auf uns.

Was bisher den Einzelreisenden vorbehalten war, gilt bei a&o Hostels ab sofort auch für Gruppen von zehn und mehr Personen: Bis Ende 2021 können auch Gruppenreisen bis um 18 Uhr am Tag der Anreise völlig kostenlos und ohne Angabe von Gründen storniert werden – ohne Wenn und Aber. Egal, ob wir dann noch von einer Pandemie sprechen oder bereits weitgehend zu einem „normalen“ Alltag zurückgefunden haben werden. Egal, ob der Aufenthalt bei a&o bereits gebucht wurde oder noch nicht.

Durch diesen Schritt fällt der Sinn der Anzahlung weg. Deshalb verlangen wir ab sofort auch bei Gruppenbuchungen keine Anzahlung mehr.

Unsere Empfehlung: Buchen Sie Ihren geplanten Aufenthalt in einem a&o Hostel bereits jetzt, damit Sie von günstigen Preisen profitieren! Wählen Sie einen Flex-Tarif und entscheiden Sie irgendwann bis zum Anreisetag, ob Sie die Leistung in Anspruch nehmen wollen! Flexibel. Sicher. Einfach.



Redaktion
Professor Dr. Michael Hartmer
Dr. Matthias Jaroch
presse@hochschulverband.de

Weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Ausgabe:
Professor Dr. Hubert Detmer (Det.)
Jacqueline Güldenring (Gü.)
Birgit Ufermann (Uf.)
Angelika Wirth (Wi.)

Verweis auf andere Webseiten

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Serviceadresse
Deutscher Hochschulverband
Rheinallee 18-20
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Fax: 0228-90 266 80

Servicenummer für Rechtsberatung:
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